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Hohes Verkehrsaufkommen rund um Ostern trotz hoher Spritpreise

Stärkere Reisezeit zu Ostern steht bevor - Fahrleistung bleibt trotz gestiegener Kraftstoffpreise hoch

Trotz steigender Kraftstoffpreise bleibt das Auto für viele Menschen in Deutschland das wichtigste Verkehrsmittel. Aktuelle Verkehrsdaten zeigen, dass Autofahrer ihr Verhalten bislang kaum an die höheren Kosten angepasst haben. Eine Analyse des Navigationsdienstleisters TomTom ergab kürzlich, dass die Fahrleistung auf deutschen Straßen in den vergangenen Wochen nicht zurückgegangen ist, sondern teilweise sogar etwas mehr gefahren wurde. 

In Anbetracht der bevorstehenden Osterferien und damit verbundenen Reisetätigkeiten sind aus Sicht des Automobilclub von Deutschland (AvD) dringend Maßnahmen erforderlich, um dem hohen Verkehrsaufkommen entgegenzuwirken. Die Osterreisezeit ist stets eine der verkehrsreichsten Phasen des Jahres. Die Feiertage werden oft für den Besuch von Familien und Freunden oder gar für eine Ferienreise genutzt. 

Bereits ab Mitte März startet eine erste Reisewelle, während Ende des Monats mit dem Ferienbeginn in mehreren Bundesländern gleichzeitig besonders hohes Verkehrsaufkommen erwartet wird. Vor allem an den ersten Ferientagen ist mit deutlich mehr Verkehr auf deutschen Autobahnen und Fernstraßen zu rechnen. 

Gemäß Autobahn GmbH des Bundes sind erfahrungsgemäß die großen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen A3, A5, A7, A8, A9 und A24 sowie wichtige Zubringer zu den Alpen und zur Küste besonders betroffen.

AvD ServicefahrzeugAutoreisen gut planen

Für Autofahrer bedeutet diese Kombination aus hoher Grundverkehrsmenge und saisonalen Reisewellen vor allem, dass sie eine gute Vorbereitung benötigen. Besonders stauträchtige Zeiten sind zu meiden und möglichst außerhalb der klassischen Reisestart-Tage zu fahren. Der AvD empfiehlt eine flexible Abfahrtszeit, etwa frühmorgens vor sieben Uhr oder spätabends. Dies kann helfen, stark belastete Strecken zu umgehen. Auch regelmäßige Pausen und aktuelle Verkehrsinformationen, etwa über Navigations- oder Verkehrsapps, können helfen, Staus frühzeitig zu umfahren. Darüber hinaus kann eine vorausschauende Reiseplanung auch finanziell Vorteile bringen. Durch gleichmäßiges Fahren, eine angepasste Geschwindigkeit und gut geplante Tankstopps, möglichst abseits der Autobahnen, lassen sich Kraftstoffkosten senken. Dies sollte angesichts der hohen Energiepreise unbedingt bedacht werden. 

Maßnahmen gefordert

Angesichts der erwarteten Verkehrsspitzen fordert der AvD zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung der Autofahrer. Dazu gehören unter anderem eine bessere Koordination von Autobahnbaustellen während der Ferienzeiten. Baustellen sollten nach Möglichkeit außerhalb der Hauptreisephasen eingerichtet oder zeitweise reduziert werden, um Engpässe zu vermeiden. Für Autofahrer könnte das kürzere Stauzeiten und besser planbare Fahrten bedeuten. Zudem kann der stärkere Einsatz digitaler Verkehrssteuerung, etwa durch intelligente Tempolimits oder dynamische Spurfreigaben, Verkehrsströme gleichmäßiger verteilen und abrupten Stauaufbau reduzieren. Für Fahrer würde dies zwar teilweise wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen bedeuten, gleichzeitig aber einen flüssigeren Verkehrsablauf. Langfristig besteht dringend Handlungsbedarf bei der Infrastruktur. Mehr Investitionen in Autobahnen, Rastanlagen und Parkmöglichkeiten würden dazu beitragen, dass der steigende Mobilitätsbedarf bewältigt werden kann. Gerade zu Ferienzeiten stoßen Rastplätze häufig an ihre Kapazitätsgrenzen. Nicht nur müde Autofahrer, sondern auch Lkw-Fahrer müssen ihre Pausen einhalten und haben oftmals kaum Möglichkeiten, angesichts überfüllter Parkplätze. Eine bessere Infrastruktur würde die Sicherheit erhöhen und dafür sorgen, dass alle Verkehrsteilnehmer ihre Erholung entspannter angehen können.

AvD – Der Automobilclub. Seit über 125 Jahren.

Mit über 125 Jahren Geschichte ist der Automobilclub von Deutschland (AvD) einer der traditionsreichsten und zugleich vielseitigsten Mobilitätsdienstleister des Landes. Seit seiner Gründung im Jahr 1899 setzt sich der AvD für die Interessen einer mobilen Gesellschaft ein und hat die Entwicklung des Automobils von Beginn an aktiv mitgestaltet. Bereits 1904 gehörte der AvD zu den Gründern der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt und war Mitinitiator der AIACR (Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus), aus der später der Weltautomobilverband FIA hervorging. Meilensteine wie die Einführung der ersten Kfz-Versicherung ab 1918 oder die ab 1924 ausgestellte „Bestallungsurkunde für Kraftfahrer“ als Vorläufer des heutigen Führerscheins unterstreichen die Pionierrolle des Clubs. Auch im Motorsport steht der AvD seit jeher für Kompetenz und Engagement: So organisierte der Club bereits 1926 den ersten Großen Preis von Deutschland auf der legendären AVUS-Rennstrecke in Berlin. Heute verbindet der AvD seine motorsportliche Tradition mit modernen Formaten wie der seit 2022 ausgetragenen AvD Drift-Championship, die vor allem bei jüngeren Motorsportfans wachsende Aufmerksamkeit genießt. Als seit jeher kompetentem Ratgeber für Autofahrer führt der AvD seit 2025 wieder eigene, neutrale Reifentests durch und bietet damit praxisnahe Orientierung für fundierte Kaufentscheidungen. Mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern und Kunden bietet der Club ein umfassendes Leistungsspektrum: von der weltweiten Pannenhilfe mit eigener 24/7-Notrufzentrale über internationalen Fahrzeug- und Reiseschutz bis hin zu maßgeschneiderten Versicherungsangeboten. Damit steht der AvD für sichere, zeitgemäße und ganzheitliche Mobilität.


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