Fakten im Überblick
Joshua Kimmich verlässt die deutsche Nationalmannschaft nach den ersten beiden Nations-League-Spielen wie zuvor geplant.
Deutschland verlor bei Jürgen Klopps Heimpremiere in Augsburg mit 0:1 gegen Griechenland.
Kimmich verpasst damit das Spiel gegen Serbien in München und das Rückspiel gegen Griechenland.
Joshua Kimmich wäre gerne geblieben. Doch der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft muss nach dem Fehlstart unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp abreisen. Nach dem 0:1 gegen Griechenland in Augsburg bestätigte der 31-Jährige, dass er wie zuvor vereinbart eine Pause erhält. Leicht fällt ihm der Abschied nicht. „Ich hatte bis zuletzt gehofft zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben. Aber ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte“, sagte Kimmich.
Klopp setzt damit seinen bereits vor Beginn der Nations-League-Spiele angekündigten Plan konsequent um. Nach den ersten beiden Partien wird der Kader fast vollständig ausgetauscht. Zahlreiche neue Spieler sollen für die kommenden Begegnungen ihre Chance bekommen, während Kimmich und andere Profis aus der ersten Gruppe abreisen. „Das war von vornherein so der Plan, dass wir einen großen Kader haben, dass wir einmal durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause die Daumen drücken“, sagte der Kapitän.
Für Kimmich ist die Pause ausgerechnet mit dem Verzicht auf ein besonderes Spiel verbunden. Am Donnerstag trifft Deutschland um 20.45 Uhr in München auf Serbien. Für den Profi des FC Bayern München wäre die Partie in der heimischen Arena ein echtes „Heimspiel“ gewesen. Anschließend steht am 4. Oktober das Rückspiel gegen Griechenland an. Auch dort wird Kimmich fehlen.
Ob der Kapitän das Serbien-Spiel zumindest von der Tribüne aus verfolgen wird, ließ er zunächst offen. „Ich weiß es noch nicht so genau“, sagte Kimmich. Danach machte er sich auf den Heimweg.
Sportlich kommt der Wechsel im Kader zu einem schwierigen Zeitpunkt. Klopps Start als Bundestrainer hat noch nicht den erhofften Schwung gebracht. Nach dem 1:1 zum Auftakt in den Niederlanden folgte bei seiner Heimpremiere in Augsburg die 0:1-Niederlage gegen Griechenland.
Damit wartet Klopp nach zwei Spielen noch auf seinen ersten Sieg mit der deutschen Nationalmannschaft. Gleichzeitig beginnt nun die zweite Phase seines ungewöhnlich großen Kaderexperiments.
Der Bundestrainer hatte bewusst einen breiten Kreis von Spielern für die ersten Nations-League-Partien eingeplant. Ziel ist es, möglichst viele Profis unter Wettkampfbedingungen kennenzulernen und unterschiedliche personelle Kombinationen auszuprobieren.
Kimmich hatte in den ersten beiden Spielen als Kapitän eine zentrale Rolle übernommen. Gegen Griechenland spielte er im Mittelfeld auf der Sechserposition und sollte der stark veränderten Mannschaft Stabilität geben.
Nun muss Klopp vorerst ohne seinen Führungsspieler auskommen.
Für Kimmich bedeutet die Pause dagegen eine ungewohnte Situation. Statt selbst auf dem Rasen Einfluss nehmen zu können, bleibt ihm gegen Serbien und im Rückspiel gegen Griechenland zunächst nur die Rolle des Zuschauers.
Dass ihm das schwerfällt, machte er nach der Niederlage in Augsburg deutlich.
Doch der Kapitän akzeptiert den Plan seines Trainers.
Und während Klopp mit einer fast komplett neuen Mannschaft die nächsten Erkenntnisse sammeln will, drückt Kimmich seinem DFB-Team von zu Hause aus die Daumen.
OZD/SID
OZD-Kommentar – Klopps Experiment wird jetzt noch mutiger
Einen Kapitän nach zwei Spielen aus dem Kader zu nehmen, obwohl der Start sportlich nicht gelungen ist, wäre unter normalen Umständen ungewöhnlich. Bei Jürgen Klopp ist es Teil eines vorher festgelegten Plans.
Das ist der entscheidende Unterschied.
Joshua Kimmich wird nicht wegen seiner Leistung aussortiert. Er bekommt die angekündigte Pause, damit Klopp weitere Spieler unter Wettkampfbedingungen kennenlernen kann.
Nach einem 1:1 und einem 0:1 wächst allerdings automatisch der Druck auf dieses Experiment. Solange die Ergebnisse stimmen, lässt sich Rotation leicht erklären. Bleiben die Siege aus, wird jede Veränderung genauer betrachtet.
Gerade deshalb werden die kommenden Spiele interessant. Klopp muss zeigen, dass ein großer Kader nicht nur Erkenntnisse liefert, sondern irgendwann auch eine Mannschaft hervorbringt, die konstant funktioniert.
