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Starkes Zeichen gegen Hass: DFB ehrt außergewöhnliche Fußball-Projekte

Der DFB zeichnet mit dem Julius-Hirsch-Preis erneut Initiativen aus, die sich mit Fußball für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.

Fakten im Überblick

Der Julius-Hirsch-Preis wurde zum 22. Mal verliehen.

Ausgezeichnet wurden Streetbolzer aus Kassel, der SV Borussia Leer und die Deutsch-Tschechische Fußballschule.

Insgesamt hatten sich 135 Projekte aus ganz Deutschland beworben.


Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Gewinner des Julius-Hirsch-Preises 2026 bekanntgegeben und damit erneut herausragendes gesellschaftliches Engagement im und durch den Fußball gewürdigt. Die Auszeichnung erhielten in diesem Jahr der Verein Streetbolzer aus Kassel, der SV Borussia Leer sowie die Deutsch-Tschechische Fußballschule aus dem bayerischen Rehau.

Mit dem Julius-Hirsch-Preis erinnert der DFB seit 2005 an den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch, der 1943 im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde. Die Auszeichnung würdigt Initiativen, die sich mit Hilfe des Fußballs gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung engagieren.

Insgesamt hatten sich 135 Projekte und Initiativen aus ganz Deutschland beworben. Zwölf von ihnen erreichten die Endauswahl. Die Jury unter Vorsitz von DFB-Präsident Bernd Neuendorf entschied schließlich über die Preisträger.

"Der Julius Hirsch Preis setzt wichtige Impulse - im Fußball ebenso wie in der Zivilgesellschaft. Er steht für Empathie, Haltung und tatkräftiges Engagement. Wir erleben politisch und gesellschaftlich herausfordernde Zeiten. Personen oder Personengruppen werden aus den unterschiedlichsten Gründen herabgewürdigt und ausgegrenzt. Umso wichtiger ist es, Hass und Hetze entschieden entgegenzutreten und sichtbar zu machen, welchen Wert Vielfalt und Teilhabe für unsere Gesellschaft haben", sagte Neuendorf.

Er ergänzte: "Auch in diesem Jahr haben wir zahlreiche beeindruckende Initiativen und viele Menschen erlebt, die sich in herausragender Weise engagieren und damit wichtige Zeichen setzen. Ihnen allen gilt unser Respekt, unsere Anerkennung und unser großer Dank."

Den ersten Preis erhielt Streetbolzer e.V. aus Kassel. Der Verein nutzt Straßenfußball, um insbesondere Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen zusammenzubringen und Werte wie Fairness, Toleranz und Eigenverantwortung zu vermitteln.

Der zweite Preis ging an den SV Borussia Leer. Der niedersächsische Amateurverein verbindet sportliche Arbeit mit einem klaren Bekenntnis zu Weltoffenheit, gesellschaftlicher Verantwortung und Toleranz.

Die Deutsch-Tschechische Fußballschule aus Rehau in Bayern wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bringt sie Kinder und Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern über den Fußball zusammen und fördert den grenzüberschreitenden Austausch.

Die feierliche Preisverleihung findet am 23. November in Essen statt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Fußball kann mehr als Tore schießen

Der Julius-Hirsch-Preis zeigt jedes Jahr, welche gesellschaftliche Kraft im Fußball steckt. Während Hass, Antisemitismus und Ausgrenzung vielerorts wieder zunehmen, setzen zahlreiche Vereine bewusst auf Integration, Begegnung und Respekt. Gerade der Amateurfußball erreicht Menschen aller Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten. Solche Projekte verdienen weit mehr Aufmerksamkeit als nur an einem Abend der Preisverleihung.

Historischer Hintergrund

Julius Hirsch gehörte zu den größten deutschen Fußballern der Vorkriegszeit. Der deutsch-jüdische Nationalspieler absolvierte sieben Länderspiele für Deutschland und erzielte 1912 gegen die Niederlande als erster Nationalspieler vier Treffer in einem Länderspiel. Mit dem Karlsruher FV gewann er 1910 die Deutsche Meisterschaft, 1914 folgte ein weiterer Titel mit der Spielvereinigung Fürth. 1943 wurde Hirsch während der nationalsozialistischen Judenverfolgung nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Der DFB erinnert seit 2005 mit dem nach ihm benannten Preis an sein Schicksal und seinen Einsatz für Menschlichkeit.

Zukunftsprognose

Gesellschaftliches Engagement im Fußball dürfte angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung weiter an Bedeutung gewinnen. Der Julius-Hirsch-Preis wird auch künftig ein wichtiges Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Erinnerungskultur im deutschen Sport setzen. Auswirkungen auf die Börsen ergeben sich durch die Preisverleihung nicht.

Erklärungen

Wer war Julius Hirsch?

Julius Hirsch war ein deutsch-jüdischer Nationalspieler und zweimaliger Deutscher Meister. Er gehörte zu den erfolgreichsten Fußballern seiner Zeit und wurde 1943 im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ermordet.

Was ist der Julius-Hirsch-Preis?

Der Julius-Hirsch-Preis ist eine Auszeichnung des Deutschen Fußball-Bundes. Er würdigt Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich mit Hilfe des Fußballs gegen Diskriminierung einsetzen und Vielfalt, Respekt sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

OZD-Extras

Mit 135 Bewerbungen erreichte der Julius-Hirsch-Preis auch 2026 erneut eine hohe Beteiligung. Das unterstreicht die große Bedeutung gesellschaftlicher Verantwortung im deutschen Amateur- und Breitenfußball.

Gewinnspiel

Seit welchem Jahr verleiht der DFB den Julius-Hirsch-Preis?

A) 1995

B) 2000

C) 2005

D) 2010

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.