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Starkes Finale in Birmingham: DLV-Quartett sprintet zu EM-Silber

Auch ohne 200-Meter-Europameister Owen Ansah gewinnt Deutschlands Sprintstaffel EM-Silber. Die Frauen scheiden nach einem missglückten Wechsel unglücklich aus.

Fakten im Überblick

Deutschlands Männer gewinnen Silber über 4x100 Meter.

Großbritannien holt Gold vor dem DLV-Quartett.

Owen Ansah wird wegen der laufenden Dopingtestaffäre nicht eingesetzt.

Die Frauen scheiden bereits im Vorlauf aus.

Belgien sichert sich Bronze.


Die deutschen Sprinter haben bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch ohne ihren aktuell schnellsten Läufer zur europäischen Spitze gehören. Das Quartett mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah gewann in starken 38,64 Sekunden die Silbermedaille über 4x100 Meter.

Geschlagen geben musste sich die deutsche Staffel lediglich Gastgeber Großbritannien, der in 38,45 Sekunden den Europameistertitel gewann. Bronze sicherte sich Belgien mit 38,70 Sekunden.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Verzicht auf Owen Ansah. Der frisch gekürte Europameister über 200 Meter wurde aufgrund der laufenden Dopingtestaffäre nicht eingesetzt. Der Deutsche Leichtathletik-Verband wollte vermeiden, dass mögliche spätere Sanktionen gegen Ansah auch das Staffelergebnis betreffen könnten.

Der Hamburger hielt dennoch sein Versprechen und unterstützte seine Mannschaft als Zuschauer. Als "Edelzuschauer" feuerte er seine Teamkollegen lautstark von der Tribüne aus an.

Die deutsche Staffel überzeugte mit sauberen Wechseln und einem starken Rennverlauf. Nach Bronze bei der Europameisterschaft 2024 gelang damit der nächste große Erfolg im Staffelwettbewerb.

Während die Männer jubelten, erlebten die deutschen Frauen einen bitteren Rückschlag. Bereits im Vorlauf platzte der Traum von einer Medaille nach einem missglückten letzten Wechsel.

Beim Versuch, das Staffelholz an Schlussläuferin Gina Lückenkemper zu übergeben, zog sich Sophia Junk eine Verletzung im Oberschenkel zu. Dadurch geriet der Wechsel außer Kontrolle und das deutsche Quartett schied vorzeitig aus.

"In dem Moment, in dem ich Gina das Staffelholz geben wollte, hat es mir hinten links in den Oberschenkel hineingezogen", erklärte Junk im ZDF. "Da habe ich automatisch einen Sprung nach rechts gemacht. Dadurch konnte ich das Holz nicht mehr druckvoll übergeben, und da war es dann zu spät."

Für die Frauen war das besonders bitter. Bereits bei der Europameisterschaft 2024 hatten sie als Vierte eine Medaille knapp verpasst. 2022 hatte Deutschland noch den Europameistertitel gewonnen.

Die Männer hingegen bestätigten mit Silber eindrucksvoll ihre positive Entwicklung und sorgten für eine weitere Medaille der deutschen Mannschaft in Birmingham.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – Ein starkes Zeichen des Teams

Die Silbermedaille zeigt eindrucksvoll, dass eine erfolgreiche Staffel mehr ist als die Summe ihrer schnellsten Einzelstarter. Trotz des Verzichts auf Owen Ansah funktionierten die Wechsel, die Abstimmung und der Teamgeist hervorragend. Gleichzeitig verdeutlicht die Situation, wie belastend ungeklärte Dopingverfahren für ganze Mannschaften sein können.

Historischer Hintergrund

Die deutsche Sprintstaffel der Männer gehört seit Jahrzehnten regelmäßig zur europäischen Spitze. Nach Gold bei der EM 2022 und Bronze 2024 folgt nun Silber in Birmingham. Im Staffelsprint entscheiden neben der Geschwindigkeit vor allem perfekte Wechsel über Sieg oder Niederlage.

Zukunftsprognose

Sollte die aktuelle Mannschaft zusammenbleiben, besitzt Deutschland gute Chancen, auch bei den kommenden Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen um Medaillen mitzulaufen. Entscheidend wird sein, wie sich die Situation um Owen Ansah entwickelt und welche Auswirkungen das auf die Staffelplanung haben wird.


Gewinnspiel

Frage: Welche Medaille gewann die deutsche Männerstaffel über 4x100 Meter?

A) Gold
B) Silber
C) Bronze
D) Keine Medaille

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Mini-Infobox

Deutschland gewinnt Silber.

Großbritannien holt Gold.Owen Ansah wird nicht eingesetzt.

Frauen scheiden im Vorlauf aus.

Staffel überzeugt mit starken Wechseln.


OZD-Analyse

1. Erfolgreicher Männer-Auftritt
– Die deutsche Staffel liefert trotz prominenter Ausfälle ein starkes Rennen ab.

2. Schwierige Rahmenbedingungen
– a) Verzicht auf Owen Ansah.
– b) Saubere Staffelwechsel.
– c) Geschlossene Teamleistung.

3. Folgen
– Silber stärkt das Selbstvertrauen der deutschen Sprinter. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung im Fall Ansah für die Zukunft der Staffel von großer Bedeutung.


Erklärungen

Warum lief Owen Ansah nicht mit?

Der Deutsche Leichtathletik-Verband verzichtete wegen der laufenden Dopingtestaffäre bewusst auf einen Einsatz. Hintergrund ist das Risiko, dass bei einer späteren Sperre auch Staffelresultate aberkannt werden könnten.

Warum sind Staffelwechsel so entscheidend?

Über 4x100 Meter entscheiden oft wenige Hundertstelsekunden über Sieg oder Niederlage. Ein perfekt abgestimmter Wechsel spart wertvolle Zeit, während Fehler oder verlorenes Tempo kaum aufzuholen sind.


OZD-Extras

Erfolgreiche Staffelrennen zählen regelmäßig zu den publikumswirksamsten Wettbewerben internationaler Leichtathletik-Meisterschaften. Medaillengewinne stärken die Attraktivität der Sportart und erhöhen das Interesse von Sponsoren sowie Fernsehsendern an nationalen Leichtathletik-Events.

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.