Kimmichs Reaktion ist dabei bemerkenswert professionell. Er hätte gerne weitergespielt, akzeptiert aber die Entscheidung und stellt den ursprünglichen Plan nicht öffentlich infrage.
Die nächsten beiden Spiele werden zeigen, wie gut Deutschland ohne seinen Kapitän zurechtkommt. Danach dürfte sich deutlicher abzeichnen, welche Spieler sich aus Klopps großer Testphase dauerhaft empfehlen.
Historischer Hintergrund
Joshua Kimmich gehört seit Jahren zu den prägenden Spielern der deutschen Nationalmannschaft. Der Profi des FC Bayern München kann sowohl im zentralen Mittelfeld als auch auf der rechten Abwehrseite eingesetzt werden und hat sich zu einem der Führungsspieler des DFB-Teams entwickelt.
Inzwischen trägt Kimmich die Kapitänsbinde der Nationalmannschaft.
Mit Jürgen Klopp beginnt für Deutschland eine neue sportliche Phase. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool nutzt seine ersten Länderspiele, um einen besonders großen Kreis von Spielern kennenzulernen.
Dafür wurde von Beginn an geplant, den Kader zwischen den ersten Nations-League-Partien umfassend auszutauschen.
Nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland in Augsburg geht dieses Experiment nun in die nächste Runde.
Zukunftsprognose
Für Joshua Kimmich dürfte die aktuelle Pause vor allem eine kurzfristige Unterbrechung darstellen. Seine Rolle als Kapitän und Führungsspieler wird durch den vereinbarten Kaderwechsel grundsätzlich nicht infrage gestellt.
Spannender ist die Frage, welche Spieler Klopp in den Begegnungen gegen Serbien und Griechenland zusätzlich überzeugen können.
Je mehr Alternativen sich aufdrängen, desto größer wird der Konkurrenzkampf innerhalb der Nationalmannschaft. Das betrifft nicht nur einzelne Positionen, sondern möglicherweise auch die taktische Ausrichtung des Teams.
Für Klopp sind die kommenden Spiele deshalb besonders wertvoll. Er bekommt die Gelegenheit, weitere Spieler unter realen Wettkampfbedingungen zu testen.
Gleichzeitig steigt nach dem sieglosen Start der sportliche Erwartungsdruck. Die Testphase soll Erkenntnisse liefern – mittelfristig müssen daraus aber auch Ergebnisse entstehen.
Wer ist Joshua Kimmich?
Joshua Kimmich ist Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Profi des FC Bayern München.
Der vielseitige Mittelfeldspieler gehört seit Jahren zum Kern des DFB-Teams und kann auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden.
Unter Jürgen Klopp übernimmt Kimmich weiterhin eine zentrale Führungsrolle.
Warum verlässt Kimmich das DFB-Team?
Kimmich wird nicht wegen einer Verletzung oder einer sportlichen Entscheidung nach Hause geschickt.
Der Wechsel war bereits vor Beginn der Nations-League-Partien vorgesehen. Klopp arbeitet mit einem großen Spielerkreis und will nach den ersten beiden Begegnungen zahlreiche Profis austauschen.
Kimmich erhält deshalb wie geplant eine Pause.
Welche Spiele verpasst Kimmich?
Deutschland trifft am Donnerstag um 20.45 Uhr in München auf Serbien.
Am 4. Oktober folgt das Rückspiel gegen Griechenland.
Beide Begegnungen wird Kimmich verpassen.
Was bedeutet Klopps großer Kaderwechsel?
Der Bundestrainer will in seinen ersten Spielen möglichst viele Kandidaten für die Nationalmannschaft unter Wettkampfbedingungen beobachten.
Deshalb teilt Klopp seinen großen Spielerkreis faktisch in unterschiedliche Gruppen auf und wechselt zwischen den Partien umfangreich durch.
Damit sollen zusätzliche Spieler die Gelegenheit bekommen, sich für weitere Nominierungen zu empfehlen.
OZD-Extra – Ausgerechnet München muss Kimmich auslassen
Für Joshua Kimmich dürfte besonders das kommende Spiel gegen Serbien schmerzen.
Deutschland tritt in München an – dort, wo der Nationalmannschaftskapitän mit dem FC Bayern seinen Vereinsfußball spielt.
Kimmich selbst bezeichnete die Begegnung deshalb als sein „Heimspiel“.
Ob er zumindest im Stadion dabei sein wird, steht noch nicht fest. „Ich weiß es noch nicht so genau“, sagte er nach der Niederlage gegen Griechenland.
Sportlich bekommt Klopp damit gleichzeitig einen besonderen Test: Seine neu formierte Mannschaft muss gegen Serbien ohne den Kapitän und zentralen Führungsspieler auskommen.
Gewinnspiel
Welches Nations-League-Spiel verpasst Joshua Kimmich am Donnerstag in München?
A: Deutschland gegen Spanien
B: Deutschland gegen Serbien
C: Deutschland gegen Frankreich
D: Deutschland gegen Italien
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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.