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„Das ist mein Leben“: Fernando Alonso verschiebt Formel-1-Abschied und fährt 2027 weiter

Fernando Alonso denkt noch nicht ans Aufhören: Der zweimalige Weltmeister verlängert bei Aston Martin und startet 2027 in seine 24. Formel-1-Saison.

Fakten im Überblick

Fernando Alonso hat seinen Vertrag bei Aston Martin verlängert und wird auch in der Formel-1-Saison 2027 für das britische Team fahren.

Der 45 Jahre alte Spanier ist mit 440 Grand-Prix-Starts Rekordhalter der Formel 1 und gewann 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft.

Auch Lance Stroll bleibt bei Aston Martin, das damit 2027 erneut mit Alonso und dem Kanadier antritt.

Fernando Alonso bleibt. Nach monatelangen Spekulationen über einen möglichen Abschied aus der Formel 1 hat der zweimalige Weltmeister seine Entscheidung getroffen und seinen Vertrag bei Aston Martin verlängert. Der Spanier wird auch 2027 in der Königsklasse des Motorsports antreten.

Für Alonso ist es die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Karriere.

45 Jahre alt, zweimaliger Weltmeister, 32 Grand-Prix-Siege und mit aktuell 440 Starts mehr Formel-1-Rennen als jeder andere Fahrer der Geschichte – doch der Gedanke an den endgültigen Abschied muss warten.

Aston Martin inszenierte die Bekanntgabe am Dienstag bewusst dramatisch.

In einem Video ließ Alonso zunächst Stationen seiner langen Karriere Revue passieren. Die Bilder und Worte wirkten wie die Vorbereitung auf eine Rücktrittserklärung.

Dann kam die Wendung.

"Ich werde mit der Formel 1 aufhören - aber noch nicht jetzt. Ich fühle mich noch immer schnell, motiviert und habe große Leidenschaft für die Formel 1 und den Sport", sagte Alonso.

Seine Entscheidung habe er keineswegs spontan getroffen.

"Ich habe mir Zeit für diese Entscheidung genommen, aber der Rennsport ist mein Leben, meine Leidenschaft."

Damit endet vorerst eine der großen Personaldebatten der laufenden Formel-1-Saison.

Alonsos bisheriger Vertrag als Fahrer wäre Ende 2026 ausgelaufen. Über Monate hatte der Spanier offengelassen, ob er ein weiteres Jahr im Cockpit verbringen würde.

Die Entscheidung war auch deshalb schwierig, weil Aston Martin sportlich eine enttäuschende Saison erlebt.

Das Team aus Silverstone war mit großen Ambitionen in die neue Formel-1-Ära gestartet. Doch die Realität auf der Rennstrecke blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Aston Martin liegt tief im Feld und konnte bislang nur wenige WM-Punkte sammeln.

Für Alonso ist das besonders bitter.

Der Spanier hatte sich dem Team angeschlossen, weil Aston Martin ein langfristiges Projekt mit erheblichen Investitionen aufgebaut hatte. Neue Infrastruktur, technische Verstärkung und große Ambitionen sollten aus dem Rennstall einen zukünftigen Titelkandidaten machen.

Seit 2023 fährt Alonso für Aston Martin.

Seine erste Saison in Grün begann spektakulär. Regelmäßig kämpfte der Routinier um Podestplätze und vermittelte den Eindruck, dass Aston Martin tatsächlich den Anschluss an die Formel-1-Spitze schaffen könnte.

Der erhoffte nächste Schritt blieb jedoch aus.

Trotzdem setzt Alonso seine Karriere fort.

Für die Saison 2027 vertraut Aston Martin erneut auf dieselbe Fahrerpaarung. Neben Alonso bleibt auch Lance Stroll im Team.

Der Kanadier ist der Sohn von Teambesitzer Lawrence Stroll und fährt bereits seit Jahren für den Rennstall.

Für Alonso bedeutet die Verlängerung, dass er seinen ohnehin außergewöhnlichen Formel-1-Rekord weiter ausbauen kann.

Aktuell steht der Spanier bei 440 Grand-Prix-Starts. Damit führt er die ewige Statistik deutlich an.

Hinter ihm liegt Lewis Hamilton, der ebenfalls zu den langlebigsten und erfolgreichsten Fahrern der Formel-1-Geschichte gehört.

Alonsos Karriere begann bereits 2001.

Damals debütierte er für Minardi. Es folgte der Wechsel zu Renault – und dort der endgültige Durchbruch.

2005 gewann Alonso seinen ersten Weltmeistertitel.

Damit beendete er die jahrelange Dominanz von Michael Schumacher und Ferrari. 2006 verteidigte der Spanier seinen Titel und setzte sich erneut gegen Schumacher durch.

Es war eine der großen Rivalitäten jener Formel-1-Ära.

