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Freiburg startet mit Pflichtsieg in die Conference League

Freiburg feiert gegen Jablonec einen 3:2-Pflichtsieg in der Conference League, muss aber trotz vieler Chancen in der Schlussphase nervös werden.

Fakten im Überblick

Freiburg gewinnt 3:2 gegen FK Jablonec im ersten Conference-League-Spiel.

Vincenzo Grifo trifft per Traumfreistoß, beide Teams unterlaufen Eigentore.

Trainer Julian Schuster sieht unnötige Gegentore und Verbesserungspotenzial.

Die Europa-Spezialisten des SC Freiburg haben mit einem spektakulären Auftritt ihr erstes Spiel der Conference League Saison gegen den tschechischen Klub FK Jablonec mit 3:2 gewonnen. Trotz drückender Überlegenheit machte sich das Team von Julian Schuster vor allem durch mangelnde Chancenverwertung das Leben schwer. Bereits früh im Spiel trafen Cyriaque Irié und Lukas Kübler nur die Latte, ehe Vincenzo Grifo in der 15. Minute mit einem Traumfreistoß die Führung markierte. Doch wie aus dem Nichts sorgte ein unglückliches Eigentor von Matthias Ginter für den 1:1-Ausgleich nach einem harmlosen Schuss von David Rusek. Trotz vieler neu ins Team rotierten Spieler ließ Freiburg Spielfreude aufblitzen und bestimmte die Partie, blieb aber vor dem Tor oft zu unentschlossen.

Nach der Pause verlagerte sich das Spielgeschehen noch deutlicher in die Hälfte von Jablonec. Ein Eigentor von Dusan Pavlovic nach einer Ecke und ein Distanzschuss von Maximilian Eggestein schienen für die Vorentscheidung zu sorgen – der Treffer von Eggestein fiel nach 65 Minuten. Doch Freiburg konnte trotz erneuter Chancen das Ergebnis nicht weiter erhöhen und wurde kurz vor Schluss erneut kalt erwischt, als Garang Kuol in der Nachspielzeit auf 3:2 verkürzte. Damit musste der Sport-Club bis zur letzten Sekunde zittern, brachte den Sieg letztlich aber verdient ins Ziel. Julian Schuster kritisierte nach der Partie: "Die Gegentore sind unnötig. Der Gegner hatte wenig Möglichkeiten und hat dafür zu viele Tore geschossen". Der Freiburger Trainer betonte zudem: "Wir hatten zwei Phasen, in denen wir etwas nachgelassen haben. Das sind schon wichtige Details, weil wir diese Spiele nutzen wollen, um für die Zukunft besser zu werden."

Nach dem Finaleinzug in der Europa League in der Vorsaison setzt Freiburg auch im dritthöchsten europäischen Wettbewerb alles daran, die eigene Erfolgsgeschichte auszubauen. Für Julian Schuster und sein runderneuertes Team war der Pflichtsieg zum Auftakt ein wichtiger Schritt – mit großem Aufwand und guter Umsetzung der neuen Spieler, auch wenn die Konsequenz im Torabschluss und die Konzentration in der Defensive Steigerungspotenzial offenbaren. Am Wochenende steht für den Bundesliga-Tabellenführer das Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen an, bei dem Freiburg erstmals im fünften Anlauf Platz eins verteidigen könnte.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Freiburgs Chancenverwertung als Schlüssel zum Erfolg

Der Pflichtsieg Freiburgs in der Conference League zeigt zwei Gesichter: Auf der einen Seite die große spielerische Qualität und Kreativität, auf der anderen die wiederholt fahrlässige Chancenverwertung sowie defensive Nachlässigkeiten. Julian Schuster spricht das Problem unnötiger Gegentore offen an und zeigt, dass Anspruch und Analyse beim SC stimmen. Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist eine wichtige Stärke, wenn Freiburg sowohl national als auch international ambitioniert bleiben will. Doch gerade angesichts eines engen Spielplans können sich solche Aussetzer schnell rächen. Die kommenden Partien werden zeigen, ob Freiburg die Lehren aus diesem Start zieht und sich in Sachen Effizienz verbessern kann. Sollte das gelingen, steht dem Verein eine spannende europäische Saison bevor.

Historischer Hintergrund

SC Freiburg hat sich in den letzten Jahren als regelmäßiger Teilnehmer an europäischen Wettbewerben etabliert. Nach dem Finaleinzug in der Europa League in der Vorsaison geht der Verein nun erneut mit Ambitionen in die Conference League. Dieser dritthöchste europäische Wettbewerb wurde geschaffen, um mehr Vereinen abseits der ganz großen Klubs internationale Erfahrungen und Chancen auf einen Titel zu bieten. Das Ausscheiden gegen den tschechischen FK Jablonec in einem solchen Wettbewerb hätte als Rückschlag gegolten, so dass der Auftaktsieg für die Freiburger wichtige Signalwirkung besitzt.

Zukunftsprognose

Sollte Freiburg die Chancenverwertung verbessern und defensiv konzentrierter agieren, könnten die Breisgauer sowohl in der Conference League als auch in der Bundesliga eine herausragende Saison spielen. Das extrem dichte Programm mit acht Spielen in 25 Tagen birgt Risiken wie Überbelastung und Verletzungen. Ein erfolgreiches Abschneiden in beiden Wettbewerben würde die Stellung Freiburgs im europäischen Fußball weiter stärken und neue Möglichkeiten auf dem Transfermarkt schaffen. Doch bleiben die angesprochenen Schwächen bestehen, könnten Rückschläge in wichtigen Duellen drohen.

Erklärungen

Was ist die UEFA Conference League

Die UEFA Conference League ist der dritthöchste Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften in Europa. Der Wettbewerb startete 2021/22 und richtet sich an Klubs, die sich nicht für Champions oder Europa League qualifiziert haben, um mehr europäischen Vereinen die Chance auf internationale Spiele zu geben.

OZD-Extras

SC Freiburg rotierte zum Auftaktspiel insgesamt achtmal im Vergleich zum vorigen Bundesligaspiel. Das Finale der diesjährigen Conference League findet am 2. Juni 2027 in Istanbul statt. Die finanziellen Auswirkungen für den Verein steigen mit jedem Sieg, deutlich sichtbarer werden sie jedoch erst beim Einzug ins Halbfinale oder Finale. Auswirkungen auf Aktien- oder Finanzmärkte bleiben bei Fußballvereinen wie dem SC Freiburg in der Regel gering und betreffen vor allem den Transfermarkt sowie Sponsoringverträge.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.