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Italien meldet sich eindrucksvoll zurück: 4:1-Gala gegen die Türkei in Bursa

Italien antwortet auf das 0:2 gegen Belgien mit einem überzeugenden 4:1 in der Türkei. Besonders die erste Halbzeit in Bursa wird zur Machtdemonstration.

Fakten im Überblick

Italien besiegte die Türkei in Bursa mit 4:1 und holte damit die ersten drei Punkte in der Nations-League-Gruppe A1.

Alessandro Bastoni, Davide Frattesi und Debütant Michael Kayode sorgten bereits vor der Pause für eine 3:0-Führung.

Für Roberto Mancini war es im zweiten Spiel seit seiner Rückkehr als italienischer Nationaltrainer der erste Sieg.

Das war die Antwort, auf die Italien gewartet hatte. Nur drei Tage nach dem enttäuschenden 0:2 gegen Belgien hat sich die Squadra Azzurra in der Nations League eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft des zurückgekehrten Trainers Roberto Mancini gewann am Montagabend im türkischen Bursa mit 4:1 und zeigte besonders vor der Pause ein völlig anderes Gesicht als noch beim Fehlstart in Rom.

Von Beginn an spielte Italien mutig nach vorne. Bereits in der 9. Minute brachte Alessandro Bastoni die Gäste in Führung. Davide Frattesi erhöhte in der 22. Minute, ehe Michael Kayode nur fünf Minuten später das 3:0 erzielte. Für den jungen Verteidiger war es ein besonderer Abend: Er traf bei seinem Debüt für die italienische A-Nationalmannschaft.

Damit war die Partie praktisch schon vor der Halbzeit entschieden.

Italien kombinierte schnell, setzte die türkische Defensive früh unter Druck und nutzte die Fehler der Gastgeber konsequent aus. Gerade im Dauerregen von Bursa wirkte Mancinis Mannschaft deutlich entschlossener als wenige Tage zuvor gegen Belgien.

Die Türkei kam allerdings mit wesentlich mehr Energie aus der Kabine.

Baris Yilmaz verkürzte in der 47. Minute auf 1:3 und ließ die Zuschauer für einen kurzen Moment wieder hoffen. Doch Italien reagierte sofort. Nur drei Minuten später traf Pio Esposito zum 4:1 und stellte den alten Abstand wieder her.

Danach brachte Italien den Vorsprung kontrolliert über die Zeit.

Für Mancini war der Sieg besonders wichtig. Seine Rückkehr auf die italienische Trainerbank hatte am Freitag mit einer ernüchternden 0:2-Heimniederlage gegen Belgien begonnen. In Bursa folgte nun im zweiten Spiel der erste Erfolg.

Dabei hatte Mancini seine Mannschaft kräftig verändert. Zehn Spieler aus seinem erweiterten Kader waren gar nicht mit in die Türkei gereist, sondern in Coverciano geblieben, um sich auf die kommenden Begegnungen mit Frankreich und erneut der Türkei vorzubereiten.

Das Risiko zahlte sich aus.

Vor allem die jungen Spieler nutzten ihre Gelegenheit. Neben Kayode gehörten auch die Esposito-Brüder zu den auffälligen Namen des Abends. Pio Esposito erzielte den vierten italienischen Treffer, während Sebastiano Esposito ebenfalls zu seinem Debüt kam.

Mancini zeigte sich entsprechend zufrieden. „Tutti quanti hanno fatto una grande partita“, sagte der Trainer nach dem Spiel und lobte damit die Leistung der gesamten Mannschaft. Er verwies zugleich auf die nächste Aufgabe in Frankreich.

Mit dem Erfolg hat Italien die Ausgangslage in der Gruppe A1 deutlich verbessert.

Frankreich gewann parallel durch einen späten Treffer von Michael Olise mit 1:0 in Belgien und führt die Gruppe nach zwei Siegen an. Italien und Belgien haben jeweils drei Punkte, die Türkei steht nach Niederlagen gegen Frankreich und Italien noch ohne Zähler da.

Für die türkische Nationalmannschaft von Vincenzo Montella war der Abend entsprechend bitter.

Nach dem 0:1 gegen Frankreich folgte innerhalb weniger Tage die zweite Niederlage. Besonders die defensive Vorstellung während der ersten halben Stunde gegen Italien dürfte Montella beschäftigen.

