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Der Millionenraub in Tokio

Zwei spektakuläre Raubüberfälle binnen Stunden: In Tokio erbeuten Täter Millionenbeträge. Die Polizei prüft einen Zusammenhang – und steht unter Druck.

Bei einem Raubüberfall auf offener Straße haben drei Täter im Zentrum von Tokio Bargeld in Höhe von umgerechnet mehr als zwei Millionen Euro erbeutet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, setzten die Angreifer im bei Touristen beliebten Stadtteil Ueno Pfefferspray ein und entrissen ihren Opfern mehrere Geldkoffer. Nach Angaben des Fernsehsenders Fuji Television war das Bargeld für die Auslieferung an Wechselstuben bestimmt gewesen.

Nur wenige Stunden später kam es zu einem weiteren schweren Überfall. In der Nacht zum Freitag attackierten laut Medienberichten drei Angreifer in einem Parkhaus am Tokioter Flughafen einen Mann ebenfalls mit Pfefferspray und raubten umgerechnet mehr als eine Million Euro Bargeld. Der Radiosender TBS berichtete, die Polizei prüfe, ob beide Taten in Zusammenhang stehen.

Die Vorgehensweise der Täter – gezielt eingesetztes Pfefferspray, schnelles Vorgehen und der Zugriff auf größere Bargeldmengen – deutet auf eine professionelle Planung hin. Verletzte wurden nach ersten Angaben nicht gemeldet. Die Fahndung nach den Tätern läuft auf Hochtouren.

Raubüberfälle dieser Größenordnung sind in Japan selten. Tokio gilt international als eine der sichersten Metropolen der Welt. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, die die Taten bei Ermittlern und in der Öffentlichkeit hervorrufen.

OZD 

OZD-Kommentar – Ein seltener Riss im Sicherheitsversprechen

Tokio lebt vom Ruf absoluter Sicherheit. Genau deshalb wirken diese Überfälle wie ein Schock. Sie zeigen: Auch in Hochsicherheitsgesellschaften entstehen Lücken, wenn große Bargeldsummen im Umlauf sind. Die Behörden müssen nun beweisen, dass der Ausnahmefall keiner wird – sonst gerät ein zentrales Versprechen der Stadt ins Wanken.

Historischer Hintergrund

Japan verzeichnet im internationalen Vergleich extrem niedrige Gewalt- und Raubdelikte. Bargeldtransporte werden traditionell als sicher angesehen, weshalb Bargeld im Alltag eine große Rolle spielt. Gerade in Großstädten wie Tokio ist offene Straßenkriminalität jedoch in den vergangenen Jahren vereinzelt wieder Thema geworden – meist mit hoher medialer Aufmerksamkeit.

Zukunftsprognose

Sollten sich die Überfälle als zusammenhängend erweisen, ist mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen für Bargeldtransporte und Wechselstuben zu rechnen. Denkbar sind strengere Routenplanung, verdeckte Transporte oder ein beschleunigter Übergang zu bargeldlosen Abläufen. Kurzfristig dürfte die Polizeipräsenz an sensiblen Orten deutlich erhöht werden.


Gewinnspiel

Wo ereignete sich der erste der beiden spektakulären Raubüberfälle?

A) Shibuya
B) Ueno
C) Ginza
D) Roppongi

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Mini-Infobox

– Über zwei Millionen Euro bei Straßenraub erbeutet
– Pfefferspray als Tatmittel
– Zweiter Überfall am Flughafen
– Zusammenhang wird geprüft
– Seltene Tat in Japan

OZD-Analyse

1. Tatmuster
a) Gezielte Auswahl der Opfer
b) Schnelles Vorgehen
c) Einsatz von Reizstoff

2. Sicherheitslage
a) Ausnahme im japanischen Alltag
b) Hoher Fahndungsdruck
c) Sensibilisierung der Öffentlichkeit

3. Konsequenzen
a) Mehr Polizeipräsenz
b) Anpassung von Bargeldlogistik
c) Debatte über Bargeldsicherheit

Was ist der Stadtteil Ueno?

Ueno ist ein zentraler Stadtteil Tokios, bekannt für seinen großen Park, Museen und eine hohe touristische Frequenz. Er gilt normalerweise als sicher und gut überwacht.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

OZD-Extras
Bargeld ist in Japan trotz Digitalisierung weiterhin eines der wichtigsten Zahlungsmittel.