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Zverev kann Tennis Spitze erreichen dank Sinners Absage

Sinner verpasst das Shanghai Masters wegen Knieproblemen. Für Zverev steigt jetzt die Chance, erstmals seit 1991 Weltranglistenerster zu werden.

Fakten im Überblick

Jannik Sinner muss wegen Knieproblemen das Shanghai Masters absagen.

Alexander Zverev hat damit erhöhte Chancen auf die Nummer eins im ATP-Ranking.

Seit Boris Becker 1991 war kein Deutscher mehr Tennis-Weltranglistenerster.

Die Tenniswelt blickt gespannt auf Alexander Zverev, denn seine Chancen auf einen historischen Sprung an die Spitze der ATP-Weltrangliste sind so groß wie lange nicht mehr. Grund dafür ist die kurzfristige Absage von Jannik Sinner, der bislang als Nummer eins die Rangliste anführte. Der Italiener erklärte am Samstag in den sozialen Medien, dass er wegen anhaltender Knieprobleme nicht beim prestigeträchtigen Rolex Shanghai Masters antreten kann. „Leider werde ich dieses Jahr nicht wie erhofft beim Rolex Shanghai Masters spielen können“, schrieb der Südtiroler an seine Fans. Sinner zeigte sich enttäuscht, da er den Wettbewerb in Shanghai und das Publikum dort stets sehr geschätzt habe. Das Bedauern über die erneute Zwangspause ist groß, denn der Wimbledon-Sieger von 2024 hat seit seinem Triumph im Finale über Zverev kein Match auf der Tour absolviert.

Für Zverev bedeutet die Entwicklung: Sein Rückstand auf Sinner ist auf lediglich 1370 Punkte zusammengeschmolzen. Der Hamburger kämpft aktuell im 500er-Turnier in Peking um weitere wichtige Zähler. Sollte er in China überzeugen und auch in Shanghai ein erfolgreiches Turnier spielen, könnte er als erster Deutscher seit Boris Becker im Jahr 1991 erneut auf dem Thron der ATP-Weltrangliste stehen. Sinner wiederum steht unter Druck: Im weiteren Saisonverlauf muss er viele Punkte verteidigen und kann verletzungsbedingt aktuell keine weiteren sammeln.

Für Tennis-Deutschland ist der mögliche Erfolg Zverevs ein emotionales Highlight, das Erinnerungen an die goldenen Zeiten von Boris Becker und Michael Stich weckt. Die Konstellation bleibt spannend, auch weil sich das Rennen um die Nummer eins nun mehr denn je zuspitzt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Der Traum von Tennis-Geschichte lebt

Tennisfans in Deutschland erleben gerade jene seltenen Momente, die Sportgeschichte schreiben können. Der Ausfall von Jannik Sinner in Shanghai ist sicherlich bitter für den Italiener und seine Anhänger, doch für Alexander Zverev bietet sich dadurch eine wohl einmalige Chance. Skandalfrei, professionell und mit beeindruckender Konstanz hat sich der Hamburger zurück an die Weltspitze gekämpft – und das in einem Sport, der in Deutschland lange im Schatten anderer populärer Disziplinen stand. Ein Deutscher an der Spitze des ATP-Rankings – allein diese Vorstellung elektrisiert viele. Allerdings bleibt die Realität des Spitzensports, dass eine Nummer eins nicht geschenkt wird und Zverev für den finalen Sprung weiter Höchstleistungen abliefern muss. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob er der immense Erwartungshaltung standhält. Sollte Zverev die Nummer eins tatsächlich erobern, könnte das einen Tennisboom in Deutschland auslösen.

Historischer Hintergrund

Alexander Zverev ist seit Jahren Deutschlands größter Tennisstar und trägt die Hoffnungen eines Landes, das nach den Erfolgen von Boris Becker und Michael Stich lange auf internationale Glanzlichter gewartet hat. Jannik Sinner hat sich in jüngster Vergangenheit als weltbester Spieler etabliert, vor allem nach seinem Wimbledon-Triumph 2024. Seit dem Finale in London, das Sinner gegen Zverev gewann, hat der Italiener kein weiteres Turnier bestritten und nun wegen Knieproblemen die Teilnahme in Shanghai abgesagt. Den letzten Weltranglistenersten aus Deutschland stellte Boris Becker im Jahr 1991.

Zukunftsprognose

Sollte Zverev in Peking und dann in Shanghai stark abschneiden, ist der Sprung an die Spitze im ATP-Ranking möglich. Ein Führungswechsel könnte die Aufmerksamkeit auf Tennis in Deutschland deutlich steigern und neue Sponsoren anziehen. Gesellschaftlich wäre Zverevs Nummer-eins-Platzierung eine Motivationsspritze für den deutschen Tennissport, gerade für den Nachwuchs. International dürfte das Rennen um die Spitzenposition im Ranking 2024 weiter offenbleiben, denn Sinner wird versuchen, nach seiner Genesung die verlorenen Punkte wettzumachen.

Erklärungen

Was ist das ATP-Ranking

Das ATP-Ranking ist die offizielle Weltrangliste der Herren im Profitennis, bei der Spieler durch ihre Ergebnisse bei internationalen Turnieren Punkte sammeln. Die besten Spieler der Welt kämpfen um den Spitzenplatz, der als größter Karriere-Erfolg gilt.

Wer ist Jannik Sinner

Jannik Sinner ist ein italienischer Tennisprofi aus Südtirol, der aktuell an der Spitze der ATP-Weltrangliste steht. Er gewann 2024 das Finale von Wimbledon gegen Alexander Zverev.

OZD-Extras

Boris Becker war 1991 der bisher letzte deutsche Tennisprofi an der Spitze der ATP-Rangliste. Ein erneuter Triumph eines Deutschen wäre daher historisch bedeutsam.

Die Kursentwicklung von Tennisaktien, Sponsorenverträgen oder die Wahrnehmung von Sportartikelherstellern könnte bei einer deutschen Nummer eins im Tennis merklich profitieren, allerdings bedarf es für verlässliche Prognosen konkreter Daten.

Gewinnspiel

Wer war der letzte deutsche Tennisprofi an der Spitze der ATP-Weltrangliste

A) Tommy Haas

B) Boris Becker

C) Nicolas Kiefer

D) Michael Stich

Zum Gewinnspiel

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.