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Historischer Silberlauf: Emil Agyekum beendet Deutschlands 40-jährige Hürden-Durststrecke

Emil Agyekum gewinnt EM-Silber über 400 Meter Hürden und beendet eine 40-jährige deutsche Medaillenflaute. Nur Weltrekordler Karsten Warholm war schneller.

Fakten im Überblick

Emil Agyekum gewinnt EM-Silber über 400 Meter Hürden.

Es ist die erste deutsche EM-Medaille über diese Distanz seit 40 Jahren.

Karsten Warholm sichert sich Gold in 46,63 Sekunden.

Owe Fischer-Breiholz wird Fünfter und verpasst Bronze knapp.

Agyekum ist seit Juli deutscher Rekordhalter.


Vier Jahrzehnte mussten deutsche Leichtathletik-Fans auf diesen Moment warten. Emil Agyekum hat bei den Europameisterschaften in Birmingham die Silbermedaille über 400 Meter Hürden gewonnen und damit ein neues Kapitel deutscher Leichtathletik-Geschichte geschrieben. In 47,87 Sekunden musste sich der deutsche Rekordhalter nur dem überragenden Norweger Karsten Warholm geschlagen geben.

Fast auf den Tag genau 40 Jahre nach dem letzten Europameistertitel von Harald Schmid über die Hürdenrunde kehrt Deutschland damit auf das EM-Podest zurück. Warholm setzte sich in 46,63 Sekunden souverän durch und feierte seinen vierten Europameistertitel in Serie. Für Agyekum bedeutete Silber dennoch den bislang größten Erfolg seiner Karriere.

Nach dem Rennen zeigte sich der 26-Jährige überwältigt. "Ich bin sehr entspannt ins Rennen gegangen und habe einfach das gemacht, was ich am besten kann", sagte Agyekum in der ARD. Trotz des zweiten Platzes blieb der Ehrgeiz spürbar: "Natürlich hätte ich mir noch ein bisschen mehr gewünscht. Aber ich bin einfach sehr happy, das ist etwas Besonderes. Das ist die Belohnung für harte Arbeit. Und es ist erst der Anfang."

Während Agyekum seine erste internationale Medaille mit der deutschen Flagge feierte, zeigte sich auch Warholm emotional. "Das bedeutet mir sehr viel", erklärte der norwegische Weltrekordhalter nach seinem erneuten Triumph.

Ebenfalls im Finale stand U23-Europameister Owe Fischer-Breiholz. Der 22-Jährige belegte mit 48,56 Sekunden den fünften Platz und verpasste Bronze lediglich um zwei Zehntelsekunden. Entsprechend groß war die Enttäuschung. "Ich glaube, ich hab noch nie so eine Enttäuschung verspürt. Ich war so bereit, alles zu geben. Ich hab's einfach überhaupt nicht geschafft. Ich weiß nicht warum", sagte der Deutsche unmittelbar nach dem Rennen.

Bereits nach dem Halbfinale hatte Agyekum den Anspruch des deutschen Duos deutlich formuliert: "Wir sind nicht hier, um Warholm hinterherzulaufen. Wir wollen zeigen, was wir drauf haben und dafür sind wir da." Im Finale erwies sich der Olympiasieger und Weltrekordler jedoch erneut als Ausnahmeathlet. Von Beginn an bestimmte Warholm das Rennen und ließ der Konkurrenz keine Chance auf Gold.

Für Agyekum ist der Silberlauf die Krönung eines außergewöhnlichen Jahres. Erst im Juli hatte er beim Meeting in London mit 47,45 Sekunden den jahrzehntealten deutschen Rekord von Harald Schmid um drei Hundertstelsekunden verbessert. Damit beendete er eine der längsten Rekordserien der deutschen Leichtathletik.

