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Von Klopp ins kalte Wasser geworfen: Philipp Treu wird beim DFB-Debüt zum Gewinner des Abends

Philipp Treu feiert gegen die Niederlande ein starkes DFB-Debüt. Sein erstes Nationaltrikot soll einen Ehrenplatz bekommen – wenn seine Freundin zustimmt.

Fakten im Überblick

Philipp Treu steht beim 1:1 gegen die Niederlande überraschend direkt in der deutschen Startelf und feiert mit 25 Jahren sein Länderspieldebüt.

Jonathan Tah lobt Treus Laufleistung ausdrücklich, auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler bezeichnet dessen Premiere als „mehr als erfreulich“.

Sein erstes DFB-Trikot nimmt Treu als Erinnerungsstück mit nach Hause und würde es am liebsten im Wohnzimmer aufhängen.

Philipp Treu hatte nach seinem ersten Länderspiel ein ganz besonderes Stück im Gepäck. Das Trikot seines Debüts für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft soll selbstverständlich nicht irgendwo verschwinden. Der 25-Jährige vom SC Freiburg hat bereits eine Vorstellung, wo es künftig hängen könnte – allerdings ist die Entscheidung offenbar noch nicht endgültig gefallen. „Das wird mit nach Hause genommen und irgendwo aufgehängt, vielleicht im Wohnzimmer“, sagte Treu nach dem 1:1 (1:0) gegen die Niederlande in Amsterdam stolz. Eine kleine häusliche Abstimmung steht allerdings noch aus: Er werde zunächst noch „die Freundin mal frage, ob das da hängen darf“.

Die humorvolle Frage nach dem zukünftigen Platz des Trikots passte zu einem Abend, den Treu vermutlich lange nicht vergessen wird. Jürgen Klopp hatte den Freiburger als einen von elf Neulingen überraschend in seinen ersten größeren Kreis für die neue DFB-Ära berufen. Doch damit nicht genug: Bei seinem Debüt als Bundestrainer stellte Klopp Treu in der Johan-Cruyff-Arena sofort von Beginn an auf. Damit wurde der Freiburger zum ersten Debütanten der Amtszeit Klopp und zugleich zum 992. Nationalspieler in der Geschichte des DFB.

Ausgerechnet auf der rechten Abwehrseite durfte Treu seine Premiere feiern. Die Position gehört seit Jahren zu den am intensivsten diskutierten Stellen der deutschen Nationalmannschaft. Immer wieder wurden dort unterschiedliche Spieler eingesetzt, ohne dass sich langfristig eine unumstrittene Lösung etablierte. Treu nutzte seine erste Gelegenheit, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Er verteidigte engagiert, schaltete sich konsequent nach vorne ein und zeigte genau jene Laufbereitschaft, die Klopp von seiner Mannschaft verlangt.

Besonders auffällig war Treu beim deutschen Führungstreffer. Nach einem Zuspiel von Kapitän Joshua Kimmich brachte der Freiburger den Ball scharf in den niederländischen Strafraum. Dort landete er nach einem Abpraller bei Felix Nmecha, der in der 32. Minute zum 1:0 traf. Damit war Treu bei seinem ersten Länderspiel unmittelbar an der Entstehung des ersten deutschen Tores unter Bundestrainer Klopp beteiligt.

Seine Leistung blieb auch innerhalb der Mannschaft nicht unbemerkt. Jonathan Tah hob den Debütanten nach dem Spiel ausdrücklich hervor. „Ich würde gerne Pippo herausheben, Philipp Treu“, sagte der Abwehrspieler bei RTL: „Wie er die Linie rauf und runter gerannt ist, war top, genau das brauchen wir!“ Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler zeigte sich von Treus Auftritt angetan und bezeichnete die Premiere als „mehr als erfreulich“.

