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Nächster schwerer Schlag: Walijewa darf international erneut nicht starten

Nach ihrer Dopingsperre folgt der nächste Rückschlag: Kamila Walijewa verliert den neutralen Status und bleibt von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

Fakten im Überblick

Die ISU entzieht Kamila Walijewa den Status als neutrale Athletin.

Auch Mark Kondratjuk erfüllt die Neutralitätskriterien nicht mehr.

Gegen die Entscheidung kann Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt werden.


Die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa hat den nächsten schweren Rückschlag ihrer Karriere erlitten. Der Eislauf-Weltverband ISU entzog der 20-Jährigen am Donnerstag den Status als neutrale Athletin. Damit ist Walijewa von internationalen Wettbewerben erneut ausgeschlossen und darf trotz des Endes ihrer Dopingsperre nicht auf die große Bühne des Eiskunstlaufs zurückkehren.

Neben Walijewa verlor auch der russische Eiskunstläufer Mark Kondratjuk, Olympia-Dritter im Teamwettbewerb von Peking 2022, seinen neutralen Status. Zudem verweigerte die ISU dem Eistanz-Duo Alexandra Stepanowa und Iwan Bukin erneut die Zulassung als neutrale Athleten.

Nach den Regularien der ISU dürfen Sportlerinnen und Sportler nur dann unter neutraler Flagge antreten, wenn sie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit Februar 2022 weder aktiv noch öffentlich unterstützt haben. Ebenso ausgeschlossen sind Personen, die aktiv in russischen oder belarussischen Sicherheitsbehörden tätig sind oder militärische Funktionen ausüben.

Die ISU erklärte, jeder Fall sei individuell geprüft worden. Einzelheiten zu den jeweiligen Entscheidungen wurden jedoch nicht veröffentlicht. Den betroffenen Athletinnen und Athleten bleibt nun die Möglichkeit, den Internationalen Sportgerichtshof CAS anzurufen.

Für Walijewa setzt sich damit eine außergewöhnlich turbulente Karriere fort. Die damals erst 15-jährige Ausnahmeläuferin war während der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet worden. Obwohl Russland zunächst Mannschaftsgold gewann, entwickelte sich der Dopingfall zu einem der größten Skandale der jüngeren olympischen Geschichte. Nach einer vierjährigen Sperre, die im Dezember 2025 endete, hatte Walijewa auf eine Rückkehr in den internationalen Wettkampfbetrieb gehofft.

Insgesamt reichten nach Angaben der ISU 234 Personen aus Russland und Belarus für die Saison 2026/27 Neutralitätserklärungen ein. Dazu gehören neben Athletinnen und Athleten auch Trainer und weitere Mitglieder der Betreuerstäbe.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Der Preis der Glaubwürdigkeit

Die Entscheidung der ISU zeigt, dass internationale Sportverbände ihre Neutralitätsregeln konsequent anwenden wollen. Gerade im Spannungsfeld zwischen Sport und Politik bleibt jede Entscheidung hochsensibel. Wer Neutralität zulassen will, muss die Kriterien auch konsequent durchsetzen. Gleichzeitig verdeutlicht der Fall Walijewa, wie eng Doping, geopolitische Konflikte und internationale Sportpolitik inzwischen miteinander verwoben sind. Die Debatte über russische und belarussische Athleten wird den Weltsport noch viele Jahre begleiten.

Historischer Hintergrund

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben zahlreiche internationale Sportverbände russische und belarussische Athletinnen und Athleten ausgeschlossen oder nur unter strengen Neutralitätsauflagen zugelassen. Parallel erschütterte der Dopingfall um Kamila Walijewa die Olympischen Winterspiele in Peking und führte weltweit zu Diskussionen über den russischen Spitzensport und dessen Kontrollsystem.

Zukunftsprognose

Der juristische Weg vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS dürfte für mehrere russische Sportler nun die nächste Station sein. Gleichzeitig wird die ISU ihre Neutralitätsprüfungen weiter verschärfen. Auch mit Blick auf kommende Weltmeisterschaften und die Olympischen Winterspiele bleibt die Teilnahme russischer Athletinnen und Athleten eines der politisch sensibelsten Themen im internationalen Sport.

Erklärungen

Wer ist Kamila Walijewa?

Kamila Walijewa zählt zu den talentiertesten Eiskunstläuferinnen ihrer Generation. International bekannt wurde sie bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking, wo ihr Dopingfall weltweit Schlagzeilen machte.

Was bedeutet der neutrale Status?

Der neutrale Status erlaubt Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus unter strengen Auflagen die Teilnahme an internationalen Wettbewerben – jedoch ohne Nationalflagge, Hymne oder offizielle Landeszugehörigkeit.

OZD-Extras

Der Fall Walijewa bleibt einer der folgenreichsten Skandale im modernen Eiskunstlauf. Sportpolitisch dürfte die Entscheidung der ISU erneut intensive Debatten über Neutralität und internationale Wettbewerbsregeln auslösen. Auswirkungen auf die Börsen sind durch die Entscheidung nicht zu erwarten.

Gewinnspiel

Warum wurde Kamila Walijewa der neutrale Status entzogen?

A) Wegen einer Verletzung

B) Wegen eines Regelverstoßes bei einem Wettkampf

C) Weil sie die Neutralitätskriterien der ISU nicht mehr erfüllt

D) Weil sie ihre Karriere beendet hat

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.