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Manchester City droht Finanzamtprüfung nach Skandal

Nach dem Finanzskandal könnte Manchester City neben Liga-Strafen jetzt auch Probleme mit dem Finanzamt drohen. Millionen stehen auf dem Spiel.

Fakten im Überblick

Manchester City droht nach dem Schuldspruch der Premier League weitere Prüfung durch die britische Steuerbehörde HMRC.

Ein Bericht vermutet, dass der Klub durch Scheinverträge Einkommensteuer und Sozialabgaben nicht abgeführt haben könnte.

Die Premier League sieht bei City schwere Verstöße gegen Finanzregeln sowie Kostenverschleierung in Milliardenhöhe.

Der Schuldspruch der Premier League gegen Manchester City im vielbeachteten Finanzskandal zieht immer weitere Kreise. Nun rückt auch das Finanzamt in den Fokus: Nach Ansicht der Vorsitzenden des britischen Finanzausschusses sollten die Prüfer der Steuerbehörde HM Revenue and Customs die aufgedeckten Vorgänge genau unter die Lupe nehmen. Manchester City steht im Zentrum massiver Vorwürfe. Über Scheinverträge könnten, einem Bericht von Tax Policy Associates zufolge, wesentliche Steuerzahlungen und Sozialversicherungsbeiträge nicht an den Staat abgeführt worden sein. Dadurch entstünde nicht nur für die Liga, sondern auch für das britische Gemeinwesen erheblicher Schaden.

Meg Hillier, die Vorsitzende des parteiübergreifenden Finanzausschusses, macht deutlich, dass sie eine Prüfung durch die Steuerbeamten für dringend geboten hält. Das öffentliche Interesse sei enorm und sie wünsche sich, dass die HMRC sich der Brisanz des Falls voll bewusst ist. Das spiegelt die Stimmung auch außerhalb des Fußballs wider, wo viele den Eindruck haben, dass milliardenschwere Klubs zu häufig Sonderwege beschreiten. Die Premier League war nach jahrelanger Untersuchung zu dem Ergebnis gelangt, dass Manchester City in neun Spielzeiten massiv gegen die Finanzregeln verstoßen und so Kostenverschleierungen im Umfang von etwa einer Milliarde Euro betrieben habe. Der Verein selbst weist alle Vorwürfe nach wie vor entschieden zurück, während nicht nur Fans, sondern auch Politiker und Wirtschaftsexperten Antworten fordern. Wie weit die Einschätzung des Steuerschadens reicht, liegt nun in den Händen der britischen Behörden, die möglicherweise eigene Ermittlungen aufnehmen werden.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Das Vertrauen in den Fußball wird auf die Probe gestellt

Wer auf sportlichen Wettkampf setzt, darf Fairness nicht nur predigen, sondern muss sie auch leben. Der Finanzskandal um Manchester City hat längst das Spielfeld verlassen und berührt fundamentale Fragen, wie ehrlich und transparent der moderne Fußball überhaupt ist. Es geht schon lange nicht mehr nur um vereinsinterne Regelbrüche, sondern längst um das Vertrauen der Öffentlichkeit in ein gerechtes System, in dem Gesetze und Regeln für alle gleichermaßen gelten sollten. Gerade weil Fußball die Massen bewegt, muss jeder Verdacht energisch geprüft werden – auch durch das Finanzamt. Nur so lässt sich das Vertrauen erhalten, dass nicht der mit dem größten Geldbeutel bestimmen kann, wie recht und falsch ausgelegt werden. Sollte der Fall tatsächlich weitere Kreise ziehen und der Staat finanzielle Ansprüche geltend machen, könnte das Signalwirkung für die Branche haben. Realistisch betrachtet wird der Ausgang auch andere Vereine sensibilisieren und zu größerer Vorsicht bewegen.

Historischer Hintergrund

Der Streit um die Einhaltung der finanziellen Regeln durch große Fußballklubs schwelt nicht nur in Großbritannien, sondern europaweit seit Jahren. Die Premier League startete ihr Verfahren gegen Manchester City nach wiederkehrenden Berichten über undurchsichtige Sponsoringverträge und mögliche Regelverstöße. Ausschlaggebend waren Unregelmäßigkeiten bei Verträgen und Geldflüssen, die laut Liga in erheblichem Umfang Regelverstöße darstellten. Tax Policy Associates veröffentlichte eine Analyse möglicher steuerrechtlicher Folgen. Die Entscheidung des Finanzausschusses, die Steuerbehörde einzubeziehen, unterstreicht die politische Dimension dieses Skandals.

Zukunftsprognose

Sollte das Finanzamt weitere Ermittlungen aufnehmen, könnten nicht nur empfindliche Nachzahlungen auf Manchester City zukommen. Politisch würde ein solcher Schritt unterstreichen, dass dem britischen Staat an einem fairen Steuerwettbewerb liegt. Wirtschaftlich hätte der Fall auch Signalwirkung für die gesamte Fußballbranche, da Sponsoringmodelle und Vertragskonstruktionen künftig noch genauer geprüft werden. Gesellschaftlich bleibt das Risiko bestehen, dass das Ansehen des Spitzenfußballs weiter leidet, sollte der Eindruck entstehen, dass Regeln nur für einige gelten. Ein internationales Echo ist wahrscheinlich, denn andere Ligen und Fußballverbände dürften die Entwicklung genau beobachten und eigene Kontrollmechanismen verschärfen. Alle Szenarien sind als Entwicklungsmöglichkeiten zu werten.

Erklärungen

Was ist die HMRC?

HM Revenue and Customs ist die zentrale Steuerbehörde des Vereinigten Königreichs. Sie ist zuständig für die Einhebung von Steuern und Sozialversicherungsabgaben und prüft Unternehmen wie Einzelpersonen auf korrekte Abgaben.

OZD-Extras

Ein Hintergrundbericht von Tax Policy Associates spielt eine wichtige Rolle bei der Einschätzung möglicher Steuerforderungen gegen City.

Auswirkungen auf Börse, Aktien oder Währungen sind bei diesem Thema nicht unmittelbar absehbar, da keine börsennotierten Unternehmen direkt betroffen sind.

Gewinnspiel

Wofür ist die HMRC in Großbritannien zuständig?

A) Sie erhebt Steuern und Sozialversicherungsbeiträge

B) Sie organisiert Sportgroßveranstaltungen

C) Sie verleiht staatliche Auszeichnungen

D) Sie bewertet Immobilien

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.