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Champions League in Lissabon: Bayern will gegen Benfica die richtige Antwort geben

Nach dem Pokal-Krimi wartet Benfica Lissabon: Die Bayern-Frauen brauchen in der Champions League eine Steigerung – zumal Barcelona und PSG noch kommen.

Fakten im Überblick

Bayern München trifft am Mittwoch um 21.00 Uhr im Estádio da Luz auf Benfica Lissabon.

Zum Champions-League-Auftakt verspielten die Münchnerinnen gegen Manchester City eine 2:0-Führung und kamen nur zu einem 2:2.

Benfica reist nach einem 2:1-Erfolg bei Juventus Turin mit drei Punkten und Rückenwind in das Duell.

Der FC Bayern München steht in der Champions League früh vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Nach einem enttäuschenden Start in die Ligaphase und einer Zitterpartie im DFB-Pokal müssen die deutschen Double-Gewinnerinnen am Mittwochabend bei Benfica Lissabon eine deutliche Leistungssteigerung zeigen.

Um 21.00 Uhr wartet im berühmten Estádio da Luz der portugiesische Meister. Das Spiel wird im ZDF-Livestream und bei Disney+ übertragen.

Die Münchnerinnen reisen mit einem Erfolg nach Portugal – allerdings mit einem, der mehr Fragen aufwarf, als Trainer José Barcala lieb sein dürfte.

In der ersten Runde des DFB-Pokals entging Bayern beim Zweitligisten Borussia Mönchengladbach nur knapp einer großen Überraschung. Erst in der Schlussphase machte Vanessa Gilles mit zwei Treffern in der 74. und 80. Minute aus einem 0:1-Rückstand einen 2:1-Sieg.

Eine entscheidende Rolle spielte dabei die eingewechselte Klara Bühl.

Trainer Barcala hatte seine Startelf erheblich verändert und zahlreichen Stammspielerinnen zunächst eine Pause gegeben. Der Plan ging beinahe schief.

Die Partie sei "definitiv ein Spiel, das wir reflektieren und aufarbeiten müssen", sagte der Bayern-Trainer anschließend.

Bühl fand noch deutlichere Worte: "Es war unglaublich wichtig, hier mit einem Sieg nach Hause zu fliegen. Alles andere wäre ein Desaster gewesen".

In Lissabon dürfte Barcala deshalb wieder stärker auf seine etablierten Kräfte setzen. Denn anders als gegen den Zweitligisten aus Mönchengladbach wird sich Bayern eine schwache Vorstellung gegen Benfica kaum erlauben können.

Auch der Auftakt in die Champions-League-Ligaphase verlief nicht nach Wunsch.

Gegen Manchester City führten die Münchnerinnen bereits mit 2:0 und schienen auf dem Weg zu einem wichtigen Auftaktsieg. Doch Bayern verlor zunehmend die Kontrolle über die Partie und musste sich am Ende mit einem 2:2 begnügen.

Besonders bitter: Ausgerechnet die deutsche Nationalspielerin Carlotta Wamser erzielte in der 86. Minute den späten Ausgleich für Manchester City.

Trotz des verspielten Vorsprungs nimmt Bayern auch positive Erkenntnisse aus der Partie mit. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft, welchen Fußball sie auf internationalem Spitzenniveau spielen kann.

Kapitänin Giulia Gwinn formulierte deshalb einen klaren Anspruch für den Auftritt in Portugal. Bayern wolle gegen Benfica "die gleiche Leistung zeigen", die gegen Manchester City in der ersten Halbzeit und zeitweise nach der Pause gelungen sei.

Was das konkret bedeutet, fasste Gwinn knapp zusammen: "Gute Energie, unser Kombinationsfußball, kurze Wege."

Genau diese Qualitäten werden gegen Benfica benötigt.

Die Portugiesinnen haben bereits gezeigt, dass sie in der Champions League gefährlich werden können. Zum Auftakt gewann Benfica auswärts bei Juventus Turin mit 2:1 und verschaffte sich damit eine ausgezeichnete Ausgangsposition.