Das Duell hatte auch persönlich eine besondere Note.

Mancini und Montella kennen sich seit Jahrzehnten. In den 1990er-Jahren bildeten sie bei Sampdoria Genua gemeinsam ein erfolgreiches Sturmduo. In der Saison 1996/97 erzielten sie zusammen 37 Tore. Nun standen sie sich in Bursa als Nationaltrainer gegenüber.

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt beiden Mannschaften nicht.

Italien tritt am Freitag, 2. Oktober, im Stade de France in Saint-Denis gegen Frankreich an. Danach folgt am Montag, 5. Oktober, bereits das Rückspiel gegen die Türkei im Stadio Renato Dall'Ara in Bologna. Die Türkei muss zuvor am Freitag in Belgien antreten.

Damit wartet auf Mancinis Mannschaft nun ein deutlich schwierigerer Test.

Frankreich hat unter seinem neuen Nationaltrainer Zinedine Zidane beide bisherigen Nations-League-Partien gewonnen. Nach dem 1:0 gegen die Türkei setzte sich die Équipe tricolore ebenfalls 1:0 in Belgien durch.

Italien hat in Bursa jedoch zumindest gezeigt, wie schnell sich die Stimmung innerhalb weniger Tage verändern kann.

Nach dem Fehlstart gegen Belgien steht nun ein 4:1-Auswärtssieg.

Die Krise ist damit noch nicht endgültig überwunden. Aber die Squadra Azzurra hat erstmals unter Rückkehrer Mancini gezeigt, welche Richtung der Neuaufbau nehmen könnte.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Vier Tore verändern die Stimmung

Das 4:1 in Bursa war für Italien mehr als nur der erste Sieg dieser Nations-League-Saison.

Nach dem schwachen Auftritt gegen Belgien brauchte die Mannschaft eine Reaktion. Genau die lieferte sie – mit Tempo, Mut und einer bemerkenswert effizienten ersten Halbzeit.

Besonders interessant war Mancinis Vertrauen in jüngere Spieler. Michael Kayode traf bei seinem Debüt, Pio Esposito erzielte ebenfalls ein Tor, und auch Sebastiano Esposito erhielt seine Chance.

Trotzdem sollte das Ergebnis nicht überbewertet werden. Die Türkei leistete sich vor der Pause erhebliche defensive Fehler, und Italien wird bereits gegen Frankreich vor einer anderen Herausforderung stehen.

Für Mancini liefert der Abend deshalb vor allem neue Optionen.

Nach dem 0:2 gegen Belgien stand die Frage im Raum, wie schnell seine Mannschaft seine Vorstellungen umsetzen kann. Drei Tage später zeigte Italien, dass innerhalb dieses Kaders deutlich mehr Dynamik möglich ist.

Ob daraus bereits eine stabile Entwicklung geworden ist, werden die nächsten Begegnungen zeigen.

Historischer Hintergrund

Italien und die Türkei verbindet eine lange Fußballgeschichte.

Bemerkenswert ist die Bilanz: Die Türkei wartet weiterhin auf ihren ersten Sieg gegen die italienische Nationalmannschaft. Das 4:1 von Bursa war im elften direkten Duell bereits der siebte italienische Erfolg.

Besonders bekannt ist das Aufeinandertreffen bei der Europameisterschaft 2021. Italien gewann damals das Eröffnungsspiel in Rom mit 3:0 und wurde wenige Wochen später Europameister.

Auch Roberto Mancini verbindet viel mit dem türkischen Fußball.

Nach seiner ersten Amtszeit als italienischer Nationaltrainer arbeitete er zeitweise in der Türkei. Nun ist er zurück auf der Bank der Squadra Azzurra und soll eine Nationalmannschaft neu aufbauen, die zuletzt schwere sportliche Rückschläge verkraften musste.

Die Nations League bekommt dabei zusätzliche Bedeutung. In Liga A trifft Italien in seiner Gruppe auf Frankreich, Belgien und die Türkei – vier Mannschaften mit unterschiedlichen Spielstilen und hohen sportlichen Ansprüchen.

Zukunftsprognose

Der Sieg in Bursa verschafft Italien zunächst wichtige Punkte im Kampf um die Platzierungen in Gruppe A1.