Alonso duellierte sich in diesen Jahren außerdem mit Kimi Räikkönen und wurde zu einem der prägenden Fahrer seiner Generation.

Später fuhr er unter anderem für McLaren und Ferrari. Weitere WM-Titel blieben ihm trotz mehrerer Anläufe verwehrt.

Nach der Saison 2018 verließ Alonso zunächst die Formel 1.

Seine Motorsportkarriere beendete er allerdings nicht.

Er suchte neue Herausforderungen, gewann zweimal die 24 Stunden von Le Mans und versuchte sich auch beim Indianapolis 500.

2021 folgte das Comeback in der Formel 1.

Was zunächst wie das späte Zusatzkapitel einer großen Karriere wirkte, hat sich inzwischen zu einer weiteren Ära entwickelt.

Mit der Verlängerung für 2027 wird Alonso in seine 24. Formel-1-Saison gehen.

Sein Alter betrachtet er offenbar nicht als entscheidendes Hindernis.

Viel wichtiger ist für den Spanier die Frage, ob er sich weiterhin schnell genug fühlt, um auf höchstem Niveau anzutreten.

Genau das beantwortet Alonso derzeit mit einem klaren Ja.

Seine Entscheidung erhöht zugleich den Druck auf Aston Martin.

Ein Fahrer mit Alonsos Erfahrung benötigt ein Auto, mit dem er zumindest regelmäßig um größere Punkte kämpfen kann. Das aktuelle sportliche Niveau entspricht weder den Ambitionen des Teams noch den Erwartungen, die mit den umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre verbunden waren.

2027 könnte deshalb zu einem entscheidenden Jahr für das gesamte Projekt werden.

Alonso hat seinen Teil der Entscheidung getroffen.

Nun muss Aston Martin zeigen, ob das Team seinem ältesten und erfahrensten Fahrer ein Auto zur Verfügung stellen kann, das seinen weiterhin hohen Ansprüchen gerecht wird.

Der Abschied aus der Formel 1 wird kommen.

Aber noch nicht jetzt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Alonso fährt weiter, jetzt steht Aston Martin unter Druck

Fernando Alonso muss niemandem mehr beweisen, dass er zu den außergewöhnlichsten Rennfahrern seiner Generation gehört.

Zwei Weltmeisterschaften, mehr als 400 Grand-Prix-Starts, Siege in der Formel 1 und bei den 24 Stunden von Le Mans – seine Karriere wäre längst komplett genug für den Ruhestand.

Doch Alonso denkt anders.

Solange er sich schnell, motiviert und konkurrenzfähig fühlt, will er fahren. Das ist sportlich nachvollziehbar. Entscheidend wird allerdings sein, was Aston Martin daraus macht.

Ein Rennfahrer kann auch mit jahrzehntelanger Erfahrung kein grundsätzlich unterlegenes Auto dauerhaft in einen Siegerwagen verwandeln.

Aston Martin hat enorme Summen in Infrastruktur und Personal investiert. Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Wenn das Team Alonso auch 2027 im Cockpit hält, muss es sportlich endlich Fortschritte zeigen.

Das Alter allein sollte dabei nicht die Debatte bestimmen. Die entscheidende Frage lautet, ob Alonso die erforderliche Leistung bringt. Solange das der Fall ist, spricht sportlich wenig dagegen, dass er sich mit deutlich jüngeren Fahrern misst.

Die realistische Prognose: 2027 dürfte für Alonso und Aston Martin zu einer richtungsweisenden Saison werden. Gelingt dem Team ein deutlicher Leistungssprung, könnte selbst eine weitere Fortsetzung seiner Karriere wieder diskutiert werden. Bleiben die Ergebnisse aus, wird die Frage nach seinem endgültigen Abschied erneut schnell auftauchen.

Historischer Hintergrund

Fernando Alonso gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Formel 1.

Sein Debüt gab der Spanier 2001 für Minardi. Nach einem Jahr als Testfahrer bei Renault wurde er dort 2003 Stammfahrer.

Der große Durchbruch folgte 2005.

Alonso gewann die Weltmeisterschaft und beendete damit die Titelserie von Michael Schumacher. Ein Jahr später verteidigte er seinen WM-Titel.

2007 wechselte Alonso zu McLaren, später kehrte er zu Renault zurück. Von 2010 bis 2014 fuhr er für Ferrari und kämpfte mehrfach um die Weltmeisterschaft.

Weitere Jahre bei McLaren folgten, bevor Alonso nach der Saison 2018 zunächst aus der Formel 1 ausstieg.

2021 kehrte er mit Alpine zurück. Seit 2023 fährt er für Aston Martin.

Seine Karriere erstreckt sich damit über mehrere technische Generationen der Formel 1 und reicht von den Duellen mit Michael Schumacher und Kimi Räikkönen bis zu den heutigen Stars der Königsklasse.

