Fakten im Überblick
Emil Agyekum verbessert den deutschen Rekord auf sensationelle 47,10 Sekunden.
Der Berliner wird Vierter hinter den drei größten Hürdenstars der Welt.
Agyekum ist jetzt zweitschnellster Europäer und gehört zu den Top Ten der Geschichte.
Vize-Europameister Emil Agyekum hat beim Finale der erstmals ausgetragenen Ultimate Championship in Budapest Geschichte geschrieben. Der 27-Jährige vom SCC Berlin verbesserte seinen eigenen deutschen Rekord über 400 Meter Hürden eindrucksvoll auf 47,10 Sekunden und unterbot damit seine bisherige Bestmarke aus dem Juli gleich um 35 Hundertstelsekunden. Obwohl diese Ausnahmeleistung "nur" zu Platz vier reichte, zählt der Lauf zu den größten Erfolgen der deutschen Leichtathletik der vergangenen Jahre.
Vor ihm landeten ausschließlich absolute Ausnahmekönner. Weltrekordhalter Alison dos Santos aus Brasilien gewann in starken 45,98 Sekunden vor Olympiasieger Rai Benjamin aus den USA (46,40) und dem norwegischen Europameister Karsten Warholm (46,78). Dass Agyekum sich unmittelbar hinter diesem legendären Trio einreihte, unterstreicht die Dimension seines Rennens.
Mit seiner Zeit verdrängte der Berliner endgültig die jahrzehntelang gültige deutsche Bestmarke von Harald Schmid und schob sich zugleich auf Rang neun der ewigen Weltbestenliste. Damit teilt er sich diesen Platz mit dem sambischen Weltmeister Samuel Matete. In Europa ist nur Karsten Warholm jemals schneller gelaufen als der deutsche Ausnahmeathlet.
Auch Speerwurf-Europameister Julian Weber überzeugte in Budapest. Der Mainzer belegte mit 85,89 Metern Rang drei und sicherte sich dafür 40.000 US-Dollar Preisgeld. Den Sieg holte sich überraschend Rumesh Pathirage aus Sri Lanka mit starken 91,09 Metern vor dem zweimaligen Weltmeister Anderson Peters aus Grenada.
Über 1500 Meter belegte Deutschlands Rekordhalter Robert Farken in 3:32,90 Minuten Rang elf. Der Sieg ging an den Briten Josh Kerr.
Für spektakuläre Sprintleistungen sorgten erneut die US-Stars Melissa Jefferson-Wooden und Kenny Bednarek. Jefferson-Wooden gewann nach ihrem 100-Meter-Erfolg auch die 200 Meter in herausragenden 21,47 Sekunden und näherte sich bis auf 13 Hundertstel dem legendären Weltrekord von Florence Griffith-Joyner aus dem Jahr 1988. Bednarek siegte über 200 Meter der Männer in starken 19,52 Sekunden.
Die Ultimate Championship wurde erstmals in Budapest ausgetragen und soll als kompaktes TV-Format die Leichtathletik moderner präsentieren. Gleichzeitig sorgte das neue Konzept für Diskussionen, da Disziplinen wie Zehnkampf, Marathon oder Diskuswurf komplett gestrichen wurden. Dafür lockten Rekordprämien: Insgesamt wurden zehn Millionen US-Dollar ausgeschüttet, jeder Einzelsieger erhielt 150.000 Dollar.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Deutschlands neue Sprint-Hoffnung
Emil Agyekum hat eindrucksvoll bewiesen, dass Deutschland auch in den klassischen Weltklasse-Sprintdisziplinen wieder konkurrenzfähig sein kann. Jahrzehntelang galt der deutsche Hürdensprint international als Außenseiter. Nun läuft ein deutscher Athlet plötzlich mitten zwischen Weltrekordlern und Olympiasiegern. Der Deutsche Leichtathletik-Verband sollte diesen Erfolg konsequent nutzen, um den Nachwuchs gezielt zu fördern. Agyekum könnte zum Gesicht einer neuen Generation deutscher Leichtathleten werden.
Historischer Hintergrund
Harald Schmid dominierte den deutschen 400-Meter-Hürdensprint über Jahrzehnte. Sein Rekord galt fast ein halbes Jahrhundert als unerreichbar. Erst Emil Agyekum durchbrach diese historische Marke und entwickelt sich seit der Europameisterschaft zu einem der stärksten Hürdensprinter weltweit. Austragungsort Budapest zählt inzwischen zu den wichtigsten Leichtathletik-Metropolen Europas und war bereits Gastgeber der Weltmeisterschaften.
Zukunftsprognose
Mit seiner aktuellen Form zählt Agyekum bei den kommenden Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen in Los Angeles zu den realistischen Medaillenkandidaten. Der deutsche Hürdensprint könnte erstmals seit Jahrzehnten dauerhaft zur Weltspitze gehören. Auch für den Deutschen Leichtathletik-Verband steigert ein solcher Erfolg die Attraktivität für Sponsoren und Nachwuchsförderung. Sportartikelhersteller und Ausrüster dürften verstärkt auf deutsche Top-Athleten setzen, was sich positiv auf den Sportmarkt auswirken könnte.
Erklärungen
Wer ist Emil Agyekum?
Emil Agyekum ist deutscher Leichtathlet des SCC Berlin und spezialisiert auf die 400 Meter Hürden. Der Vize-Europameister gehört inzwischen zu den schnellsten Hürdensprintern der Welt und hält den deutschen Rekord.
Was ist die Ultimate Championship?
Die Ultimate Championship ist ein neues internationales Leichtathletik-Event des Weltverbandes World Athletics. Ziel ist ein kompaktes, fernsehfreundliches Wettkampfformat mit hohen Preisgeldern und den weltweit besten Athletinnen und Athleten.
OZD-Extras
Mit zehn Millionen US-Dollar Preisgeld gehört die Ultimate Championship bereits bei ihrer Premiere zu den lukrativsten Veranstaltungen der Leichtathletik-Geschichte.
Für die Börsen ergeben sich keine direkten Auswirkungen. Mittel- bis langfristig könnten jedoch steigende Zuschauerzahlen und höhere Vermarktungserlöse die wirtschaftliche Attraktivität internationaler Leichtathletikveranstaltungen und ihrer Sponsoren erhöhen.
Gewinnspiel
Welchen Platz belegte Emil Agyekum beim Finale der Ultimate Championship über 400 Meter Hürden?
A) Platz 1
B) Platz 2
C) Platz 3
D) Platz 4
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.