Die nächste Begegnung mit Frankreich dürfte wesentlich mehr darüber verraten, wie weit Mancinis Neuaufbau bereits fortgeschritten ist. Frankreich startete unter Zinedine Zidane mit zwei Siegen in den Wettbewerb.

Italien kann dabei auf frische Kräfte zurückgreifen. Mancini hatte bewusst zehn Spieler in Coverciano gelassen, damit sie sich auf die nächsten Begegnungen vorbereiten können.

Für die Türkei wächst dagegen der Druck, Punkte zu sammeln. Nach zwei Niederlagen steht Montellas Mannschaft am Tabellenende der Gruppe.

Eine Prognose über den endgültigen Ausgang der Gruppe wäre nach zwei Spieltagen jedoch verfrüht.

Wer ist Roberto Mancini?

Roberto Mancini ist ein ehemaliger italienischer Nationalspieler und erfolgreicher Trainer.

Seinen größten Erfolg mit der Squadra Azzurra feierte er 2021, als Italien Europameister wurde.

2023 verließ Mancini überraschend den italienischen Verband und übernahm anschließend die Nationalmannschaft Saudi-Arabiens.

2026 kehrte er als italienischer Nationaltrainer zurück. Nach dem 0:2 gegen Belgien zum Auftakt gelang ihm mit dem 4:1 in der Türkei nun der erste Sieg seiner neuen Amtszeit.

Wer ist Michael Kayode?

Michael Kayode gehört zu einer jüngeren Generation italienischer Nationalspieler.

In Bursa feierte er sein Debüt für die italienische A-Nationalmannschaft – und erzielte unmittelbar sein erstes Länderspieltor.

Sein Treffer zum 3:0 in der 27. Minute machte seinen ersten Einsatz zu einem der besonderen Momente des Abends.

Was ist die UEFA Nations League?

Die Nations League ist ein Wettbewerb für europäische Nationalmannschaften.

Die Teams werden entsprechend ihrer sportlichen Einstufung auf verschiedene Ligen verteilt. Italien, Frankreich, Belgien und die Türkei spielen in der Saison 2026/27 gemeinsam in Gruppe 1 der höchsten Liga A.

Für die Mannschaften geht es dabei nicht nur um den Gruppensieg. Auch Auf- und Abstieg beziehungsweise die weitere Teilnahme in Liga A spielen eine Rolle.

OZD-Extra – Mancini gegen Montella: Aus Teamkollegen werden Rivalen

Die Trainerbegegnung in Bursa erzählte eine besondere italienische Fußballgeschichte.

Roberto Mancini und Vincenzo Montella waren einst gemeinsam für Sampdoria Genua erfolgreich.

In der Saison 1996/97 erzielten beide zusammen 37 Treffer. Mancini war damals der erfahrene Führungsspieler, Montella einer der aufstrebenden italienischen Torjäger.

Fast drei Jahrzehnte später standen sich die ehemaligen Angriffspartner an der Seitenlinie gegenüber.

Mancini trainiert wieder Italien, Montella führt die türkische Nationalmannschaft.

Das erste Trainerduell dieser Nations-League-Phase ging deutlich an Mancini.

Schon am 5. Oktober sehen sich beide wieder – dann in Bologna.

Mögliche wirtschaftliche Auswirkungen

Für Börsen, Aktienmärkte, Rohstoffe oder den Euro besitzt ein einzelnes Nations-League-Spiel keine relevante direkte Bedeutung.

Wirtschaftlich interessant ist internationaler Fußball dennoch für Verbände, Fernsehsender, Sponsoren, Ausrüster und Gastgeberstädte.

Spiele der italienischen Nationalmannschaft in Paris und Bologna erzeugen zusätzliche Nachfrage nach Tickets, Reisen, Hotellerie, Gastronomie und Medienrechten.

Besonders für junge Spieler wie Kayode oder Pio Esposito können erfolgreiche Länderspiele zudem den sportlichen Marktwert und die internationale Aufmerksamkeit erhöhen. Eine konkrete Wertsteigerung lässt sich aus einem einzelnen Spiel allerdings nicht seriös beziffern.

Gewinnspiel

Welcher italienische Spieler traf bei seinem Nationalmannschaftsdebüt zum 3:0 gegen die Türkei?

A: Sandro Tonali

B: Michael Kayode

C: Nicolò Barella

D: Gianluca Mancini

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.