Zum Inhalt springen
OZD.news - News und Nachrichten zum Nachschlagen
QR-Code zu www.online-zeitung-deutschland.de
Diesen Artikel teilen

Klopps großer DFB-Neustart: Warum Sané, Undav und Baumann draußen bleiben

Jürgen Klopp nominiert 44 Spieler für seinen DFB-Neustart – doch prominente Namen fehlen. Jetzt erklärt der Bundestrainer seine Entscheidungen.

Fakten im Überblick

Jürgen Klopp hat Leroy Sané, Deniz Undav und Oliver Baumann nicht für seine ersten beiden DFB-Kader nominiert.

Insgesamt berief der neue Bundestrainer 44 Profis in zwei Aufgebote für vier Nations-League-Spiele.

Klopp betont, dass Nichtnominierungen grundsätzlich keine endgültigen Entscheidungen sind und die Tür für eine Rückkehr offenbleibt.

44 Profis, zwei Kader, 16 mögliche Debütanten – und trotzdem kein Platz für Leroy Sané und Deniz Undav. Jürgen Klopp hat bei seinem Neustart als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gleich mehrere prominente Namen nicht berücksichtigt. Bei seiner Kader-Präsentation am DFB-Campus in Frankfurt am Main erklärte der 59-Jährige, warum.

Besonders viel Aufmerksamkeit gilt Leroy Sané.

Der Offensivspieler gehörte noch zum deutschen WM-Kader im Sommer und stand bei der Weltmeisterschaft unter anderem gegen die Elfenbeinküste in der Startelf.

Für Klopps erste Nations-League-Spiele reicht es allerdings nicht.

"Leroy hat in der Saison noch nicht wirklich Fuß gefasst", erklärte Klopp.

Bemerkenswert: Der neue Bundestrainer hat mit Sané bislang noch nicht persönlich über die Entscheidung gesprochen.

"Ich werde mit ihm sicher noch sprechen."

Wann dieses Gespräch stattfindet, ließ Klopp offen.

Für ihn gilt ein grundsätzliches Prinzip: Gespräche sollen einen konkreten Inhalt besitzen und nicht nur der Form halber geführt werden.

Der Bundestrainer hat nach eigenen Angaben bereits "über 50, 60 Telefonate geführt".

Doch nicht jeder potenzielle Nationalspieler bekam einen Anruf.

Klopp erklärte seine Haltung mit einer rhetorischen Frage: "Da muss ja auch Substanz sein in den Telefonaten. Einfach nur, hi, hier bin ich, wie geht's?"

Danach habe ihm nicht der Sinn gestanden.

"Wenn es was zu reden gibt, werden wir reden."

Das gilt ausdrücklich auch für Sané.

Anders verlief die Kommunikation mit Deniz Undav.

Mit dem Stürmer des VfB Stuttgart sprach Klopp über dessen Nichtnominierung und erklärte ihm seine Entscheidung.

"Deniz hat bisher seine Probleme, er hat noch nicht so richtig in die Saison reingefunden. Ich wollte mich hier für vier Stürmer entscheiden und habe mich für die anderen entschieden - für den Moment."

Gerade diese letzten Worte sind entscheidend.

Klopp will seine erste Auswahl ausdrücklich nicht als endgültiges Urteil über einzelne Spieler verstanden wissen.

Für niemanden sei die "Tür zu", betonte der Bundestrainer.

Leistung im Verein bleibt damit der zentrale Weg zurück in die Nationalmannschaft.

Undav weiß aus der jüngeren Vergangenheit, wie schnell sich die Situation verändern kann.

Bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gehörte der Stuttgarter zum deutschen Aufgebot.

Im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste in Toronto wurde er eingewechselt und erzielte beim 2:1-Sieg beide deutschen Treffer.

Drei Monate später gehört er zunächst nicht zu Klopps Nations-League-Auswahl.

Das zeigt, wie konsequent der neue Bundestrainer aktuelle Form und seine Vorstellungen für den jeweiligen Kader gewichten will.

Eine besondere Situation gibt es im Tor.

Oliver Baumann gehört ebenfalls nicht zu den 44 nominierten Spielern.

Beim Hoffenheimer geht es nach Klopps Darstellung allerdings weniger um aktuelle Form als um die grundsätzliche Struktur seiner Torwartplanung.

Beim Hoffenheimer "ist es ganz einfach so, dass ich mich für Marc-André ter Stegen entschieden habe - und danach wollte ich die nächste Generation haben", erklärte Klopp.

Diese Entscheidung teilte er Baumann persönlich mit.

Marc-André ter Stegen soll zunächst die erfahrene Nummer eins sein.

Klopp begründete seine Entscheidung bei der Kader-Präsentation auch damit, dass eine Mannschaft eine stabile Achse brauche.

Hinter ter Stegen will der Bundestrainer jüngere Torhüter beobachten und entwickeln.

Damit unterscheidet sich Baumanns Situation von derjenigen Sanés oder Undavs.

Während Offensivspieler durch starke Vereinsleistungen relativ unmittelbar wieder in den Fokus rücken können, ist die Torwartposition strukturell begrenzter.

