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Neues „Finale dahoam“? München greift erneut nach dem Champions-League-Endspiel

München will 2028 erneut Gastgeber des Champions-League-Finales werden. Für den FC Bayern könnte sich damit die Chance auf ein neues „Finale dahoam“ eröffnen.

Fakten im Überblick

München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028.

Der Stadtrat hat die Bewerbung offiziell beschlossen.

Die Allianz Arena ist bislang die einzige Kandidatin.


Die bayerische Landeshauptstadt möchte erneut zur Bühne des größten Vereinsfußballspiels Europas werden. Der Münchner Stadtrat beschloss am Mittwoch offiziell die Bewerbung der Allianz Arena für das Finale der UEFA Champions League 2028. Über den Austragungsort entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee Mitte September.

Derzeit gilt München als einziger Bewerber für das Endspiel am 27. Mai 2028. Sollte die UEFA den Zuschlag erteilen, wäre die Allianz Arena innerhalb weniger Jahre erneut Gastgeber des prestigeträchtigsten Klubspiels Europas.

Erst 2025 hatte München das Finale der Königsklasse ausgerichtet, in dem Paris Saint-Germain gegen Inter Mailand triumphierte. Insgesamt wäre es bereits das sechste Champions-League- beziehungsweise Europapokal-Endspiel in der bayerischen Landeshauptstadt.

Oberbürgermeister Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen) sieht darin eine große Chance für die Stadt. "München hat 2025 einmal mehr gezeigt, dass wir Sportgroßereignisse auf höchstem internationalen Niveau ausrichten können. Eine erneute Austragung wäre eine große Chance, München als weltoffene, sportbegeisterte und leistungsfähige Gastgeberstadt international zu präsentieren."

Für den FC Bayern könnte eine erfolgreiche Bewerbung sportlich eine besondere Bedeutung erhalten. Sollte sich der deutsche Rekordmeister in zwei Jahren erneut für das Endspiel qualifizieren, käme es zum zweiten "Finale dahoam" der Vereinsgeschichte.

Die Erinnerung an das erste Heimfinale im Jahr 2012 ist bis heute schmerzhaft. Damals verlor der FC Bayern das Endspiel in der Allianz Arena dramatisch im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea – ein Abend, der als "Drama dahoam" in die Vereinsgeschichte einging.

Bereits zuvor fanden drei Endspiele im Münchner Olympiastadion statt. 1979 gewann Nottingham Forest, 1993 setzte sich Olympique Marseille durch und 1997 feierte Borussia Dortmund seinen bislang einzigen Champions-League-Triumph.

Parallel verfolgt München weitere große sportpolitische Ziele. Die Stadt bewirbt sich außerdem als deutscher Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Über die nationale Bewerbung entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund Ende September.

Während das Finale 2028 möglicherweise erneut in München stattfinden könnte, steht der Austragungsort für die kommende Saison bereits fest: Das Champions-League-Endspiel 2027 wird im Estadio Metropolitano in Madrid ausgetragen. Für 2029 haben bislang London mit dem Wembley-Stadion und Barcelona mit dem modernisierten Camp Nou Interesse angemeldet.

OZD/AFP


OZD-Kommentar – München bleibt Europas Sportmetropole

Die erneute Bewerbung ist folgerichtig. München verfügt über eine der modernsten Arenen Europas, umfangreiche Erfahrung mit Großveranstaltungen und eine hervorragende Infrastruktur. Die Stadt positioniert sich konsequent als internationale Sportmetropole – nicht nur mit Blick auf die Champions League, sondern auch auf mögliche Olympische Spiele.

Für den FC Bayern hätte ein erneutes Heimfinale allerdings auch eine emotionale Dimension. Nach dem bitteren Finale von 2012 wäre eine zweite Chance auf den Titel vor eigenem Publikum eine der größten Geschichten, die der europäische Fußball schreiben könnte.

Historischer Hintergrund

München zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Austragungsorten des europäischen Spitzenfußballs. Bereits im Olympiastadion wurden mehrere Europapokal-Endspiele ausgetragen. Seit der Eröffnung der Allianz Arena 2005 gehört auch sie regelmäßig zu den wichtigsten Spielstätten der UEFA. Das Finale 2012 zwischen Bayern München und Chelsea gilt bis heute als eines der dramatischsten Champions-League-Endspiele überhaupt.

Zukunftsprognose

Sollte die UEFA München den Zuschlag erteilen, würde die Stadt ihre Rolle als Austragungsort internationaler Sportgroßereignisse weiter festigen. Gleichzeitig könnten die Erfahrungen aus dem Champions-League-Finale auch die deutsche Bewerbung um Olympische Spiele stärken.

OZD-Analyse

Sportpolitik

– München baut seine Position als internationaler Austragungsort weiter aus.

Chancen

– a) Internationale Aufmerksamkeit.
– b) Wirtschaftliche Impulse für Tourismus und Hotellerie.
– c) Stärkung der Olympia-Bewerbung.

Folgen

– Ein Zuschlag würde Deutschlands Rolle als Gastgeber großer Sportereignisse weiter stärken.

Erklärungen

Was ist das „Finale dahoam“?

Als „Finale dahoam“ wird ein Champions-League-Endspiel bezeichnet, das im Heimstadion eines teilnehmenden Vereins stattfindet. Für den FC Bayern wurde dieser Begriff 2012 geprägt, als das Finale in der Allianz Arena ausgetragen wurde.

Was ist die Allianz Arena?

Die Allianz Arena in München gehört zu den modernsten Fußballstadien Europas. Sie ist Heimspielstätte des FC Bayern München und war bereits mehrfach Austragungsort großer UEFA- und FIFA-Turniere.

OZD-Extras

Interessanter Zusatzfakt:

Bis heute konnte kein Münchner Verein ein Champions-League-Finale im eigenen Stadion gewinnen. Genau deshalb besitzt der Begriff „Finale dahoam“ für Bayern-Fans einen besonderen emotionalen Stellenwert.

Auswirkungen auf die Börsen:

Direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte sind gering. Für Tourismus, Hotellerie, Gastronomie sowie Sponsoren und Eventdienstleister könnte ein Champions-League-Finale in München jedoch erhebliche wirtschaftliche Impulse bringen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.