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Freundin erstickt und im Wald vergraben: Zehn Jahre Haft in Bayern

Ein 39-Jähriger hat seine Freundin in Lauben erstickt und anschließend im Wald vergraben. Das Landgericht Memmingen verurteilte ihn wegen Totschlags.

Fakten im Überblick

Das Landgericht Memmingen verurteilte einen 39-Jährigen wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft.

Der Mann hatte seine Partnerin im August 2025 in Lauben erstickt und ihre Leiche anschließend in einem Wald vergraben.

Die Tote wurde erst mehrere Wochen nach der Tat gefunden.

Wegen der Tötung seiner Freundin und des anschließenden Verbergens ihrer Leiche in einem Wald muss ein 39 Jahre alter Mann für zehn Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Memmingen in Bayern sprach den Angeklagten am Mittwoch des Totschlags schuldig. Nach den Feststellungen der zuständigen Strafkammer tötete der Mann seine Partnerin im August 2025 in Lauben. Er drückte demnach ihr Gesicht in ein auf dem Boden liegendes Hundekissen, bis die Frau erstickte. Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte dabei in der Absicht handelte, seine Freundin zu töten und ihren Tod billigend in Kauf nahm.

Nach der Tat brachte der Mann die Leiche seiner Partnerin in einen Wald und vergrub sie dort. Dadurch blieb das Schicksal der Frau zunächst ungeklärt. Erst mehrere Wochen später wurde die Tote gefunden. Das Verfahren vor dem Landgericht Memmingen musste damit nicht nur die Umstände des Todes klären, sondern auch rekonstruieren, was nach der Tat mit der Leiche geschehen war. Die Strafkammer kam nach Abschluss der Beweisaufnahme zu dem Ergebnis, dass sich der Angeklagte des Totschlags schuldig gemacht hatte, und verhängte eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren.

Bei der Verkündung des Urteils zeigte der 39-Jährige nach Angaben des Gerichts äußerlich keine erkennbare Reaktion. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen der Tat oder zu einem möglichen Motiv gingen aus der Mitteilung zunächst nicht hervor. Entscheidend für das Urteil waren die vom Gericht festgestellte vorsätzliche Tötung der Frau und die konkreten Umstände der Tat. Mit dem Schuldspruch endet das Verfahren vor dem Landgericht zunächst mit einer langjährigen Freiheitsstrafe für den Angeklagten.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Hinter einem Strafurteil steht ein verlorenes Menschenleben

Zehn Jahre Haft sind die juristische Konsequenz eines Tötungsdelikts, doch ein Strafmaß kann das Geschehene nicht rückgängig machen. Eine Frau wurde von ihrem Partner getötet und anschließend in einem Wald vergraben. Hinter den nüchternen Begriffen eines Strafprozesses steht damit ein unwiederbringlich verlorenes Menschenleben.

Gerichtsverfahren müssen solche Taten sachlich aufarbeiten. Sie müssen feststellen, was geschehen ist, welche Absicht vorlag und welcher Straftatbestand erfüllt wurde. Gerade bei schweren Gewaltdelikten ist diese nüchterne juristische Präzision notwendig.

Der Fall erinnert zugleich daran, dass schwere Gewalt innerhalb von Partnerschaften keine private Angelegenheit ist. Warnsignale, Bedrohungen und Gewalt in Beziehungen müssen ernst genommen werden, bevor eine Situation eskaliert.

Historischer Hintergrund

Das deutsche Strafrecht unterscheidet bei vorsätzlichen Tötungsdelikten insbesondere zwischen Mord und Totschlag. Entscheidend für die rechtliche Einordnung sind die im Strafgesetzbuch festgelegten Voraussetzungen und die vom Gericht festgestellten konkreten Umstände der Tat.

Der Fall wurde vor dem Landgericht Memmingen verhandelt. Memmingen liegt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Die Tat selbst ereignete sich nach den gerichtlichen Feststellungen im August 2025 in Lauben.

Dass die Leiche erst Wochen später gefunden wurde, machte die Aufklärung des Geschehens zusätzlich bedeutsam. Gerichte stützen ihre Entscheidungen in solchen Verfahren auf die Beweisaufnahme und die daraus gewonnenen Feststellungen zum Tatablauf.

Zukunftsprognose

Das Urteil bedeutet für den Verurteilten zunächst eine zehnjährige Freiheitsstrafe. Ob die Entscheidung rechtskräftig wird oder Rechtsmittel eingelegt werden, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor.

Gesellschaftlich bleiben schwere Gewalttaten innerhalb von Partnerschaften ein wichtiges Thema für Polizei, Justiz, Beratungsstellen und Präventionsarbeit. Entscheidend ist dabei insbesondere, gefährliche Entwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen und Betroffenen erreichbare Schutzmöglichkeiten anzubieten.

Was bedeutet Totschlag?

Nach Paragraf 212 des Strafgesetzbuchs macht sich wegen Totschlags strafbar, wer einen Menschen tötet, ohne dass die gesetzlichen Voraussetzungen für Mord vorliegen. Die konkrete Strafe wird vom Gericht anhand des jeweiligen Falls festgelegt.

Was bedeutet „billigend in Kauf nehmen“?

Damit wird im Strafrecht vereinfacht eine Form des Vorsatzes beschrieben: Ein Täter erkennt die Möglichkeit eines bestimmten Erfolgs und findet sich mit dessen Eintritt ab. Welche Form des Vorsatzes im konkreten Verfahren vorliegt, beurteilt das Gericht anhand der Beweise und Tatumstände.

Wo liegt Memmingen?

Memmingen ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Das dortige Landgericht war für das Strafverfahren gegen den 39-Jährigen zuständig.

OZD-Extra – Warum Totschlag nicht dasselbe wie Mord ist

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden vorsätzliche Tötungen häufig pauschal als Mord bezeichnet. Juristisch wird in Deutschland jedoch genauer unterschieden. Für eine Verurteilung wegen Mordes müssen zusätzlich zur vorsätzlichen Tötung gesetzlich bestimmte Mordmerkmale festgestellt werden.

Fehlen diese Voraussetzungen, kann eine vorsätzliche Tötung als Totschlag eingeordnet werden. Die Bezeichnung bedeutet deshalb nicht, dass eine Tat versehentlich oder ohne Tötungsvorsatz begangen wurde.

Im Fall von Lauben stellte das Landgericht nach der vorliegenden Gerichtsmitteilung eine vorsätzliche Tötung fest und verurteilte den Angeklagten wegen Totschlags zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Gewinnspiel

Welches Gericht verurteilte den 39-Jährigen zu zehn Jahren Haft?

A: Landgericht München

B: Landgericht Augsburg

C: Landgericht Memmingen

D: Landgericht Nürnberg

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.