Auch Leon Goretzka fehlt.

Der Mittelfeldspieler von Aston Villa ist verletzt.

Mit ihm habe Klopp deshalb bislang ebenfalls noch nicht gesprochen.

"Auch noch nicht gesprochen, aber Leon ist verletzt", sagte der Bundestrainer.

Bei Jamie Leweling wiederum spielt die körperliche Situation nach der Weltmeisterschaft eine Rolle.

Leweling sei bei der WM "durch eine Verletzung nicht richtig rund gelaufen" und brauche Zeit.

"Hat er verstanden. Also ist ja auch nachvollziehbar."

Klopp betonte grundsätzlich, dass seine Entscheidungen von den betroffenen Spielern respektvoll aufgenommen worden seien.

"So weit das möglich war und sie das eingefordert haben, haben sie auch ein Feedback bekommen darüber, wieso, weshalb. Also was fehlt."

Der neue Bundestrainer beginnt seine Amtszeit damit mit einer Mischung aus Erfahrung, Rückkehrern und auffallend vielen neuen Gesichtern.

Insgesamt nominierte Klopp 44 Spieler für die vier anstehenden Nations-League-Partien.

Dabei teilt er sein Aufgebot in zwei Gruppen.

Der erste Kader mit 24 Spielern bestreitet am 24. September in Amsterdam das Spiel gegen die Niederlande und am 27. September in Augsburg die Partie gegen Griechenland.

Anschließend reist ein Großteil dieser Spieler zurück zu den Vereinen.

20 weitere Profis stoßen für die Spiele am 1. Oktober in München gegen Serbien und am 4. Oktober in Thessaloniki gegen Griechenland dazu.

Einige Spieler bleiben über den gesamten Zeitraum beim DFB.

Dazu gehören Serge Gnabry, Jamal Musiala und Nico Schlotterbeck, die nach schwierigen Verletzungsphasen gezielt wieder Rhythmus bekommen sollen.

Auch Torhüter Finn Dahmen gehört beiden Gruppen an.

Mit seinem ungewöhnlich großen Aufgebot verfolgt Klopp ein klares Ziel.

Er will möglichst viele Spieler persönlich kennenlernen und gleichzeitig die Belastung während der ungewöhnlichen Serie von vier Länderspielen innerhalb kurzer Zeit steuern.

Dabei betont Klopp, dass er keine klassische A- und B-Mannschaft zusammengestellt habe.

Jedes Aufgebot soll konkurrenzfähig sein.

Gleichzeitig nutzt er die Nations League als ersten großen Test für Spieler, die bisher kaum oder überhaupt keine Erfahrung in der A-Nationalmannschaft besitzen.

Der Konkurrenzkampf beginnt damit neu.

Große Namen und frühere Verdienste garantieren unter Klopp keinen Platz.

Umgekehrt bedeutet eine Nichtnominierung im September 2026 noch keinen Abschied aus der Nationalmannschaft.

Für Sané und Undav ist die Botschaft deshalb eindeutig: Die Tür ist offen – durchgehen müssen sie mit ihren Leistungen selbst.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Klopp setzt auf Leistung statt Besitzstand

Jürgen Klopps erste Kaderentscheidungen zeigen eine klare sportliche Linie: Frühere Einsätze und große Namen allein garantieren keinen Platz.

Das gilt für Leroy Sané ebenso wie für Deniz Undav.

Gleichzeitig wäre es falsch, ihre Nichtnominierung als endgültige Abkehr zu interpretieren. Klopp selbst betont, dass seine Entscheidungen zunächst nur für diesen Zeitpunkt gelten.

Das ist bei einem neuen Bundestrainer nachvollziehbar.

Er muss einerseits kurzfristig Spiele gewinnen, andererseits aber herausfinden, welche Spieler seine Mannschaft in den kommenden Jahren tragen können.

44 Nominierungen geben Klopp dafür einen ungewöhnlich großen Beobachtungsraum.

Besonders interessant ist seine Kommunikation.

Mehr als 50 oder 60 Telefonate zeigen, dass Klopp den persönlichen Austausch sucht. Gleichzeitig will er keine Gespräche führen, nur damit ein Spieler einen Anruf des Bundestrainers erhält.

Auch das schafft Erwartungen für die Zukunft: Wer Feedback benötigt, soll konkretes Feedback bekommen.

Sportlich werden die kommenden Wochen zeigen, wie beweglich Klopps Auswahl tatsächlich ist.

Die realistische Prognose: Spieler wie Sané und Undav werden bei überzeugenden Leistungen im Verein weiterhin Kandidaten für spätere Nominierungen bleiben. Gleichzeitig erhalten die zahlreichen Neulinge nun die Chance, den Konkurrenzkampf dauerhaft zu verändern.

Historischer Hintergrund

Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich nach der Weltmeisterschaft 2026 in einer neuen Phase.

Jürgen Klopp übernahm das Amt des Bundestrainers und nutzt die Nations League 2026/27 für seinen ersten größeren personellen Umbau.

Sané und Undav gehörten noch zum deutschen WM-Kader.

Leroy Sané trug bei der Weltmeisterschaft die Nummer 19, Deniz Undav die Nummer 26.

