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Schock im Iran: Trump weist Verantwortung für tödlichen Schulangriff zurück

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Schule im Iran mit möglicherweise mehr als 150 Toten streiten Washington und Teheran über die Verantwortung.

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Schule im Iran mit möglicherweise mehr als 150 Toten hat US-Präsident Donald Trump die Verantwortung entschieden zurückgewiesen und stattdessen Teheran selbst beschuldigt.

"Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies vom Iran getan", sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner Präsidentenmaschine vor Journalisten.

Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, dass möglicherweise die USA für den Angriff verantwortlich sein könnten. Nach Angaben der Zeitung deutet eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien darauf hin.

Dem Bericht zufolge wurde eine Mädchenschule am vergangenen Samstag in der Stadt Minab im Süden des Iran getroffen. Zu diesem Zeitpunkt hätten US-Streitkräfte einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden angegriffen.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian beschuldigte hingegen die USA und Israel, die Schule mit Raketen angegriffen zu haben. Nach iranischen Angaben wurden bei dem Angriff mehr als 150 Menschen getötet, darunter zahlreiche Schülerinnen.

Die Nachrichtenagentur AFP konnte diese Angaben vor Ort nicht unabhängig überprüfen.

Der Angriff ereignete sich im Zusammenhang mit einer massiven Welle von Luftangriffen der USA und Israels gegen Ziele im Iran. Bei diesen Angriffen wurden nach iranischen Angaben auch führende Vertreter der politischen und religiösen Führung des Landes getötet, darunter das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Chamenei.

Als Reaktion auf die Angriffe startete der Iran eine Serie von Vergeltungsschlägen gegen Israel, US-Militäreinrichtungen und mehrere Staaten in der Golfregion.

OZD / ©AFP

OZD-Kommentar – Wahrheit als erstes Opfer des Krieges

Der Angriff auf eine Schule mit möglicherweise über 150 Toten zeigt, wie brutal moderne Kriege eskalieren können. Noch bevor unabhängige Ermittlungen beginnen, liefern sich Washington und Teheran bereits einen Propagandakampf um die Schuldfrage. Genau darin liegt die größte Gefahr: Wenn Wahrheit zur politischen Waffe wird, bleibt für die Opfer oft nur ein Nebel aus widersprüchlichen Behauptungen. Sollte sich herausstellen, dass zivile Einrichtungen gezielt oder fahrlässig getroffen wurden, könnte dies die internationale Empörung massiv verstärken. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass der Konflikt nicht nur militärisch, sondern auch politisch weltweit weiter eskaliert.

Mini-Infobox

Angriff auf Mädchenschule in Minab im Süden des Iran

Mehr als 150 Tote laut iranischen Angaben

USA und Israel hatten zuvor Luftangriffe auf Iran gestartet

Trump weist Verantwortung zurück und beschuldigt Iran

OZD-Analyse

Der Angriff auf die Schule
a) Einschlag während militärischer Operationen nahe eines Marinestützpunkts
b) zahlreiche zivile Opfer, darunter Schülerinnen
c) genaue Ursache bislang nicht unabhängig bestätigt

Gegenseitige Schuldzuweisungen
a) Iran beschuldigt USA und Israel
b) US-Präsident Donald Trump weist Verantwortung zurück
c) Medienberichte stellen mögliche militärische Fehlattacke in den Raum

Bedeutung für den Konflikt
– mögliche internationale Empörung über zivile Opfer
– Verschärfung der Propagandaschlacht zwischen den Konfliktparteien
– steigendes Risiko weiterer Vergeltungsangriffe

Erklärungen / Wissensblock

Wer ist Massud Peseschkian?

Massud Peseschkian ist Präsident des Iran. Der Politiker übernahm das Amt in einer Phase massiver Spannungen mit den USA und Israel. Seine Regierung steht im Zentrum der aktuellen militärischen Eskalation im Nahen Osten.

Was sind die Revolutionsgarden?

Die iranischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische Organisation innerhalb der iranischen Streitkräfte. Sie gelten als politisch und militärisch besonders einflussreich und kontrollieren zahlreiche strategische Einrichtungen im Land.

Historischer Hintergrund

Der aktuelle Krieg eskalierte nach großangelegten Luftangriffen der USA und Israels auf militärische und politische Ziele im Iran. Dabei wurden mehrere führende Mitglieder der iranischen Führung getötet, darunter das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen gegen Israel, US-Stützpunkte und mehrere Staaten in der Golfregion.

Prognose

Sollten sich Berichte über hohe zivile Opfer bestätigen, könnte der internationale Druck auf alle Konfliktparteien erheblich wachsen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass solche Ereignisse von beiden Seiten zur Rechtfertigung weiterer militärischer Eskalationen genutzt werden. Die Lage im Nahen Osten bleibt damit extrem instabil.

Gewinnspiel

In welcher Stadt im Iran wurde laut Bericht die Mädchenschule getroffen?

A) Teheran
B) Minab
C) Isfahan
D) Schiras

Zur Teilnahme:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

OZD-Extra

Minab liegt nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus. In dieser Region verlaufen einige der wichtigsten Öl-Transportwege der Welt.


Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild: AFP