Für Treu selbst ging es an diesem Abend allerdings um weit mehr als taktische Aufgaben und sportliche Bewertungen. Nach dem Schlusspfiff sah er seine Eltern auf der Tribüne der Johan-Cruyff-Arena. Sie winkten ihrem Sohn zu – ein Moment, der ihm die Dimension seines Debüts noch einmal deutlich machte. Treu sprach von einem „coolen Gefühl“ und davon, wie „unfassbar“ es für ihn gewesen sei, als seine Eltern „mit ganz viel Stolz nach dem Spiel von der Tribüne“ winkten.

Gerade für einen Spieler, dessen Weg in die Nationalmannschaft nicht über die ganz großen Nachwuchsakademien und frühzeitigen Schlagzeilen führte, besitzt dieser Moment besondere Bedeutung. „Man checkt erst, ey, was du für einen Weg gegangen bist. Jetzt hier das erste Mal zu stehen, ist Wahnsinn, aber jetzt geht's erst richtig los. Ich habe viel Arbeit vor mir und ich will auch mehr, bin hungrig.“

Diese Haltung dürfte Klopp gefallen. Der neue Bundestrainer hatte vor seinem ersten Spiel ausdrücklich Spieler gefordert, die sich in Zweikämpfe werfen, füreinander arbeiten und mit hoher Intensität auftreten. Treu erfüllte bei seiner Premiere viele dieser Anforderungen. Er wirkte nicht wie ein Spieler, der von der Atmosphäre seines ersten Länderspiels überwältigt wurde, sondern suchte aktiv seine Rolle.

Dass Deutschland den Sieg in Amsterdam dennoch verpasste, trübte den persönlichen Abend etwas. Felix Nmechas Führung hielt bis tief in die Nachspielzeit, ehe Cody Gakpo in der 92. Minute zum verdienten 1:1 für die Niederlande traf. Für Klopp blieb damit bei seinem ersten Spiel als Bundestrainer nur ein Punkt.

Für Treu könnte der Abend trotzdem der Beginn einer längeren Geschichte im DFB-Trikot gewesen sein. Die Konkurrenz bleibt groß, und ein überzeugendes Debüt garantiert keinen Stammplatz. Doch gerade auf der rechten Abwehrseite hat Deutschland seit Jahren nach Stabilität gesucht. Mit seiner Laufstärke, seinem Einsatz und seiner mutigen Premiere hat der Freiburger zumindest ein erstes Argument geliefert.

Am Sonntag gegen Griechenland in Augsburg könnte bereits die nächste Gelegenheit folgen. Und vielleicht muss Treu dann schon bald über den Platz für ein zweites Nationaltrikot nachdenken. Beim ersten hat allerdings offenbar die Freundin noch ein Wort mitzureden.

OZD/SID

OZD-Kommentar – Treu nutzt genau die Chance, die Klopp seinen Neuen versprochen hat

Philipp Treus Debüt ist ein gutes Beispiel dafür, was ein personeller Neustart in einer Nationalmannschaft auslösen kann. Klopp nominierte zahlreiche neue Spieler und machte deutlich, dass Namen allein keinen Platz garantieren.

Treu bekam sofort die maximale Gelegenheit: Startelf beim Auswärtsspiel gegen die Niederlande.

Der Freiburger reagierte nicht zurückhaltend. Er lief, verteidigte und schaltete sich offensiv ein. Dass er an der Entstehung des Führungstreffers beteiligt war, rundete seine Premiere ab.

Entscheidend ist nun, was danach kommt. Ein starkes erstes Länderspiel kann eine Tür öffnen, dauerhaft durchsetzen muss sich ein Spieler aber über mehrere Begegnungen.

Treu selbst scheint das verstanden zu haben. Sein Satz „aber jetzt geht's erst richtig los“ beschreibt die Situation treffend. Das Debüt ist geschafft. Nun beginnt der Kampf um weitere Einsätze.

Historischer Hintergrund

Die rechte Abwehrseite gehört in der deutschen Nationalmannschaft seit Jahren zu den Positionen mit besonders häufig wechselnder Besetzung. Unterschiedliche Bundestrainer testeten dort verschiedene Spielertypen und taktische Varianten.

