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Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen soll mehr Sicherheit bringen

Das bundesweite Alkoholverbot an Bahnhöfen soll mehr Sicherheit bieten. Drogenbeauftragter Streeck begrüßt die neue Regel ausdrücklich.

Fakten im Überblick

Das Alkoholverbot gilt ab sofort an allen DB-Bahnhöfen bundesweit.

Drogenbeauftragter Streeck betont die Bedeutung von Sicherheit an Bahnhöfen.

Ausnahmen gibt es für Gastronomie und verschlossene Flaschen im Gepäck.

Seit diesem Donnerstag gilt an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn in Deutschland ein bundesweites Alkoholverbot. Hendrik Streeck, der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, begrüßt die neue Regelung ausdrücklich. Gegenüber der „Rheinischen Post“ betonte Streeck, dass Alkohol nicht die Ursache jeder Auseinandersetzung sei, aber er könne Konflikte verschärfen und Hemmschwellen senken. Nach seiner Ansicht sind Bahnhöfe Orte, an denen sich alle Menschen sicher fühlen können. Niemand solle bei der Reise mit Kindern den Bahnhof meiden müssen. Für Kinder könne es besonders beängstigend sein, wenn Menschen stark alkoholisiert sind, laut werden oder sich aggressiv verhalten. Auch deshalb bewertet Streeck das bundesweite Alkoholkonsumverbot nachdrücklich positiv.

Die Deutsche Bahn verbietet damit an rund 5700 Bahnhöfen und Stationen das Trinken von Alkohol außerhalb gastronomischer Einrichtungen. Das Verbot beruht auf Erfahrungen aus knapp 40 Großbahnhöfen, an denen bereits zuvor ein Alkoholverbot galt. Diese seien laut Bahn durchweg positiv gewesen. Ziel sei mehr Sicherheit und Sauberkeit für alle Reisenden und Beschäftigten. Bahnhöfe sind öffentliche Begegnungsorte für Millionen Menschen, unterstreicht der Drogenbeauftragte. Wer dort unterwegs ist oder arbeitet, muss sich sicher fühlen können. Das ist eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme und des Respekts.

Eine repräsentative Umfrage zeigte, dass sich fast vier von fünf Befragten für das neue Alkoholverbot aussprechen. Dennoch bleibt der Ausschank und Konsum alkoholischer Getränke in Restaurants und Bars an Bahnhöfen weiterhin erlaubt. Das Mitführen verschlossener Bier-, Wein- oder Spirituosenflaschen im Gepäck stellt ebenfalls kein Problem dar. Der Fokus liegt damit klar auf dem Schutz der Öffentlichkeit und der Reduzierung von Gefahrensituationen an deutschen Bahnhöfen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Ein konsequenter Schritt für die Sicherheit am Bahnhof

Das Alkoholverbot an allen Bahnhöfen ist ein Signal für mehr Rücksicht und einen Wandel im öffentlichen Raum. Für viele Menschen ist der Bahnhof ein alltäglicher Begegnungsort, für manche Kinder und Familien jedoch auch ein Ort der Unsicherheit. Die Entscheidung der Deutschen Bahn, das Alkoholverbot flächendeckend umzusetzen, zeigt, dass die Sicherheit der Allgemeinheit über Einzelinteressen gestellt wird. Erfahrungen aus Großstädten und die breite Zustimmung in der Bevölkerung sprechen für den Schritt. Offen bleibt, wie die Einhaltung kontrolliert und mögliche Ausweichverlagerungen verhindert werden sollen. Dennoch: Die Bahn setzt ein Zeichen. Künftig könnten andere öffentliche Orte nachziehen und ähnliche Regelungen einführen.

Historischer Hintergrund

Bahnhöfe in Deutschland galten lange Zeit als offene Treffpunkte für Menschen unterschiedlichster Herkunft. Bereits in der Vergangenheit gab es an einigen Großbahnhöfen lokale Alkoholverbote, um vor allem Aggressionen und Zwischenfälle einzudämmen. Die positiven Erfahrungen an diesen Pilotstandorten führten nun zu einem bundesweiten Schritt. Initiativen für mehr Sicherheit an Verkehrsknotenpunkten sind deutschlandweit immer wieder Thema, bislang reagierte man aber oft regional und nicht einheitlich.

Zukunftsprognose

Das neue Alkoholverbot könnte die Atmosphäre an Bahnhöfen spürbar verändern. Die Deutsche Bahn und die Politik erwarten, dass sich Reisende und Beschäftigte sicherer fühlen. Möglich ist aber auch, dass sich Alkoholkonsum an weniger kontrollierte Orte verlagert. Die öffentliche Debatte über Sicherheit und Rücksichtnahme im öffentlichen Raum dürfte neue Impulse erhalten. Es ist denkbar, dass Städte und Gemeinden ähnliche Maßnahmen auf Plätzen oder in Parks diskutieren.

Erklärungen

Was ist das Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen?

Ab sofort ist das Trinken alkoholischer Getränke an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn außerhalb von Restaurants und Bars verboten. Ziel ist mehr Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum.

Wer ist Hendrik Streeck?

Hendrik Streeck ist der Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Er setzt sich für Prävention und eine konkrete Suchtpolitik in Deutschland ein.

OZD-Extras

Eine Studie zeigt, dass fast 80 Prozent der Befragten das Alkoholverbot unterstützen.

Für die Aktien der Deutschen Bahn hat das Alkoholverbot nach aktueller Einschätzung keine unmittelbaren Auswirkungen, da die Bahn nicht börsennotiert ist.

Gewinnspiel

Wie viele Bahnhöfe sind laut Bahn-Infrastrukturtochter Infrago vom neuen Alkoholverbot erfasst?

A) Ungefähr 300 Bahnhöfe

B) Knapp 40 Bahnhöfe

C) Ungefähr 5400 Bahnhöfe

D) Ungefähr 1000 Bahnhöfe

Zum Gewinnspiel

Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.