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Tausende feiern Argentinien trotz Finalpleite – Messi fehlt beim emotionalen Empfang

Trotz der Finalniederlage gegen Spanien feiern Tausende Fans Argentiniens Nationalteam in Buenos Aires. Lionel Messi fehlt – und sendet bewegende Worte.

Überblick 

Vize-Weltmeister: Argentinien

Finale: 0:1 n. V. gegen Spanien

Empfang: Buenos Aires

Lionel Messi fehlte bei der Rückkehr



Argentinien ist nach der knappen Finalniederlage gegen Spanien mit einem emotionalen Empfang in die Heimat zurückgekehrt. Obwohl der ersehnte WM-Pokal nach dem 0:1 nach Verlängerung nicht an Bord war und Kapitän Lionel Messi fehlte, bereiteten Tausende Fans der Nationalmannschaft in Buenos Aires einen begeisterten Empfang. Trotz Regen und winterlicher Temperaturen verwandelten Gesänge, Fahnen und Feuerwerk die Straßen der argentinischen Hauptstadt in ein Meer aus Blau und Weiß.

Der argentinische Fußballverband (AFA) hatte bereits vor der Rückreise mitgeteilt, dass mehrere Spieler nicht im Mannschaftsflugzeug sitzen würden. Dazu gehörte auch Lionel Messi. Trainer Lionel Scaloni und die übrigen Nationalspieler wurden nach der Landung auf einem roten Teppich von einer Militärkapelle begrüßt. Anschließend fuhr der Mannschaftsbus unter dem Jubel der Fans in Richtung Stadtzentrum. Die traditionelle Abschlussfeier fand rund um den berühmten Obelisken von Buenos Aires statt.

Der Empfang fiel zwar kleiner aus als nach dem WM-Triumph vier Jahre zuvor, als Millionen Menschen ihre Weltmeister feierten. An der Begeisterung der Anhänger änderte dies jedoch wenig. "Wir feiern trotzdem", sagte die 36-jährige Marga Ledezma der Nachrichtenagentur AFP. Sie dankte Messi für "all die Jahre, in denen er uns glücklich gemacht hat" und appellierte an den mittlerweile 39-Jährigen, seine Karriere in der Nationalmannschaft noch nicht zu beenden.

Für viele Fans hatte das Turnier ohnehin bereits mit dem Halbfinalsieg gegen England seinen emotionalen Höhepunkt erreicht. Das 2:1 erhielt wegen des jahrzehntelangen Konflikts zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falklandinseln eine besondere politische Bedeutung. Mehrere Anhänger trugen Fahnen mit der Aufschrift "Die Falklandinseln sind argentinisch". Die FIFA untersucht derzeit einen Vorfall nach dem Halbfinale, bei dem mehrere argentinische Spieler ein entsprechendes Banner präsentiert hatten. In Großbritannien hatte dies scharfe Kritik ausgelöst.

Lionel Messi meldete sich derweil über Instagram bei den Fans. Der Superstar veröffentlichte ein Foto, das ihn mit Tränen in den Augen und der Silbermedaille zeigt. Der Schmerz sei "riesig" und es werde "Zeit brauchen, bis diese Wunde verheilt". Gleichzeitig betonte er, er wolle auch "all das Gute in Erinnerung" behalten – insbesondere die spektakulären Spiele, den unermüdlichen Einsatz der Mannschaft und die Unterstützung der Menschen in Argentinien. Diese hätten das Team gemeinsam wieder zu einer der besten Nationalmannschaften der Welt gemacht.

Ob Messi seine Laufbahn in der Nationalmannschaft fortsetzt, ließ der Weltmeister von 2022 offen. Seine emotionalen Worte zeigen jedoch, wie tief ihn die verpasste Titelverteidigung bewegt.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Stolz trotz Niederlage

Argentinien hat das WM-Finale verloren, aber nicht die Unterstützung seiner Fans. Der Empfang in Buenos Aires beweist, dass sportlicher Erfolg nicht ausschließlich an Titeln gemessen wird. Die Mannschaft hat Leidenschaft, Zusammenhalt und Kampfgeist gezeigt und sich den Respekt des Landes verdient. Gleichzeitig bleibt die Zukunft von Lionel Messi eines der spannendsten Themen im Weltfußball. Sollte er tatsächlich seine Nationalmannschaftskarriere beenden, würde eine der größten Epochen des internationalen Fußballs zu Ende gehen. Die kommende Generation muss nun beweisen, dass sie ohne ihren Ausnahmespieler bestehen kann.


Historischer Hintergrund

Argentinien gehört zu den erfolgreichsten Fußballnationen der Welt und gewann die Weltmeisterschaften 1978, 1986 und 2022. Mit Diego Maradona und Lionel Messi stellte das Land zwei der berühmtesten Fußballspieler der Geschichte. Der Konflikt um die Falklandinseln (Islas Malvinas) zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich prägt bis heute politische und gesellschaftliche Debatten und spielt auch im Sport immer wieder eine symbolische Rolle.


Zukunftsprognose

Die argentinische Nationalmannschaft steht vor einem möglichen personellen Umbruch. Sollte Lionel Messi seine internationale Karriere beenden, müssten jüngere Spieler künftig mehr Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig bleibt Argentinien dank seiner talentierten Nachwuchsspieler ein Kandidat für kommende Weltmeisterschaften und die Copa América. Die FIFA dürfte ihre Ermittlungen rund um die politischen Banner sorgfältig prüfen, da politische Botschaften auf internationalen Fußballbühnen regelmäßig für Kontroversen sorgen.


Gewinnspiel

Frage: Gegen wen verlor Argentinien das WM-Finale?

A) Frankreich

B) Brasilien

C) Spanien

D) Deutschland

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Erklärungen

Wer ist Lionel Messi?

Lionel Messi zählt zu den erfolgreichsten Fußballspielern der Geschichte. Mit Argentinien gewann er die Weltmeisterschaft 2022 und führte die Nationalmannschaft auch bei der WM 2026 bis ins Finale.

Was ist der Obelisk von Buenos Aires?

Der Obelisk von Buenos Aires ist das bekannteste Wahrzeichen der argentinischen Hauptstadt. Traditionell versammeln sich dort Fans nach großen sportlichen Erfolgen oder bedeutenden nationalen Ereignissen.


OZD-Analyse

Emotionale Verbundenheit
– Die Unterstützung der Fans zeigt, dass sportliche Identifikation über Titel hinausgeht.

Messis Zukunft
– a) Ein Karriereende im Nationalteam ist möglich.
– b) Junge Spieler müssen Verantwortung übernehmen.
– c) Der Verband steht vor einer neuen sportlichen Phase.

Folgen
– Argentinien bleibt eine der führenden Fußballnationen, muss sich aber auf die Zeit nach Messi vorbereiten. Parallel könnten die politischen Diskussionen rund um die Falklandinseln die FIFA weiter beschäftigen.

OZD-Extras

Der Obelisk im Zentrum von Buenos Aires ist seit Jahrzehnten der wichtigste Treffpunkt für Fußballfans. Sowohl nach WM-Titeln als auch nach bitteren Niederlagen versammeln sich dort regelmäßig Zehntausende Menschen, um ihre Nationalmannschaft zu unterstützen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.