Jürgen Klopp beginnt seine Amtszeit nun mit einem weiteren Kandidaten. Philipp Treu spielt beim SC Freiburg und hat sich mit konstanten Leistungen in der Bundesliga in den Kreis der Nationalmannschaft gearbeitet.

Seine Berufung gehörte zu den auffälligeren Personalentscheidungen in Klopps erstem großen DFB-Aufgebot. Der Bundestrainer nominierte zahlreiche Spieler ohne vorherigen Einsatz in der A-Nationalmannschaft und kündigte damit einen breiteren Konkurrenzkampf an.

Treu wurde in Amsterdam schließlich zum ersten Spieler, der unter Klopp sein Debüt für Deutschland feiern durfte.

Zukunftsprognose

Treus Chancen auf weitere Einsätze hängen vor allem davon ab, wie er seine Leistungen auf Vereinsebene und im Nationalteam bestätigt. Sein Debüt verschafft ihm eine gute Ausgangslage, entscheidet aber noch nicht über die langfristige Besetzung der rechten Abwehrseite.

Schon gegen Griechenland könnte Klopp dem Freiburger erneut Vertrauen schenken. Gleichzeitig verfügt der Bundestrainer über mehrere Möglichkeiten und will in seinen ersten Spielen zahlreiche Akteure kennenlernen.

Für den SC Freiburg kann ein Nationalspieler zusätzliche sportliche Aufmerksamkeit bedeuten. Gute Auftritte auf internationaler Bühne können zudem den Marktwert und das Interesse anderer Vereine beeinflussen, ohne dass sich daraus automatisch ein Transfer ableiten lässt.

Direkte Auswirkungen auf breite Aktienmärkte, Rohstoffe oder Währungen sind nicht zu erwarten.

Wer ist Philipp Treu?

Philipp Treu ist ein deutscher Fußballprofi des SC Freiburg. Der 25-Jährige kann auf der Außenbahn eingesetzt werden und feierte in Amsterdam gegen die Niederlande sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft.

Warum wird Treu „Pippo“ genannt?

„Pippo“ ist Treus Spitzname. Auch Jonathan Tah verwendete ihn öffentlich, als er den Debütanten nach dem Spiel ausdrücklich für seine Leistung lobte.

Was machte Treu bei seinem Debüt besonders gut?

Treu überzeugte vor allem durch hohe Laufbereitschaft und seine Aktivität auf der rechten Seite. Zudem war er an der Entstehung des deutschen Führungstreffers durch Felix Nmecha beteiligt.

Was passiert mit seinem ersten DFB-Trikot?

Das Trikot nimmt Treu mit nach Hause. Am liebsten würde er es offenbar im Wohnzimmer aufhängen – allerdings will er vorher noch seine Freundin fragen.

OZD-Extra – Ein Trikot für die Ewigkeit

Profifußballer tauschen ihre Trikots regelmäßig mit Gegenspielern. Beim ersten Länderspiel gelten jedoch andere Regeln.

Philipp Treu behält sein Debüttrikot selbst.

Der Stoff erinnert schließlich an einen außergewöhnlichen Abend: erstes Länderspiel, Startelf gegen die Niederlande, Beteiligung am ersten deutschen Tor der Klopp-Ära und Lob von Mitspielern sowie DFB-Sportchef.

Hinzu kommt ein Moment, der mit Statistiken wenig zu tun hat. Treus Eltern saßen in Amsterdam auf der Tribüne und winkten ihrem Sohn nach dem Spiel voller Stolz zu.

Deshalb dürfte das Trikot einen Ehrenplatz verdient haben.

Nur über den genauen Ort muss zu Hause offenbar noch verhandelt werden.

Gewinnspiel

Bei welchem Verein spielt DFB-Debütant Philipp Treu?

A: SC Freiburg

B: Borussia Dortmund

C: Eintracht Frankfurt

D: Bayer Leverkusen

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.