Undav hinterließ insbesondere im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste Spuren.

Nach seiner Einwechslung erzielte er in Toronto zunächst den Ausgleich und in der Nachspielzeit das entscheidende Tor zum 2:1.

Klopps erste Auswahl macht dennoch deutlich, dass die WM-Zugehörigkeit keinen automatischen Platz im neuen Zyklus garantiert.

Mit insgesamt 44 Spielern in zwei Aufgeboten erweitert der neue Bundestrainer den Kreis möglicher Nationalspieler erheblich.

Zugleich steht die Nations League am Beginn eines längerfristigen Neuaufbaus.

Zukunftsprognose

Sportlich dürfte sich der Konkurrenzkampf in der deutschen Nationalmannschaft deutlich verschärfen.

Klopp hat mehrere junge und international noch unerfahrene Spieler eingeladen und will deren Entwicklung persönlich begleiten.

Für etablierte Profis bedeutet das, dass sie ihre Position nicht allein über frühere Leistungen absichern können.

Sané und Undav können durch überzeugende Auftritte bei ihren Vereinen wieder in den Fokus rücken.

Bei Baumann ist die Situation anders, weil Klopp auf der Torwartposition ausdrücklich ter Stegen als erfahrene Kraft mit einer jüngeren Generation dahinter kombinieren möchte.

Für den DFB könnten erfolgreiche neue Gesichter auch wirtschaftlich interessant werden. Eine attraktive und erfolgreiche Nationalmannschaft beeinflusst langfristig Zuschauerinteresse, TV-Reichweiten, Sponsoring und Merchandising.

Unmittelbare Auswirkungen auf Börsen, Aktien, Rohstoffe oder Währungen sind durch einzelne Kadernominierungen nicht zu erwarten.

International werden die kommenden Nations-League-Spiele zeigen, wie schnell Klopp seine sportlichen Vorstellungen auf die deutsche Mannschaft übertragen kann.

Warum fehlt Leroy Sané?

Klopp begründet Sanés Nichtnominierung mit dessen bisherigem Saisonverlauf.

"Leroy hat in der Saison noch nicht wirklich Fuß gefasst", erklärte der Bundestrainer.

Ein endgültiges Aus aus der Nationalmannschaft bedeutet dies nicht.

Klopp kündigte an, noch mit Sané sprechen zu wollen.

Warum fehlt Deniz Undav?

Auch bei Undav verweist Klopp auf die aktuelle sportliche Situation.

"Deniz hat bisher seine Probleme, er hat noch nicht so richtig in die Saison reingefunden. Ich wollte mich hier für vier Stürmer entscheiden und habe mich für die anderen entschieden - für den Moment."

Klopp hat dem Stuttgarter seine Entscheidung persönlich erklärt.

Warum fehlt Oliver Baumann?

Bei Baumann geht es vor allem um Klopps Torwartplanung.

Der Bundestrainer hat sich für Marc-André ter Stegen als erfahrene Nummer eins entschieden.

Dahinter möchte Klopp jüngere Torhüter entwickeln und kennenlernen.

Baumann wurde über diese Entscheidung persönlich informiert.

Warum nominiert Klopp gleich 44 Spieler?

Deutschland bestreitet innerhalb kurzer Zeit vier Nations-League-Spiele.

Klopp möchte die Belastung verteilen und gleichzeitig möglichst viele Nationalspieler kennenlernen.

Deshalb nominierte er zwei unterschiedliche Aufgebote.

Der erste Kader umfasst 24 Spieler für die Partien gegen die Niederlande und Griechenland.

Danach stoßen 20 weitere Profis für die Begegnungen gegen Serbien und erneut Griechenland dazu.

OZD-Extra – Von der WM-Bühne auf die Warteliste

Besonders deutlich wird die Dynamik einer Nationalmannschaft am Beispiel Deniz Undav.

Am 20. Juni 2026 war der Stuttgarter bei der Weltmeisterschaft noch Deutschlands entscheidender Spieler gegen die Elfenbeinküste.

Undav wurde in der 60. Minute eingewechselt.

Acht Minuten später erzielte er das 1:1.

In der vierten Minute der Nachspielzeit traf er zum 2:1-Sieg.

Nur rund drei Monate später gehört er nicht zu Klopps erstem Nations-League-Aufgebot.

Auch Leroy Sané stand in diesem WM-Spiel noch in der deutschen Startelf.

Das zeigt, wie schnell sich die Hierarchie im Spitzenfußball verändern kann.

Klopps Auswahl ist zugleich ein Signal an die 44 Nominierten: Die ungewöhnlich große Zahl der Berufungen bedeutet viel Konkurrenz.

Wer jetzt neu dabei ist, bekommt eine Gelegenheit.

Wer fehlt, kann zurückkehren.

Und wer aktuell zum Kader gehört, muss seinen Platz weiterhin mit Leistung bestätigen.

Gewinnspiel

Wie viele Spieler nominierte Jürgen Klopp insgesamt für seine ersten vier Nations-League-Spiele als Bundestrainer?

A: 26

B: 32

C: 38

D: 44

https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.