Zukunftsprognose

Sportlich hängt Alonsos Zukunft nun stärker denn je von Aston Martin ab.

Der Rennstall hat in den vergangenen Jahren massiv in seine Infrastruktur investiert und mit hochkarätigem technischem Personal versucht, den Weg zur Spitze zu verkürzen.

Für 2027 benötigt das Team sichtbare Fortschritte, wenn es seine langfristigen Titelambitionen glaubwürdig untermauern will.

Wirtschaftlich besitzt Alonso für Aston Martin erheblichen Wert. Der Spanier verfügt über eine große internationale Fangemeinde und ist insbesondere in Spanien eine der bekanntesten Sportpersönlichkeiten.

Seine Weiterverpflichtung bedeutet deshalb nicht nur sportliche Kontinuität, sondern besitzt auch Bedeutung für Sponsoren, Marketing und die weltweite Wahrnehmung der Marke Aston Martin.

International bleibt die Formel 1 gleichzeitig ein hart umkämpfter Entwicklungswettbewerb. Mercedes, Ferrari, McLaren, Red Bull und weitere Teams investieren ebenfalls erhebliche Ressourcen.

Ob Aston Martin den Abstand tatsächlich schließen kann, entscheidet sich deshalb nicht an einer Vertragsverlängerung, sondern auf der Rennstrecke.

Wer ist Fernando Alonso?

Fernando Alonso ist ein spanischer Automobilrennfahrer und zweimaliger Formel-1-Weltmeister.

Er gewann die Titel 2005 und 2006 mit Renault und gehört mit 32 Grand-Prix-Siegen zu den erfolgreichsten Fahrern der Formel-1-Geschichte.

Mit 440 Grand-Prix-Starts hält Alonso zudem den Rekord für die meisten Rennteilnahmen.

Wie alt ist Fernando Alonso?

Fernando Alonso wurde am 29. Juli 1981 in Oviedo in Spanien geboren.

Er ist 45 Jahre alt und wird während der Saison 2027 seinen 46. Geburtstag feiern.

Seit wann fährt Alonso für Aston Martin?

Alonso wechselte zur Saison 2023 von Alpine zu Aston Martin.

In seinem ersten Jahr mit dem britischen Rennstall erreichte er acht Podiumsplatzierungen und sorgte damit für einen der erfolgreichsten Saisonstarts der jüngeren Aston-Martin-Geschichte.

Wie lange bleibt Alonso bei Aston Martin?

Die aktuelle Verlängerung sichert Fernando Alonso einen Platz im Aston-Martin-Cockpit für die Formel-1-Saison 2027.

Auch Lance Stroll bleibt beim Team. Damit tritt Aston Martin 2027 erneut mit Alonso und Stroll an.

Warum ist Alonsos Startrekord besonders?

Alonso kommt derzeit auf 440 Formel-1-Grand-Prix-Starts.

Seine lange Karriere ist auch deshalb außergewöhnlich, weil er zwischenzeitlich zwei Jahre nicht in der Formel 1 fuhr. Nach seinem Abschied Ende 2018 kehrte er erst 2021 in die Königsklasse zurück.

OZD-Extra – Von Schumacher bis zur nächsten Generation

Kaum ein aktiver Fahrer verbindet so viele Formel-1-Epochen miteinander wie Fernando Alonso.

Als der Spanier 2001 sein Debüt gab, war Michael Schumacher amtierender Weltmeister. Mika Häkkinen fuhr noch Formel 1, Kimi Räikkönen absolvierte seine erste Saison und Lewis Hamilton war noch Jahre von seinem Grand-Prix-Debüt entfernt.

Alonso kämpfte später gegen Schumacher und Räikkönen um Weltmeisterschaften und traf danach auf die Generationen um Hamilton, Sebastian Vettel und schließlich Max Verstappen.

2027 wird diese außergewöhnliche Zeitreise weitergehen.

Für Aston Martin besitzt Alonsos Verbleib auch wirtschaftliche Bedeutung. Die Formel 1 ist für den britischen Sportwagenhersteller eine globale Marketingplattform, und Alonso bringt enorme internationale Bekanntheit mit.

Die Vertragsverlängerung allein dürfte die Aktie des Autobauers jedoch nicht fundamental verändern. Entscheidend bleiben Fahrzeugabsatz, Profitabilität, Finanzierung und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Bei Rohstoffen und Währungen sind keine direkten Auswirkungen zu erwarten.

Für Sponsoren und die kommerzielle Vermarktung des Formel-1-Teams ist Alonsos Verbleib dagegen wertvoll: Ein zweimaliger Weltmeister mit einer jahrzehntelangen Karriere sorgt weltweit für Aufmerksamkeit.

Gewinnspiel

Wie oft wurde Fernando Alonso Formel-1-Weltmeister?

A: Einmal

B: Zweimal

C: Dreimal

D: Viermal

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.