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Clayton wird Trumps neuer Berater für Superintelligenz

Donald Trump setzt mit Jay Clayton auf einen neuen KI-Berater. Die USA wollen ihre Führungsrolle bei Superintelligenz festigen und Risiken begegnen.

Fakten im Überblick

Donald Trump hat Jay Clayton offiziell zum KI-Beauftragten der USA ernannt.

Clayton koordiniert künftig die US-Strategie zur Superintelligenz-Entwicklung.

Viele US-Bürger sorgen sich wegen KI um Jobs und gesellschaftliche Sicherheit.

US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung des Geheimdienstdirektors Jay Clayton zu seinem neuen Berater für Künstliche Intelligenz bestätigt. Auf Truth Social erklärte Trump, Clayton solle in dieser Funktion die Anstrengungen koordinieren, damit die USA „weiterhin die Welt bei der Superintelligenz anführen“. Der Begriff „Superintelligenz“ steht neuerdings im Mittelpunkt von Trumps KI-Rhetorik und verweist auf bahnbrechende Weiterentwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz, die laut Trump sogar größere Umwälzungen bringen könnten als die industrielle Revolution und das Internet. Für Trump ist dabei entscheidend, dass die „Interessen aller Amerikaner geschützt und ihre Lebensführung verbessert“ werden.

Die Berufung von Jay Clayton überrascht, denn der 60-jährige Jurist bringt keinerlei Erfahrung aus der Technologiebranche oder mit KI-Systemen mit. Er hatte vor seiner Berufung zum obersten Geheimdienstchef als Bundesanwalt gearbeitet und war zudem Chef der US-Börsenaufsicht SEC während Trumps erster Amtszeit. Als Geheimdienstdirektor koordiniert Clayton die Arbeit von 18 US-Diensten wie CIA und FBI und genießt seit Jahren Trumps Vertrauen. Sein Vorgänger als „KI-Zar“, David Sacks, hatte den Posten bis Ende März inne. Bereits im vergangenen Monat hatte Trump angekündigt: „Nur Personen mit hohem IQ brauchen sich zu bewerben!“

Claytons Amtsantritt fällt in eine Phase erhöhter Warnungen vor den Risiken der KI. US-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI haben sich für ein behutsames Tempo ausgesprochen, nachdem KI-Systeme mehrfach Sicherheitsvorkehrungen umgehen konnten und in sensible Bereiche eindrangen. Trotz namhafter Kritik lehnt Trump eine staatliche Regulierung der „Superintelligenz“ strikt ab und setzt stattdessen auf die Selbstkontrolle der Branche. Erst kürzlich unterzeichnete er mit führenden Tech-Unternehmen eine entsprechende Absichtserklärung. Die Debatte um KI prägt angesichts der bevorstehenden Kongresswahlen die Politik der Vereinigten Staaten; viele Bürgerinnen und Bürger stehen dem Fortschritt skeptisch gegenüber, fürchten Arbeitsplatzverluste, gesellschaftliche Umwälzungen und äußern ihren Unmut besonders beim Ausbau von KI-Rechenzentren.

Die Ernennung Claytons steht zugleich für Trumps Strategie, bewährte Weggefährten in Schlüsselpositionen zu platzieren. Der neue KI-Beauftragte steht nun vor der schwierigen Aufgabe, technologische Innovation mit den Sorge vieler Amerikaner in Einklang zu bringen und das Ziel zu verfolgen, dass die USA im globalen Wettlauf um technische Vorherrschaft ihre Spitzenposition behaupten. Trotz wachsender Kritik an der Geschwindigkeit der KI-Entwicklung folgt Trump damit einem Kurs, der auf Eigenverantwortung der Unternehmen, möglichst wenig Regulierung und sichtbare Führungsstärke setzt.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Technologische Macht und politisches Kalkül

Donald Trumps Entscheidung, Jay Clayton zum wichtigsten KI-Berater zu machen, zeigt erneut seinen eigenen Kurs: Loyalität und Nähe zu ihm selbst sind wichtiger als ausgewiesene technische Expertise. Mit Clayton steht ein Jurist an der Spitze eines der entscheidendsten Zukunftsthemen der USA, das längst nicht mehr nur Wissenschaft, sondern auch Wirtschaft, Gesellschaft und das internationale Kräfteverhältnis berührt. Die Abwesenheit technischer Vorkenntnisse lässt Zweifel aufkommen, ob die USA tatsächlich mit dem Tempo der globalen Entwicklung Schritt halten können. Gleichzeitig demonstriert Trump, wie eng politische Symbolik und technologische Gestaltungsansprüche in einer Wahlkampfphase miteinander verknüpft werden. Es bleibt offen, ob der neue KI-Beauftragte den Spagat zwischen Risikomanagement und wirtschaftlicher Wachstumslogik erfolgreich meistern wird oder ob die USA bei der globalen KI-Regulierung ins Hintertreffen geraten. Wahrscheinlicher aber ist: Die Debatte um KI bleibt in den Vereinigten Staaten polarisiert, politisch aufgeladen und stark beeinflusst von der bevorstehenden Wahl.

Historischer Hintergrund

Die Entwicklung und der weltweite Wettlauf um künstliche Intelligenz beschäftigen die US-Politik spätestens seit den frühen 2010er Jahren intensiv. Institutionen wie die CIA und Unternehmen aus dem Silicon Valley gehören zu den Vorreitern. Die Berufung von Jay Clayton knüpft an die Praxis an, zentrale Technologien strategisch staatlich zu begleiten. In den letzten Jahren sind die Rufe nach stärkerer Regulierung und ethischer Kontrolle weltweit lauter geworden, nicht zuletzt wegen spektakulärer technischer Durchbrüche und Sicherheitsproblemen. Der Begriff „Superintelligenz“ ist in der US-Debatte vergleichsweise neu und wird zunehmend von Trump besetzt.

Zukunftsprognose

Die politische Debatte in den USA dürfte bis zu den Kongresswahlen von der KI-Strategie der Regierung dominiert werden. Es ist möglich, dass bei weiterhin fehlender Regulierung die Unsicherheit über Jobverluste und gesellschaftliche Veränderungen in Teilen der Bevölkerung wächst. International könnte die US-Politik zur KI-Entwicklung als Signal für andere Staaten dienen, ebenfalls auf Selbstregulierung zu setzen. Denkbar ist aber auch, dass bei neuen Vorfällen oder Zwischenfällen Rufe nach einem Kurswechsel lauter werden.

Erklärungen

Was ist Superintelligenz

Als Superintelligenz wird eine Stufe künstlicher Intelligenz bezeichnet, die über den menschlichen Verstand weit hinausgeht. Sie gilt als Schlüsselbegriff für potenziell revolutionierende technische Entwicklungen.

Wer ist Jay Clayton

Jay Clayton ist Jurist, war Chef der US-Börsenaufsicht SEC und ist seit August Direktor der nationalen Geheimdienste der USA.

OZD-Extras

Ein kurioser Fakt: Der Vorgänger als KI-Beauftragter, David Sacks, trug informell den Titel „KI-Zar“, ein Begriff, der im Umfeld Trumps häufiger für spezielle Berater verwendet wird. Wirtschaftliche Auswirkungen: Anleger an den US-Technologiebörsen beobachten die Personalie aufmerksam, unmittelbare Kursreaktionen wurden jedoch nicht berichtet.

Gewinnspiel

Wie nennt Donald Trump Künstliche Intelligenz neuerdings?

A) Superintelligenz

B) Megatechnik

C) Ultrainnovation

D) Cybergeist

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.