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Eine Woche nach US-Open-Triumph: Zverev macht Deutschlands Davis-Cup-Traum perfekt

Alexander Zverev schlägt Dino Prizmic mit 6:2, 6:4 und führt Deutschland zum 3:1 gegen Kroatien. Im November wartet die Davis-Cup-Finalrunde.

Fakten im Überblick

Alexander Zverev besiegt Dino Prizmic mit 6:2, 6:4 und holt gegen Kroatien den entscheidenden Punkt zum deutschen 3:1-Erfolg.

Deutschland erreicht zum dritten Mal in Folge die Runde der besten acht Mannschaften im Davis Cup.

Vom 24. bis 29. November kämpft das DTB-Team um Kapitän Michael Kohlmann beim Finalturnier um den ersten Davis-Cup-Titel seit 1993.

Er versprach, kam und siegte: Alexander Zverev hat die deutsche Davis-Cup-Auswahl mit einer beeindruckenden Vorstellung in das Finalturnier der besten acht Mannschaften geführt. Nur eine Woche nach seinem Grand-Slam-Triumph bei den US Open in New York gewann der Hamburger in Halle/Westfalen auch sein zweites Einzel gegen Kroatien. Beim klaren 6:2, 6:4 gegen den Weltranglisten-101. Dino Prizmic zeigte der Weltranglistenzweite phasenweise Tennis auf höchstem Niveau und sorgte für den entscheidenden dritten Punkt zum 3:1. Deutschland steht damit zum dritten Mal in Folge in der Runde der besten Acht.

„Ich bin extrem glücklich, für Deutschland zu spielen und dass wir uns qualifiziert haben“, sagte Zverev anschließend. Der 29-Jährige blickte sofort auf die Möglichkeiten seines Teams: „Wir sind ein starkes Team. Eine Mannschaft, die bis zum Ende gehen kann. Wir haben ein starkes Doppel, eine starke Nummer zwei, nur unsere Nummer eins muss noch etwas an ihrem Tennis arbeiten.“ Der letzte Satz war typisch Zverev: Nach einer Gala erlaubte er sich einen selbstironischen Seitenhieb – und konnte ihn sich nach diesem Auftritt problemlos leisten.

Den Matchball hatten Kevin Krawietz und Tim Pütz zuvor mustergültig vorbereitet. Das deutsche Spitzendoppel bezwang die kroatischen Tokio-Olympiasieger Nikola Mektic und Mate Pavic mit 7:5, 6:2 und brachte Deutschland mit 2:1 in Führung. Damit lag es an Zverev, die Begegnung zu beenden. Anders als bei seinem mühevollen Erfolg gegen Matej Dodig am Vortag wirkte der US-Open-Champion vom ersten Ballwechsel an hochkonzentriert. Er spielte klarer, entschlossener und nahm Prizmic bereits zum 2:1 erstmals den Aufschlag ab.

Danach verwandelte sich die Heristo-Arena zunehmend in Zverevs Bühne. Angefeuert vom Publikum spielte sich der Hamburger regelrecht in einen Rausch. Mehrfach jagte er Vorhände aus scheinbar aussichtslosen Positionen über das Netz und brachte die Zuschauer damit zu Standing Ovations. Selbstbewusstsein, Präzision und Wucht verbanden sich zu einer Vorstellung, mit der Zverev seinem jungen Gegner kaum Luft zum Atmen ließ. Die Strapazen des Grand-Slam-Triumphs in New York waren ihm kaum anzumerken.

Prizmic hatte zuvor eindrucksvoll bewiesen, wie gefährlich er sein kann. Am Samstag schlug der 21-Jährige Daniel Altmaier souverän, in dieser Saison hatte er bei Masters-Turnieren sogar Novak Djokovic und Ben Shelton bezwungen. Gegen Zverev fand der Kroate jedoch immer seltener Lösungen. Unter dem permanenten Druck des Deutschen wurde er zunehmend in die Defensive gedrängt und haderte schließlich sichtbar mit seiner Bank um Kapitän Ivan Dodig. Zverev blieb dagegen stabil und ließ keine entscheidende Schwäche erkennen.

Damit hat sich seine Entscheidung, unmittelbar nach dem Triumph von New York für Deutschland anzutreten, ausgezahlt. Zverev hatte seine Zusage unter der Woche auch damit begründet, seine starke Form konservieren zu wollen. Sein Saisonabschluss könnte noch weitere Höhepunkte bereithalten: Der 29-Jährige liebäugelt mit der Weltranglistenführung. Seit Boris Becker 1991 stand kein deutscher Mann mehr an der Spitze des ATP-Rankings.

Auch im Davis Cup verfolgt Deutschland ein historisches Ziel. 33 Jahre liegt der bislang letzte deutsche Titel zurück. 1993 triumphierte eine Mannschaft um Michael Stich. Nun bekommt die Generation um Zverev, Krawietz, Pütz und Altmaier die nächste Gelegenheit. Vom 24. bis 29. November geht das Team von Kapitän Michael Kohlmann beim Finalturnier auf Titeljagd. Nach dem überzeugenden Wochenende in Halle reist Deutschland mit einem Spitzenspieler in herausragender Form und einem international erprobten Doppel zur Runde der besten Acht.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Dieser Zverev verändert Deutschlands Möglichkeiten

Eine Woche nach einem Grand-Slam-Triumph könnte ein Spieler gute Gründe finden, körperlich und mental eine Pause einzulegen. Alexander Zverev entschied sich anders. Er kam nach Halle, übernahm Verantwortung und lieferte den entscheidenden Punkt für Deutschland.

