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Deutsche Turnerfrauen starten in die EM in Rimini - mit OZD-Wissen

Ohne Medaillen-Ambitionen aber mit ganz viel Vorfreude starten die deutschen Kunstturnerinnen in ihr EM-Abenteuer in Rimini.

Turnen

Nach Männer-Enttäuschung: DTB-Frauen starten in EM-Abenteuer

Nach der großen Enttäuschung der Männer kann das Perspektiv-Team der Frauen bei den Wettkämpfen ab Donnerstag nur positiv überraschen.

"Wir haben unseren Fokus auf die Team-Leistung gelegt und werden mit einer jungen, starken Mannschaft bei den Europameisterschaften an den Start gehen", sagte Frauen-Cheftrainer Gerben Wiersma. Beim Deutschen Turnerbund (DTB)* rechnet man sich "sowohl Chancen für das Teamfinale als auch für die Gerätfinals aus. Das ist ein gutes und wichtiges Zeichen für die Zukunft des Turnens in Deutschland", so Wiersma.

Zum jungen DTB-Team gehören Helen Kevric, Janoah Müller (beide 16), Marlene Gotthardt, Silja Stöhr (beide 15) und Karina Schönmaier (18). Los geht es bei den kontinentalen Titelkämpfen am Donnerstag mit der Qualifikation im Team sowie dem Mehrkampffinale, das Mannschaftsfinale findet am Sonntag statt.

Prominente Turnerinnen wie die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz und Ex-Stufenbarren-Europameisterin Elisabeth Seitz sind diesmal nicht dabei. Auch Sarah Voss, die wie Schäfer-Betz ihr Einzelticket für die Sommerspiele in Paris bereits sicher hat, steht dem deutschen Team während ihrer Olympiavorbereitung nicht zur Verfügung.

Damit ist die zweimalige WM-Teilnehmerin Schönmaier die Turnerin mit der meisten internationalen Erfahrung im Team. "Die Freude ist natürlich riesig. Ich habe noch nie eine EM geturnt", sagte Schönmaier: "Ich habe jetzt schon das Gefühl, dass ich ein bisschen Verantwortung habe, aber es ist cool, mit diesem jungen Team den Wettkampf zu bestreiten."

Zielvorgaben seitens des Verbandes gibt es nicht. Man wolle "keine Platzierungen oder Zielvorgaben vorgeben", sagte DTB-Sportdirektor Thomas Gutekunst. Es gehe darum, "dass sich die Turnerinnen bestmöglich präsentieren können. Da wir bei den Frauen kein Team in Paris haben, ist die EM der erste Schritt auf dem Weg nach Los Angeles 2028."

Bei den Männern, die ihre Wettkämpfe in Rimini bereits absolviert haben, hatte es die ersatzgeschwächte DTB-Auswahl in kein einziges Finale geschafft.

© Agence France-Presse



OZD-Wissen

Was macht der Deutsche Turnerbund?

Der Deutsche Turner-Bund (DTB) ist der Dachverband für Turnen und Gymnastik in Deutschland. Gegründet wurde der DTB im Jahr 1848 und ist somit einer der ältesten Sportverbände in Deutschland. Er hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Der Verband vertritt zahlreiche Disziplinen, darunter Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen, Aerobic, Akrobatik und mehr. Hier sind einige der Hauptaufgaben und Ziele des Deutschen Turner-Bundes:

Förderung und Organisation des Turnens: Der DTB organisiert Wettkämpfe und Veranstaltungen auf nationaler Ebene, darunter Deutsche Meisterschaften in verschiedenen turnerischen Disziplinen. Er setzt sich für die Förderung des Turnens als Breiten- und Leistungssport ein.

Ausbildung und Qualifizierung: Der Verband bietet eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungen für Trainer, Übungsleiter und andere Fachkräfte im Bereich des Turnens an. Diese Programme sind darauf ausgelegt, die Qualität der Betreuung und des Trainings in Turnvereinen zu verbessern.

Jugendarbeit und Nachwuchsförderung: Der DTB legt großen Wert auf die Förderung junger Talente und die Jugendarbeit. Er bietet spezielle Programme und Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche an, um sie frühzeitig für das Turnen zu begeistern und ihre Entwicklung zu unterstützen.

Gesundheitsförderung: Der DTB nutzt das Turnen auch als Mittel zur Gesundheitsförderung und zur Steigerung der körperlichen Fitness. Er entwickelt spezielle Gesundheitsprogramme, die sich an Menschen aller Altersgruppen richten.

Internationale Vertretung: Der DTB vertritt Deutschland in internationalen Turnverbänden und -organisationen und nimmt an der Organisation von internationalen Wettkämpfen teil.

Inklusion: Der Verband setzt sich für die Inklusion und Teilhabe aller Menschen, unabhängig von ihren physischen oder psychischen Voraussetzungen, im Turnen ein.

Der Deutsche Turner-Bund spielt also eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Förderung des Turnens in Deutschland, von der Basis bis zur Spitze, und trägt durchseine vielfältigen Programme zur körperlichen und sozialen Wohlfahrt seiner Mitglieder bei. OZD.news

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