Im Tor der Gastgeberinnen steht mit Lena Pauels zudem eine Deutsche. Die Torhüterin aus Düsseldorf spielt seit 2023 für Benfica und kennt den deutschen Fußball gut.

Für Bayern erhöht die Konstellation den Druck. Ein Sieg in Lissabon wäre angesichts des anspruchsvollen weiteren Programms besonders wertvoll.

In der Ligaphase warten unter anderem noch der FC Barcelona und Paris Saint-Germain – zwei Mannschaften, die seit Jahren zur europäischen Spitze im Frauenfußball gehören.

Jeder verlorene Punkt kann deshalb im Kampf um eine möglichst gute Ausgangsposition für die nächste Phase des Wettbewerbs entscheidend werden.

Bayern verfügt allerdings über genügend internationale Erfahrung, um auf die jüngsten Rückschläge zu reagieren. Spielerinnen wie Gwinn, Bühl und weitere deutsche Nationalspielerinnen kennen Spiele auf höchstem europäischen Niveau.

Die Partie im Estádio da Luz wird damit auch zum Test für Trainer Barcala: Schafft es seine Mannschaft, nach zwei Spielen mit erheblichen Schwankungen über 90 Minuten konstant aufzutreten?

Zumindest der Schauplatz weckt beim FC Bayern große Erinnerungen.

Am 23. August 2020 gewann die Männer-Mannschaft des deutschen Rekordmeisters genau in diesem Stadion das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain. Kingsley Coman erzielte damals das entscheidende Tor zum 1:0.

Sechs Jahre später geht es für die Bayern-Frauen in Lissabon zwar noch nicht um einen Titel. Doch angesichts des schwierigen weiteren Programms könnte ein Erfolg gegen Benfica bereits erhebliche Bedeutung für den weiteren Verlauf ihrer Champions-League-Saison bekommen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Bayern braucht wieder Konstanz

Zwei Spiele, zwei Warnsignale: Das 2:2 gegen Manchester City und der mühsame Pokalerfolg in Mönchengladbach zeigen, woran Bayern derzeit arbeiten muss.

Gegen City war das spielerische Potenzial deutlich sichtbar. Eine 2:0-Führung gegen einen europäischen Spitzenklub herauszuspielen, ist ein Qualitätsnachweis. Sie anschließend noch aus der Hand zu geben, zeigt allerdings ebenso deutlich, wie wichtig Konzentration und Spielkontrolle über die gesamte Partie sind.

Das Pokalspiel lieferte eine andere Warnung. Rotation ist angesichts eines engen Terminkalenders notwendig. Wenn eine stark veränderte Mannschaft gegen einen Zweitligisten allerdings bis weit in die zweite Halbzeit zurückliegt, gerät der Plan unter Druck.

Benfica dürfte Bayern nun einen anderen Test bieten. Die Portugiesinnen starten nach ihrem Auswärtssieg bei Juventus mit Selbstvertrauen und können vor heimischem Publikum auftreten.

Für die Münchnerinnen geht es deshalb vor allem darum, die starken Phasen aus dem City-Spiel länger auf den Platz zu bringen. Die realistische Prognose: Bayern besitzt genügend individuelle und spielerische Qualität für ein enges Duell in Lissabon. Entscheidend wird sein, ob die Mannschaft ihre jüngsten Leistungsschwankungen reduziert.

Historischer Hintergrund

Der FC Bayern München hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der stärksten Mannschaften im deutschen Frauenfußball entwickelt. National kämpfen die Münchnerinnen regelmäßig um Meisterschaft und DFB-Pokal.

International ist der Weg an die absolute europäische Spitze schwieriger. Klubs wie der FC Barcelona, Olympique Lyon und weitere europäische Schwergewichte haben die Champions League in den vergangenen Jahren geprägt.

Benfica wiederum hat sich zur dominierenden Kraft im portugiesischen Frauenfußball entwickelt und international zunehmend Erfahrung gesammelt.

