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Netanjahu attackiert Irans neuen Führer: „Marionette der Revolutionsgarden“ - Kommentar: Was ein Quatsch

Israels Premier Netanjahu greift Irans neuen obersten Anführer Modschtaba Chamenei scharf an. Gleichzeitig stellt er offen einen möglichen Sturz des Regimes in Teheran in Aussicht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den neuen obersten Anführer des Iran, Modschtaba Chamenei, scharf attackiert. Der Sohn des bei US-israelischen Luftangriffen getöteten Revolutionsführers Ayatollah Ali Chamenei sei eine „Marionette“ der iranischen Revolutionsgarden, erklärte Netanjahu am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Der israelische Regierungschef sagte zudem, der „neue Tyrann“ könne „sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen“. Hintergrund ist, dass Chameneis erste Botschaft an die Bevölkerung nicht persönlich vorgetragen wurde. Stattdessen verlas eine Journalistin die Erklärung im iranischen Staatsfernsehen.

In der Botschaft zeigte sich Modschtaba Chamenei kämpferisch und schwor „Rache“ für die Opfer der US-israelischen Angriffe auf iranisches Gebiet.

Die Vereinigten Staaten und Israel hatten am 28. Februar großangelegte Luftangriffe gegen den Iran begonnen. Bereits am ersten Kriegstag wurden der damalige Revolutionsführer Ayatollah Ali Chamenei sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte kurz nach der Tötung des früheren Revolutionsführers erklärt, auch mögliche Nachfolger würden ins Visier genommen werden.

Am Sonntag wurde schließlich Ali Chameneis Sohn Modschtaba zum neuen obersten Anführer des Iran bestimmt. Das Amt gilt als höchste politische und religiöse Autorität im Land.

Netanjahu erklärte nun, die militärischen Angriffe hätten mehrere Ziele. Neben der Zerstörung des iranischen Atomprogramms und der ballistischen Raketen gehe es auch darum, „die Bedingungen für das iranische Volk zu schaffen, dieses Regime zu stürzen“.

Zugleich zog der israelische Regierungschef eine positive Zwischenbilanz des Krieges. Israel und die USA seien dabei, den Iran sowie dessen Verbündete – insbesondere die Hisbollah-Miliz im Libanon – militärisch zu „zermalmen“.

Auch an die libanesische Regierung richtete Netanjahu eine deutliche Warnung. Beirut müsse die Hisbollah entwaffnen. Andernfalls werde Israel diese Aufgabe selbst übernehmen.

Seit Beginn des Iran-Krieges ist auch der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon erneut eskaliert.

OZD 


OZD-Kommentar – Der Krieg bekommt ein politisches Ziel

Netanjahus Aussagen markieren eine neue Phase des Konflikts. Der israelische Premier spricht nicht mehr nur von militärischen Zielen wie Raketenbasen oder Atomprogrammen, sondern offen von einem möglichen Sturz des iranischen Regimes. Damit wird deutlich, dass dieser Krieg längst auch ein politischer Machtkampf geworden ist. Doch genau darin liegt die Gefahr. Wenn ein Konflikt das Ziel eines Regimewechsels verfolgt, steigt das Risiko einer langfristigen Eskalation enorm. Für die iranische Führung geht es dann um ihr politisches Überleben – und das macht Kompromisse deutlich schwieriger.


Historischer Hintergrund

Die Revolutionsgarden wurden nach der islamischen Revolution von 1979 gegründet und entwickelten sich zu einer der mächtigsten militärischen und politischen Institutionen im Iran. Sie kontrollieren nicht nur große Teile der iranischen Streitkräfte, sondern auch zahlreiche wirtschaftliche Schlüsselbereiche des Landes.


Zukunftsprognose

Sollte der Krieg weiter eskalieren, könnten sowohl militärische als auch politische Spannungen im Iran zunehmen. Experten erwarten, dass der Konflikt zunehmend auch auf andere Länder der Region übergreifen könnte.


Lesermeinungen

„Wenn Politiker schon offen vom Sturz eines Regimes sprechen, wird ein Frieden immer schwieriger.“
– Thomas K., Köln

„Der Konflikt entwickelt sich immer mehr zu einem regionalen Krieg.“
– Sabine M., Hamburg

„Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob der Krieg noch weiter eskaliert.“
– Michael R., München




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Mini-Infobox

neuer iranischer Führer: Modschtaba Chamenei

Vorgänger: Ayatollah Ali Chamenei

Beginn des Iran-Krieges: 28. Februar

wichtigste Konfliktparteien: Iran, Israel und USA

regionale Eskalation: Hisbollah-Konflikt im Libanon


OZD-Analyse

Machtstruktur im Iran
a) oberster Anführer
– höchste politische Autorität des Landes
b) Rolle der Revolutionsgarden
– militärischer und politischer Einfluss
c) Legitimation der Führung
– Wahl durch den Expertenrat

Israels strategische Ziele
a) Zerstörung militärischer Infrastruktur
– Raketen und Atomprogramm
b) Druck auf iranische Verbündete
– Hisbollah im Libanon
c) politische Dimension
– mögliche Destabilisierung des Regimes

regionale Auswirkungen
a) Konflikt im Libanon
– erneute Kämpfe mit Hisbollah
b) Spannungen in den Golfstaaten
– Raketen- und Drohnenangriffe
c) globale Folgen
– Energiepreise und geopolitische Risiken



Erklärungen

Wer ist Modschtaba Chamenei?

Modschtaba Chamenei ist ein iranischer Geistlicher und Sohn des früheren Revolutionsführers Ali Chamenei. Nach dessen Tod wurde er vom Expertenrat zum neuen obersten Anführer des Iran gewählt und ist damit die höchste politische und religiöse Autorität des Landes.

Was sind die Revolutionsgarden?

Die Revolutionsgarden sind eine Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte. Sie spielen eine zentrale Rolle in der militärischen Sicherheit des Landes und besitzen zugleich erheblichen politischen und wirtschaftlichen Einfluss.

OZD-Extras

Der oberste Anführer des Iran hat in allen zentralen politischen, militärischen und religiösen Fragen das letzte Wort – sogar über Regierung und Parlament.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.