In einer ersten Reaktion auf die Ernennung des neuen obersten Anführers im Iran hat Israel den Nachfolger des vor gut einer Woche bei US-israelischen Luftangriffen getöteten Ayatollah Ali Chamenei scharf attackiert. Modschtaba Chamenei sei "ein weiterer Tyrann, der die Brutalität des iranischen Regimes fortsetzt", erklärte das israelische Außenministerium am Montag im Onlinedienst X.
"Modschtaba Chameneis Hände sind bereits mit dem Blutvergießen befleckt, das die Herrschaft seines Vaters prägte", hieß es in der Erklärung weiter. Dazu veröffentlichte das Ministerium ein Bild, das Modschtaba und Ali Chamenei mit Gewehren zeigt. Daneben steht die Beschreibung: "Wie der Vater so der Sohn."
Der für die Wahl zuständige Expertenrat hatte am Sonntag zunächst bekanntgegeben, dass ein neues geistliches Oberhaupt ernannt worden sei. Erst Stunden später wurde offiziell bestätigt, dass Modschtaba Chamenei die Nachfolge seines Vaters antreten wird.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung in Chameneis Residenz im Zentrum von Teheran getötet.
Seitdem greift der Iran als Vergeltung Israel, mehrere Einrichtungen der USA in der Golfregion sowie Infrastruktur in mehreren Golfstaaten an. Der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran hat sich damit weiter verschärft.
OZD
OZD-Kommentar – Der Ton im Nahostkrieg wird immer schärfer
Die Reaktion Israels zeigt, wie tief das Misstrauen gegenüber der neuen iranischen Führung ist. Modschtaba Chamenei wird von vielen Beobachtern als politischer Hardliner eingeschätzt – und genau diese Wahrnehmung prägt nun auch die internationale Kommunikation. Wenn bereits wenige Stunden nach seiner Ernennung solche Vorwürfe erhoben werden, wird klar: Der Machtwechsel in Teheran wird kaum zu einer Entspannung führen. Stattdessen droht der Konflikt zwischen Israel und dem Iran in eine noch aggressivere Phase einzutreten.
Historischer Hintergrund:
Seit der islamischen Revolution von 1979 wird der Iran von einem
obersten religiösen Führer regiert, der die höchste politische und
militärische Autorität im Staat besitzt.
Zukunftsprognose:
Mit Modschtaba Chamenei an der Spitze könnte der Iran eine noch härtere
außenpolitische Linie verfolgen, was die Spannungen mit Israel und den
USA weiter verschärfen dürfte.

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Mini-Infobox
neuer Iran-Führer: Modschtaba Chamenei
Alter: 56 Jahre
Vorgänger: Ayatollah Ali Chamenei
Kritik: Israel nennt ihn „Tyrann“
Hintergrund: Iran-Krieg mit Israel und den USA
OZD-Analyse
Politische Bedeutung der Ernennung
a) Machtkontinuität im Iran
– Sohn folgt auf Vater
b) konservative Führung
– Hardliner-Kurs wahrscheinlich
c) schnelle Entscheidung
– Machtvakuum vermeiden
Reaktion Israels
a) scharfe Kritik
– Bezeichnung als Tyrann
b) propagandistische Bilder
– Vergleich Vater und Sohn
c) politisches Signal
– klare Ablehnung der neuen Führung
Auswirkungen auf den Konflikt
a) steigende Spannungen
– aggressive Rhetorik
b) militärische Eskalation
– Angriffe beider Seiten
c) diplomatische Blockade
– geringe Aussicht auf Dialog
Erkärungen
Wer ist Modschtaba Chamenei?
Modschtaba Chamenei ist ein schiitischer Geistlicher und Sohn des
früheren iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei. Er galt bereits vor
dessen Tod als einflussreiche Figur im Machtapparat der Islamischen
Republik.
Was ist der Expertenrat im Iran?
Der Expertenrat ist ein Gremium aus 88 Geistlichen, das den obersten Führer des Iran wählt und theoretisch auch absetzen kann.
OZD-Extras
Der oberste Führer des Iran ist gleichzeitig religiöse Autorität, politischer Machthaber und Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.