Auch sein sportlicher Werdegang unterstreicht die besondere Entwicklung. Der frühere Olympiasieger Volker Beck hatte über seinen ehemaligen Schützling einmal gesagt: "Emil ist kein Trainingsweltmeister. Er ist ein Wettkampftyp und ein Gefühlsmensch." Heute zählt Agyekum zu den besten Hürdenläufern Europas – und sein eigener Satz nach dem Finale lässt auf weitere Erfolge hoffen: "Es ist erst der Anfang."

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Deutschlands Leichtathletik sendet ein starkes Signal

Der Erfolg von Emil Agyekum ist weit mehr als eine Silbermedaille. Nach Jahren ohne internationale Spitzenresultate über die 400 Meter Hürden beweist Deutschland wieder Anschluss an die Weltklasse. Besonders bemerkenswert ist, dass mit Owe Fischer-Breiholz bereits die nächste Generation nachrückt. Die Kombination aus Erfahrung und Nachwuchs könnte die deutsche Leichtathletik in dieser Disziplin über Jahre prägen. Warholm bleibt zwar das Maß aller Dinge, doch der Abstand zur internationalen Spitze ist deutlich kleiner geworden.

Historischer Hintergrund

Harald Schmid dominierte die 400 Meter Hürden in Europa zwischen den späten 1970er- und Mitte der 1980er-Jahre. Mit drei Europameistertiteln prägte er eine ganze Generation deutscher Leichtathleten. Danach blieb Deutschland über vier Jahrzehnte ohne EM-Medaille auf dieser Strecke. Erst Emil Agyekum gelang nun in Birmingham der historische Schritt zurück aufs Siegerpodest.

Zukunftsprognose

Mit seinem deutschen Rekord und der Silbermedaille zählt Emil Agyekum künftig zu den aussichtsreichsten Kandidaten für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele. Gemeinsam mit Owe Fischer-Breiholz verfügt Deutschland über zwei Athleten, die das Potenzial besitzen, sich dauerhaft in der europäischen Spitze zu etablieren. Gleichzeitig dürfte Karsten Warholm trotz seines Alters weiterhin der Maßstab der Disziplin bleiben.


Gewinnspiel

Frage: Welchen Platz belegte Emil Agyekum bei den Europameisterschaften über 400 Meter Hürden?

A) Gold
B) Silber
C) Bronze
D) Vierter Platz

Mitmachen:
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OZD-Analyse

1. Historischer Erfolg
– Erste deutsche EM-Medaille über 400 Meter Hürden seit 40 Jahren.

2. Deutsche Perspektive
– a) Emil Agyekum als neuer Rekordhalter.
– b) Owe Fischer-Breiholz gehört bereits zur europäischen Spitze.
– c) Die Trainingsgruppe entwickelt sich zu einem Erfolgsmodell.

3. Folgen
– Der Erfolg könnte der deutschen Leichtathletik neue Aufmerksamkeit verschaffen und junge Talente für die Hürdendisziplin begeistern.


Erklärungen

Wer ist Emil Agyekum?

Emil Agyekum ist ein deutscher Leichtathlet und Spezialist über 400 Meter Hürden. Im Juli stellte er mit 47,45 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf. Mit EM-Silber in Birmingham feierte er den bislang größten Erfolg seiner Karriere.

Wer ist Karsten Warholm?

Karsten Warholm aus Norwegen zählt zu den erfolgreichsten Hürdensprintern der Geschichte. Der Olympiasieger hält den Weltrekord über 400 Meter Hürden und dominiert die Disziplin seit mehreren Jahren auf internationaler Ebene.

OZD-Extras

Leichtathletik-Erfolge haben in der Regel keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Börsen. Für Sportartikelhersteller und Sponsoren können internationale Medaillen jedoch den Bekanntheitsgrad von Athleten erhöhen und langfristig Marketing- sowie Werbewerte steigern. Gleichzeitig stärken Erfolge wie jener von Emil Agyekum das öffentliche Interesse an der Leichtathletik und können den Nachwuchs fördern.


Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.