Für beide Vereine besitzt die Champions League deshalb strategische Bedeutung. Bayern will dauerhaft zur europäischen Spitze gehören, Benfica versucht, die internationale Lücke zu den finanzstarken Topklubs weiter zu schließen.

Zukunftsprognose

Sportlich kann das Ergebnis von Lissabon die Ausgangslage der Bayern-Frauen in der Ligaphase deutlich beeinflussen. Nach dem Unentschieden gegen Manchester City wären drei Punkte besonders wertvoll.

Das gilt umso mehr, weil mit dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain noch prominente Gegner warten.

Für den deutschen Frauenfußball sind erfolgreiche Auftritte des FC Bayern auch international bedeutsam. Gute Ergebnisse in europäischen Wettbewerben erhöhen Sichtbarkeit, Medieninteresse und wirtschaftliche Attraktivität.

International wächst der Frauenfußball weiter. Englische, spanische, französische und deutsche Spitzenklubs investieren zunehmend in ihre Mannschaften und Strukturen. Dadurch steigt auch der sportliche Wettbewerb in der Champions League.

Wer ist José Barcala?

José Barcala ist Trainer der Frauenmannschaft des FC Bayern München. Der Spanier steht vor der Aufgabe, die Münchnerinnen national erfolgreich zu führen und gleichzeitig näher an die europäische Spitze heranzubringen.

Wer ist Giulia Gwinn?

Giulia Gwinn ist deutsche Nationalspielerin und eine der Führungsspielerinnen des FC Bayern München. Die Außenverteidigerin gehört zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Frauenfußballs.

Wer ist Klara Bühl?

Klara Bühl ist deutsche Nationalspielerin und Offensivspielerin des FC Bayern. Mit ihrer Schnelligkeit und ihren Fähigkeiten im Eins-gegen-eins kann sie insbesondere über die Außenbahnen für Gefahr sorgen.

Wer ist Lena Pauels?

Lena Pauels ist eine deutsche Torhüterin und spielt für Benfica Lissabon. Die gebürtige Düsseldorferin wechselte 2023 nach Portugal.

Was ist das Estádio da Luz?

Das Estádio da Luz ist das große Heimstadion von Benfica Lissabon. Für Bayern besitzt die Arena einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte: Dort gewann die Männer-Mannschaft am 23. August 2020 das Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain mit 1:0.

OZD-Extra – Ein Stadion voller Bayern-Erinnerungen

Lissabon und das Estádio da Luz sind beim FC Bayern untrennbar mit einer der größten Nächte der jüngeren Vereinsgeschichte verbunden.

Im August 2020 trafen die Bayern-Männer dort im Champions-League-Finale auf Paris Saint-Germain. In der 59. Minute erzielte Kingsley Coman per Kopf das 1:0. Es blieb das einzige Tor des Abends.

Bayern vollendete damit das Triple aus deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

Für die Frauenmannschaft geht es diesmal nicht um den europäischen Titel. Doch der Spielort liefert eine besondere historische Kulisse für eine Partie, in der die Münchnerinnen nach zwei wechselhaften Auftritten wieder ein sportliches Ausrufezeichen setzen können.

Wirtschaftlich unterstreicht die Champions League zugleich die wachsende Bedeutung des Frauenfußballs. Steigende Zuschauerzahlen, Medienrechte und Sponsoringeinnahmen machen den Wettbewerb für große Vereine zunehmend wichtiger.

Für börsennotierte Fußball- und Medienunternehmen sind daraus keine unmittelbaren größeren Auswirkungen zu erwarten. Langfristig kann die zunehmende Kommerzialisierung des europäischen Frauenfußballs jedoch neue Erlösquellen bei Medienrechten, Sponsoring und Merchandising schaffen.

Gewinnspiel

Gegen welchen Klub gewann die Männer-Mannschaft des FC Bayern 2020 im Estádio da Luz das Champions-League-Finale?

A: FC Barcelona

B: Real Madrid

C: Paris Saint-Germain

D: Manchester City

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.