Besonders eindrucksvoll war der Unterschied zwischen seinen beiden Einzeln. Gegen Matej Dodig musste Zverev noch kämpfen, gegen Dino Prizmic kontrollierte er das Match. Dass der Kroate zuvor Daniel Altmaier sowie im Saisonverlauf Novak Djokovic und Ben Shelton bezwungen hatte, unterstreicht die Qualität dieser Vorstellung.

Deutschland verfügt damit über eine interessante Mischung: einen Spitzenspieler in starker Form, ein international erfolgreiches Doppel mit Krawietz und Pütz sowie weitere Optionen im Einzel. Das garantiert beim Finalturnier keinen Titel, erhöht aber die sportlichen Möglichkeiten. Die realistische Prognose: In der Runde der besten Acht wird Deutschland von der Tagesform Zverevs und der Stärke des Doppels erheblich profitieren können – wie weit das reicht, entscheidet sich vom 24. bis 29. November.

Historischer Hintergrund

Deutschland gewann den Davis Cup bislang dreimal. Die ersten beiden Titel gelangen 1988 und 1989 in einer Ära, die besonders von Boris Becker geprägt wurde. 1993 folgte der dritte Triumph mit einer Mannschaft um Michael Stich.

Seitdem wartet der Deutsche Tennis Bund auf einen weiteren Titel. Die aktuelle Generation versucht nun, diese lange Lücke zu schließen. Deutschland erreicht 2026 zum dritten Mal in Folge die Finalrunde der besten acht Mannschaften.

Für Zverev besitzt die Saison noch eine zweite historische Dimension. Der Hamburger kann im Kampf um die Spitze der Weltrangliste eine Marke erreichen, die im deutschen Herrentennis seit Jahrzehnten nicht mehr gelungen ist. Boris Becker war 1991 der bislang letzte Deutsche auf Platz eins der ATP-Weltrangliste.

Zukunftsprognose

Vom 24. bis 29. November beginnt für Deutschland die entscheidende Phase im Davis Cup. Im Finalturnier gibt es kaum Raum für schwächere Tage. Einzel und Doppel können innerhalb weniger Stunden über Weiterkommen oder Ausscheiden entscheiden.

Zverevs aktuelle Form ist für das DTB-Team dabei von großer Bedeutung. Gleichzeitig haben Krawietz und Pütz gegen Kroatien erneut gezeigt, wie wertvoll ein eingespieltes Doppel in diesem Wettbewerb sein kann. Auch Altmaier bleibt trotz seiner Niederlage gegen Prizmic eine wichtige Option.

Wirtschaftliche Auswirkungen auf Börsen, Aktien, Rohstoffe oder Währungen sind durch den sportlichen Erfolg nicht zu erwarten. Für den Deutschen Tennis Bund, Sponsoren, TV-Reichweiten und die öffentliche Aufmerksamkeit des Tennissports in Deutschland kann ein erfolgreicher Auftritt beim Finalturnier dagegen einen erheblichen Imageeffekt haben.

Wer ist Alexander Zverev?

Alexander Zverev ist Deutschlands erfolgreichster aktiver Tennisspieler. Der Hamburger ist 29 Jahre alt, steht aktuell auf Platz zwei der Weltrangliste und reist als frischgebackener US-Open-Champion zum Saisonendspurt.

Wer ist Dino Prizmic?

Dino Prizmic ist ein 21 Jahre alter kroatischer Tennisspieler. Der Weltranglisten-101. hatte im ersten Einzel gegen Deutschland Daniel Altmaier geschlagen und in dieser Saison bereits Novak Djokovic und Ben Shelton bei Masters-Turnieren bezwungen.

Was ist die Davis-Cup-Finalrunde?

Die besten acht qualifizierten Nationalmannschaften kämpfen beim Finalturnier um den Davis Cup. Deutschland hat sich 2026 zum dritten Mal nacheinander für diese entscheidende Runde qualifiziert.

Wann gewann Deutschland zuletzt den Davis Cup?

Der bislang letzte deutsche Titel stammt aus dem Jahr 1993. Damals gehörte Michael Stich zu den prägenden Spielern der deutschen Mannschaft. Zuvor hatte Deutschland den Wettbewerb bereits 1988 und 1989 gewonnen.

OZD-Extra – Zverev jagt gleich zwei historische Ziele

Für Alexander Zverev kann der Saisonabschluss 2026 in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich werden. Eine Woche nach seinem US-Open-Triumph hat er Deutschland in die Davis-Cup-Finalrunde geführt. Gleichzeitig kämpft er um die Nummer eins der Tenniswelt.

Seit Boris Becker 1991 gelang keinem deutschen Mann mehr der Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Im Davis Cup wartet Deutschland sogar seit 1993 auf den nächsten Titel.

Damit besitzt Zverev in den kommenden Wochen die Chance, zwei der längsten offenen Kapitel im deutschen Herrentennis neu zu schreiben. Sicher ist bislang nur eines: Mit seiner Vorstellung gegen Prizmic hat er gezeigt, in welcher Form er sich für diesen Saisonendspurt befindet.

Gewinnspiel

Mit welchem Ergebnis besiegte Alexander Zverev Dino Prizmic?

A: 6:4, 6:4
B: 7:5, 6:3
C: 6:2, 6:4
D: 7:6, 6:2

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.