Die Entscheidung fiel unmittelbar nach dem turbulenten 3:3 im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach.
Die Vereinsführung sieht den Zeitpunkt als letzten Versuch, die Saison zu retten. „Wir haben uns sehr intensiv mit unserer Situation beschäftigt und wollen für die letzte Phase einen Impuls setzen“, erklärte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler. Trotz engagierter Auftritte habe sich zuletzt ein klarer Abwärtstrend gezeigt – vor allem in den Ergebnissen.
Und genau die wurden zum Problem: Köln wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg, insgesamt gelangen in den letzten 18 Partien nur zwei Erfolge. Aus einem soliden Saisonstart wurde schleichend ein Absturz in den Tabellenkeller.
Mit Kwasniok muss auch Co-Trainer Frank Kaspari gehen. Die Verantwortung übernimmt zunächst René Wagner, bisher Assistent, der bereits am Montag sein erstes Training leiten wird. „Ich werde alles daransetzen, um in der Bundesliga zu bleiben“, sagte der 37-Jährige.
Die Hoffnung des Vereins: ein neuer Impuls, neue Energie – und vor allem endlich wieder Punkte. Kessler setzt auf Wagners Nähe zur Mannschaft und dessen Einfluss auf die Kabine.
Doch die Ausgangslage ist brisant. Der 1. FC Köln steht vor einem möglichen achten Abstieg der Vereinsgeschichte. Die kommenden Wochen entscheiden über die Zukunft des Traditionsklubs.
OZD
OZD-Kommentar – Späte Reaktion, hohes Risiko
Der Trainerwechsel kommt spät – vielleicht zu spät. Köln hat den Abwärtstrend lange mitgetragen, jetzt wird kurz vor Schluss die Notbremse gezogen. Das kann funktionieren, wenn der neue Impuls sofort greift. Oder es verstärkt die Unsicherheit. Wagner kennt die Mannschaft, das ist ein Vorteil. Aber Erfahrung im Abstiegskampf auf diesem Niveau fehlt ihm. Der FC setzt alles auf eine Karte – und spielt mit dem Risiko, dass dieser letzte Versuch nicht reicht.
Historischer Hintergrund
Der 1. FC Köln gehört zu den traditionsreichsten Vereinen im deutschen Fußball, musste jedoch in der Vergangenheit mehrfach Abstiege verkraften. Trainerwechsel im Abstiegskampf sind ein häufig genutztes Mittel, um kurzfristig neue Impulse zu setzen.
Zukunftsprognose
Die kommenden Spiele werden über den Klassenerhalt entscheiden. Sollte Wagner schnell Ergebnisse liefern, könnte der Trainerwechsel Wirkung zeigen. Andernfalls droht Köln erneut der Gang in die 2. Bundesliga.

Gewinnspiel
Frage: Wie viele Spiele blieb der 1. FC Köln zuletzt ohne Sieg?
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Mini-Infobox
Verein: 1. FC Köln
Trainer raus: Lukas Kwasniok
Interim: René Wagner
Serie: 7 Spiele ohne Sieg
Ziel: Klassenerhalt
OZD-Analyse
Köln reagiert auf sportlichen Absturz.
– Ergebnisse bleiben deutlich hinter Erwartungen.
– Negativserie zwingt zum Handeln.
Trainerwechsel als letzter Impuls.
– a) Wagner kennt Team und Strukturen.
– b) Hoffnung auf schnellen Effekt.
– c) Risiko durch fehlende Erfahrung.
Abstiegskampf spitzt sich zu.
– a) Punkteschnitt ist zu schwach.
– b) Konkurrenz im Tabellenkeller eng.
– c) Druck auf Mannschaft enorm.
Wer ist Lukas Kwasniok?
Lukas Kwasniok ist ein deutscher Fußballtrainer. Er kam vom SC Paderborn zum 1. FC Köln und sollte den Klub stabilisieren, konnte den Negativtrend zuletzt jedoch nicht stoppen.
Wer ist René Wagner?
René Wagner ist Fußballtrainer und war zuletzt Co-Trainer beim 1. FC Köln. Nun übernimmt er interimsweise die Verantwortung im Abstiegskampf.
OZD-Extras
Köln greift zum klassischen Mittel im Abstiegskampf: Trainerwechsel in der heißen Phase – oft ein letzter Versuch, die Saison zu retten.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.