Ministerin Neubaur: Dieses Projekt belegt, dass der Strukturwandel im Rheinischen Revier erfolgreich ist – in Aldenhoven entsteht ein Innovationshotspot mit Strahlkraft für die Mobilität von morgen mit vielen attraktiven Arbeitsplätzen
Minister Krischer: Neue Anwendungen mit Drohnen helfen, lebenswichtige Güter schneller an einen Ort zu bringen
Medikamente schnell dahin bringen, wo sie gebraucht werden, medizinisches Personal zu Patientinnen und Patienten, oder Blutproben zum Labor: Mit senkrecht startenden Drohnen und Lufttaxis eröffnet sich eine völlig neue Dimension des Luftverkehrs – schnell, flexibel und klimafreundlich. Mit dem „Center for Vertical Mobility“ entsteht in Aldenhoven in den kommenden Jahren ein echter Innovationshotspot für Luftfahrttechnologien der nächsten Generation. Zum Spatenstich für das ehrgeizige Strukturwandelprojekt kamen Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur und Verkehrsminister Oliver Krischer ins Rheinische Revier.
Ministerin Neubaur: „Mit Projekten wie diesem ermöglichen wir eine gute Zukunft für das Rheinische Revier. Mit dem Center for Vertical Mobility wird der Wandel der Region exemplarisch greifbar: vom traditionsreichen Energie- und Industriestandort hin zu neuer wirtschaftlicher Stärke aus Innovation und Nachhaltigkeit. Hier wird an der Mobilität von morgen geforscht, die das Leben vieler Menschen besser machen wird. Eine wichtige Zukunftsinvestition, die auch die wirtschaftliche Entwicklung im Rheinischen Revier stärkt: An diesem Innovationshotspot entstehen hochwertige Arbeitsplätze in Forschung, Ingenieurwesen, Testbetrieb und Datenanalyse. Hier eröffnen sich für kleine und mittlere Unternehme und Start-ups wichtige Chancen für Kooperation und Wachstum. So geht Strukturwandel!“
Minister Krischer: „Forschung wird dann relevant, wenn sie den Alltag der Menschen verbessert. Neue Anwendungen mit Drohnen können dabei helfen, lebenswichtige Güter im Notfall schneller an einen Ort zu bringen. Das Center for Vertical Mobility stärkt damit nicht nur den Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen, sondern arbeitet an konkreten Lösungen mit praktischem Nutzen.“
Das wird gefördert:
Das Center for Vertical Mobility (CVM) ist eines der Ankerprojekte im Rheinischen Revier, die die Landesregierung in einem Auswahlprozess gemeinsam mit den beteiligten Kommunen identifiziert hat. Die 19 Ankerprojekte, die insgesamt 31 Vorhaben umfassen, sollen die Transformation des Rheinischen Reviers maßgeblich vorantreiben und sind aus Sicht des Landes zentral für eine erfolgreiche, zügige und sichtbare Umsetzung des Strukturwandels.
Konkret soll das das CVM in Aldenhoven die Bereiche Luftfahrt, Mobilität, Energie und Digitalisierung miteinander verbinden. Land und Bund fördern den Aufbau der Wissenschaftsinfrastruktur durch die RWTH Aachen Universität mit 31,3 Millionen Euro. Auf einem rund vier Hektar großen Gelände soll ein Operationscenter, ein Hangar, eine Prüfhalle und ein sogenannter VertiPort entstehen. Dadurch können Drohnen und Lufttaxis von praktisch jedem Ort senkrecht starten und landen. Spezielle Rollfelder und Landebahnen sind nicht notwendig.
Erste Test- und Forschungsaktivitäten sollen durch eine modulare Pop‑Up‑Infrastruktur bereits Ende 2026 starten können, bevor alle Gebäude fertig sind. Geplant sind außerdem Prüfstände für 5G‑Konnektivität, Lärm- und Leistungsanalysen sowie Systeme zur Erprobung sicherheitskritischer Anwendungen. Finanziert wird die Maßnahme aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes nach der Landesrichtlinie mit einem Co-Funding von 10 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen.
Hintergrund
Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 593 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,8 Milliarden Euro bewilligt.
Land NRW
Foto: LSB NRW / Andrea Bowinkelmann