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Klares Signal an Moskau: Nord- und Osteuropa stärken Kiew den Rücken

Mit Milliardenhilfen und politischer Rückendeckung senden nordische und baltische Staaten vor dem Unabhängigkeitstag der Ukraine ein starkes Signal an Russland.

Fakten im Überblick

Norwegen sagt der Ukraine Hilfen in Höhe von neun Milliarden Dollar für 2027 zu.

Präsident Selenskyj warnt vor einer Finanzierungslücke von 27 Milliarden Dollar.

Am Montag berät die "Koalition der Willigen" in Kiew über weitere Unterstützung.

Vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine haben die Staats- und Regierungschefs der nordischen und baltischen Staaten ihre Solidarität mit Kiew demonstriert. Mit ihrem gemeinsamen Besuch setzen sie ein deutliches politisches Signal in Richtung Moskau und unterstreichen ihre Unterstützung für die Ukraine im anhaltenden Krieg gegen Russland.

Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Störe kündigte während des Besuchs zusätzliche Hilfen in Höhe von neun Milliarden Dollar (7,7 Milliarden Euro) für das kommende Jahr an. Nach Angaben der norwegischen Regierung soll der überwiegende Teil der Mittel direkt der ukrainischen Armee zugutekommen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte zugleich auf die angespannte finanzielle Lage seines Landes aufmerksam. Nach seinen Angaben beläuft sich das Defizit der ukrainischen Streitkräfte derzeit auf 27 Milliarden Dollar. Er forderte die Europäische Union auf, Mittel aus einem geplanten Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro schneller bereitzustellen, um die Finanzierungslücke bereits in diesem Jahr zu schließen. Ohne zusätzliche rund zehn Milliarden Dollar bis zum Jahresende werde die ukrainische Armee "nicht über genügend Waffen verfügen", warnte Selenskyj.

Am Montag steht in Kiew zudem ein weiteres hochrangiges Treffen an. Anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstags kommen die Staats- und Regierungschefs der sogenannten "Koalition der Willigen" zusammen, um über weitere Militärhilfen, zusätzliche Sanktionen gegen Russland sowie langfristige Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu beraten.

Nach Angaben eines EU-Vertreters reisen rund zehn Teilnehmer persönlich nach Kiew, darunter EU-Ratspräsident António Costa. Weitere Regierungschefs werden per Videoschaltung teilnehmen. Organisiert wird das Treffen gemeinsam vom britischen Premierminister Andy Burnham, Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Europas Geschlossenheit wird jetzt zur entscheidenden Waffe

Der Besuch in Kiew ist weit mehr als diplomatische Symbolik. Während Russland seinen militärischen Druck aufrechterhält, demonstrieren Europas Partner, dass sie ihre Unterstützung nicht zurückfahren wollen. Entscheidend wird allerdings sein, ob den politischen Zusagen auch ausreichend schnelle finanzielle und militärische Lieferungen folgen. Für die Ukraine entscheidet sich in den kommenden Monaten nicht nur der Winter, sondern möglicherweise auch die strategische Ausgangslage für das Jahr 2027.

Historischer Hintergrund

Seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 unterstützen die nordischen und baltischen Staaten die Ukraine besonders intensiv. Länder wie Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark sowie Estland, Lettland und Litauen zählen zu den verlässlichsten europäischen Unterstützern Kiews. Parallel bauten NATO und Europäische Union ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Ukraine kontinuierlich aus.

Zukunftsprognose

Mit den neuen Hilfszusagen dürfte die militärische Unterstützung der Ukraine zunächst gesichert bleiben. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Europäische Union, Finanzmittel schneller bereitzustellen und weitere Sicherheitsgarantien auszuarbeiten. Die Beratungen der "Koalition der Willigen" könnten dabei richtungsweisend für die europäische Ukraine-Politik der kommenden Monate werden.

Erklärungen

Was ist die "Koalition der Willigen"?

Die "Koalition der Willigen" ist ein Zusammenschluss von überwiegend europäischen Staaten, die die Ukraine militärisch, wirtschaftlich und politisch unterstützen. Sie entstand, nachdem sich die USA zeitweise aus ihrer führenden Rolle bei der Unterstützung Kiews zurückgezogen hatten.

Wer ist Jonas Gahr Störe?

Jonas Gahr Störe ist Ministerpräsident Norwegens. Sein Land zählt zu den wichtigsten europäischen Unterstützern der Ukraine und stellt umfangreiche militärische sowie finanzielle Hilfen bereit.

Gewinnspiel

Welches Land sagte der Ukraine während des Besuchs neue Hilfen in Höhe von neun Milliarden Dollar zu?

A) Schweden

B) Norwegen

C) Finnland

D) Estland

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.