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Schiffe im Golf brennen

Der Iran-Krieg zieht immer mehr Staaten in den Konflikt. Israel greift Ziele der Hisbollah im Libanon an, während im Persischen Golf Tanker attackiert werden und die Spannungen in der Region weiter steigen.

Der Krieg im Nahen Osten greift weiter auf die Region über. Bei einem israelischen Angriff im Zentrum von Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sieben Menschen getötet worden. Weitere 21 Menschen wurden verletzt.

Die israelische Armee erklärte, sie habe zehn Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Süden der libanesischen Hauptstadt angegriffen. Dabei seien unter anderem "dutzende Abschussvorrichtungen", ein Hauptquartier des Nachrichtendienstes sowie mehrere Kommandozentren der Miliz zerstört worden.

Nach Angaben der libanesischen staatlichen Nachrichtenagentur NNA zielte der Angriff mit den sieben Todesopfern auf ein Fahrzeug. Der Einschlag ereignete sich demnach im Strandgebiet Ramlet al-Baida im Zentrum von Beirut, wo Vertriebene in provisorischen Lagern übernachteten.

Auch im Süden des Libanon kam es laut NNA zu weiteren israelischen Angriffen, unter anderem in den Dörfern Taybeh, al-Sultanijja und Kana.

Parallel dazu erklärten die iranischen Revolutionsgarden, gemeinsam mit der Hisbollah mehr als 50 Ziele in Israel angegriffen zu haben. Demnach seien unter anderem Armeestützpunkte in Haifa, Tel Aviv und Beerscheba ins Visier genommen worden.

Auch mehrere US-Stützpunkte in der Region sollen Ziel der Angriffe gewesen sein. Nach iranischen Angaben wurden die Militärbasen al-Chardsch in Saudi-Arabien sowie al-Asrak in Jordanien attackiert.

Der Konflikt hat inzwischen auch den Schiffsverkehr im Persischen Golf erreicht. Vor der Küste des Irak wurden nach Behördenangaben zwei Öltanker angegriffen. Mindestens ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben, 38 weitere Seeleute konnten gerettet werden. Die Suche nach Vermissten dauerte an.

Zudem meldete die britische maritime Sicherheitsbehörde UKMTO einen Angriff auf ein Containerschiff nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein unbekanntes Geschoss traf das Schiff und verursachte einen kleinen Brand an Bord. Verletzt wurde niemand.

Mehrere Golfstaaten berichteten gleichzeitig über Drohnenangriffe. Saudi-Arabien erklärte, seine Luftabwehr habe eine Drohne nahe dem Botschaftsviertel der Hauptstadt Riad abgefangen. Zwei weitere Drohnen seien auf dem Weg zum wichtigen Ölfeld Schaybah zerstört worden.

Auch Kuwait meldete abgefangene Drohnen. Bahrain erklärte, iranische Angriffe hätten Treibstofftanks im Gouvernement Muharrak getroffen. Die Behörden riefen die Bevölkerung in Teilen der Region auf, in ihren Wohnungen zu bleiben.

Seit Beginn des Iran-Krieges vor knapp zwei Wochen sind immer wieder Handelsschiffe im Persischen Golf attackiert worden. Besonders betroffen ist die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Energie-Routen der Welt. Durch die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran verläuft etwa ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggastransports.

US-Präsident Donald Trump erklärte derweil, der Iran stehe kurz vor der Niederlage. Der Iran sei "ziemlich am Ende", sagte Trump vor Journalisten in Washington. Gleichzeitig warnte er, die USA könnten ihre Angriffe auf "Teile von Teheran und andere Orte" ausweiten.

OZD


OZD-Kommentar – Der Krieg droht die ganze Region zu verschlingen

Was als militärischer Schlag gegen das iranische Regime begann, entwickelt sich immer stärker zu einem regionalen Flächenbrand. Israel greift die Hisbollah im Libanon an, iranische Verbündete attackieren Ziele in Israel und Golfstaaten, während gleichzeitig die Schifffahrt im Persischen Golf zum neuen Kriegsschauplatz wird. Besonders gefährlich ist die Situation rund um die Straße von Hormus. Sollte diese zentrale Energieader dauerhaft blockiert werden, würde die Weltwirtschaft unmittelbar erschüttert. Der Iran-Konflikt zeigt erneut, wie schnell lokale Kriege zu globalen Krisen eskalieren können.

Historischer Hintergrund:
Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah reicht bis in die 1980er Jahre zurück. Die vom Iran unterstützte Miliz gilt als eine der stärksten nichtstaatlichen Militärorganisationen im Nahen Osten.

Zukunftsprognose:
Sollte sich der Konflikt weiter ausdehnen, könnten zusätzliche Staaten im Nahen Osten militärisch involviert werden – mit erheblichen Folgen für Energieversorgung, Handel und Sicherheit in der Region.



Lesermeinungen:
"Der Konflikt droht zu einem regionalen Krieg zu werden." Karl M. 

"Wenn die Straße von Hormus blockiert bleibt, bekommt die Welt ein Energieproblem." Mathias Günzek 

"Die Lage im Nahen Osten wird immer unübersichtlicher." Gerhard 



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Mini-Infobox

Todesopfer in Beirut: mindestens 7

Verletzte: mindestens 21

Ziele laut Israel: Hisbollah-Stellungen und Kommandozentren

Angriff auf Öltanker: mindestens 1 Toter

wichtigste Handelsroute betroffen: Straße von Hormus


OZD-Analyse

Ausweitung des Konflikts
a) Israel gegen Hisbollah
– Angriffe im Libanon
b) Iranische Verbündete
– Raketenangriffe auf Israel
c) regionale Dimension
– Golfstaaten betroffen

Bedrohung der globalen Energieversorgung
a) Straße von Hormus
– zentrale Ölroute
b) Tankerangriffe
– Risiken für Schifffahrt
c) Energiepreise
– globale Auswirkungen

Militärische Eskalation
a) israelische Luftangriffe
– Kommandozentren der Hisbollah
b) iranische Raketen
– Angriffe auf Militärbasen
c) internationale Reaktionen
– wachsende Kriegsgefahr



Erklärungen 

Was ist die Hisbollah?
Die Hisbollah ist eine schiitische Miliz und politische Organisation im Libanon. Sie wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der wichtigsten Verbündeten Teherans im Nahen Osten.

Was ist die Straße von Hormus?
Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Iran und Oman. Durch sie verläuft etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports.

OZD-Extras
Täglich passieren normalerweise mehr als 20 Öltanker die Straße von Hormus – sie transportieren rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.