Sarah Engels singt für Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC). Die durch das Castingformat "Deutschland sucht den Superstar" bekannt gewordene 33-Jährige gewann am Samstagabend mit dem Lied "Fire" den deutschen Vorentscheid. Die in der ARD ausgestrahlte Show holte mit 3,65 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und einer Einschaltquote von 18,1 Prozent starke Zahlen.
"Ich bin überwältigt und unendlich dankbar für diesen Moment", erklärte Engels nach ihrem Sieg. Der ESC sei immer ein Traum für sie gewesen. "Ich freue mich riesig darauf, beim ESC alles auf die Bühne zu bringen, was in mir steckt." Das ESC-Finale ist am 16. Mai in Wien. Österreich ist Gastgeber des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs, weil im vergangenen Jahr der Österreicher JJ gewonnen hatte.
Am deutschen Vorentscheid nahmen insgesamt neun Acts teil. Eine internationale Jury aus 20 Ländern wählte davon die drei aus Jury-Sicht besten Beiträge aus. Außer Sarah Engels waren dies der nicht-binäre Künstler wavvyboi mit "Black Glitter" und die Sängerin Molly Sue mit dem Lied "Optimist (Ha Ha Ha)". Das Publikum entschied schließlich über den deutschen Beitrag und wählte Engels.
Die Sängerin präsentierte mit "Fire" eine klassische Popnummer und zeigte dazu eine Inszenierung, wie sie regelmäßig im ESC zu sehen ist. In der Show zum Vorentscheid gab es passend zum Liedtitel viele Feuerfontänen zu sehen, Engels und ihre Tänzerinnen zeigten akrobatische Tanzeinlagen.
Mit 3,65 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern schalteten im Ersten etwa 100.000 Menschen mehr ein als im Finale des Vorentscheids im vergangenen Jahr, damals war Stefan Raab für die Show verantwortlich. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte die ARD beim Sieg Engels einen starken Marktanteil von 27,4 Prozent.
Engels gehört zu den wenigen Sängerinnen, die sich auch nach einem Karrierebeginn in einer Castingshow etablieren konnten. Sie veröffentlichte inzwischen vier Musikalben, arbeitet als Schauspielerin und ist regelmäßig Gast in verschiedenen Fernsehformaten. Bei "DSDS" hatte sie 2011 den zweiten Platz erreicht hinter dem Gewinner Pietro Lombardi.
Lombardi und Engels heirateten zwei Jahre nach "DSDS" und bekamen ein gemeinsames Kind, die Sängerin nannte sich fortan Sarah Lombardi. Die Ehe ist seit 2019 geschieden, Engels nahm wieder ihren Geburtsnamen an. Inzwischen ist sie in zweiter Ehe verheiratet, aus der Ehe ging eine Tochter hervor.
In diesem Jahr verantwortet erstmals der Südwestrundfunk (SWR) innerhalb der ARD den ESC. Nachdem im vergangenen Jahr Stefan Raab den Vorentscheid organisiert hatte und es in Zusammenarbeit mit RTL mehrere Shows gab, strukturierte der SWR den Vorentscheid wieder neu. Die größte Neuerung war dabei neben der Rückkehr zu nur noch einer Finalshow die Vorauswahl durch die Juroren aus 20 Ländern – dies sollte dafür sorgen, dass es nur Lieder mit Erfolgschancen beim europäischen Publikum in die Zuschauerabstimmung schaffen.
Im Vorfeld des Vorentscheids favorisierten viele Fans den nicht-binären Künstler wavvyboi. Der Einzug von Molly Sue in die Top 3 kam eher überraschend. Insgesamt zeigten die neun Teilnehmenden des Vorentscheids sehr unterschiedliche Stücke, es gab also eine breite Auswahl. Allerdings war die gesangliche Qualität der Beiträge sehr unterschiedlich.
In diesem Jahr nehmen an der 70. Ausgabe des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs nur 35 Länder teil. Wegen der Teilnahme Israels boykottieren mehrere Länder den Wettbewerb – sie kritisieren das Vorgehen Israels im Gazastreifen.
Deutschland ist als einer der großen Geldgeber des ESC für das Finale gesetzt, genau wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Gastgeber Österreich. Die anderen 30 Länder müssen sich zunächst in zwei Halbfinals qualifizieren – 20 kommen dort weiter.
OZD

OZD-Kommentar – Zweite Chance, großes Feuer
Sarah Engels steht für Beharrlichkeit. Vom DSDS-Zweitenplatz zur ESC-Hauptbühne – das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit. „Fire“ ist kein musikalisches Experiment, sondern klassischer ESC-Pop mit klarer Botschaft und großer Show. Genau das kann funktionieren. Doch die Konkurrenz ist politisch aufgeladen, der Wettbewerb schrumpft, Boykotte werfen Schatten. Engels trägt nun nicht nur eine Melodie, sondern auch Erwartungen. Die Bühne in Wien wird ihr größter Moment – und Deutschlands Bewährungsprobe.
Historischer Hintergrund:
Deutschland gewann den Eurovision Song Contest bislang zweimal – 1982
mit Nicole und 2010 mit Lena. In den vergangenen Jahren landete
Deutschland mehrfach auf hinteren Plätzen.
Zukunftsprognose:
Mit starker Inszenierung und eingängigem Refrain hat „Fire“ Chancen auf
ein solides Ergebnis. Entscheidend wird sein, wie die internationale
Jury und das Publikum den Song live bewerten.
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Mit welchem Lied gewann Sarah Engels den Vorentscheid?
A) Black Glitter
B) Optimist (Ha Ha Ha)
C) Fire
D) Phoenix
Richtige Antwort: C
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Lesermeinungen:
"Sarah hat sich diesen Moment verdient."
"Fire bleibt sofort im Ohr."
"Ich hoffe, Deutschland landet endlich wieder in den Top Ten."
Mini-Infobox
Siegerlied: „Fire“
Zuschauer: 3,65 Mio.
ESC-Finale: 16. Mai in Wien
Marktanteil (14–49): 27,4 %
Teilnehmerländer: 35

OZD-Analyse
Musikalische Chancen
a) Song-Struktur
– Klassischer ESC-Pop
– Eingängiger Refrain
b) Bühneninszenierung
– Feuer-Elemente
– Choreografie
c) Live-Faktor
– Stimmliche Stabilität
– Bühnenpräsenz
Strategische Neuausrichtung
a) SWR-Verantwortung
– Nur eine Finalshow
– Internationale Jury-Vorauswahl
b) Qualitätsfilter
– 20 Länder-Juroren
– Europäische Perspektive
c) Einschaltquoten
– 3,65 Mio. Zuschauer
– Stark in Zielgruppe
Politischer Kontext
a) Boykotte
– Kritik an Israel-Teilnahme
b) Reduzierte Länderzahl
– 35 Teilnehmer
c) Stimmungslage
– Wettbewerb unter Spannung
– Politische Debatten im Hintergrund
Wer ist Sarah Engels?
Sarah Engels ist deutsche Sängerin und wurde 2011 durch „Deutschland
sucht den Superstar“ bekannt. Sie veröffentlichte mehrere Alben und
arbeitet auch als Schauspielerin.
Was ist der Eurovision Song Contest?
Der Eurovision Song Contest ist der größte internationale
Musikwettbewerb der Welt. Jährlich treten Länder Europas und darüber
hinaus mit eigenen Beiträgen gegeneinander an.
OZD-Extras
Bemerkenswert: Trotz großer Fan-Unterstützung für wavvyboi entschied
sich das Publikum klar für Engels – ein Signal für klassischen ESC-Pop.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.

