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Papst zeigt sich nach Krebsoperation bei Messe im Krankenhaus

Papst Leo XIV feiert drei Tage nach seiner Krebsoperation eine Messe und zeigt sich erstmals wieder. Neue Untersuchungen zeugen von Hoffnung.

Fakten im Überblick

Papst Leo XIV wurde im Gemelli-Krankenhaus in Rom nach einer Lungenkrebsoperation erstmals wieder öffentlich gezeigt.

Untersuchungen bestätigen laut Vatikan eine "anhaltende Verbesserung" des Gesundheitszustands.

Bis zum 20. Oktober sagt der Papst alle Audienzen ab, seine geplanten Reisen im November sind ungewiss.

Im Gemelli-Krankenhaus in Rom hat Papst Leo XIV drei Tage nach seiner Lungenkrebsoperation erstmals wieder eine Messe gefeiert. Die am Freitag veröffentlichten Fotos zeigen den 71-jährigen Papst im grünen Messgewand und mit weißem Scheitelkäppchen am Altar eines Raumes im zehnten Stock des Krankenhauses, begleitet von seinem Sekretär Edgard Rimaycuna. Der Papst wirkt auf den Bildern entspannt, sein Blick ist ruhig. An der Messe nahmen Ärzte, Pflegekräfte, weitere Klinikbeschäftigte und Sicherheitskräfte teil, viele von ihnen außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit. Leo XIV. bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern für ihre Versorgung und für die Fürsorge gegenüber den Patienten. Seine Präsenz spendete sowohl Patienten als auch Klinikpersonal Trost und Hoffnung.

Nach Angaben des Vatikan unterzog sich der Heilige Vater am Morgen einer Blutuntersuchung und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs. "Heute Morgen unterzog sich der Heilige Vater Bluttests und einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs, die eine anhaltende Verbesserung seines allgemeinen Gesundheitszustandes zeigten", lautet die offizielle Mitteilung. Die Atemtherapie werde weiterhin fortgesetzt und Leo könne seine "normalen täglichen Aktivitäten jetzt komplett selbständig" ausführen. Das Krebsleiden war in einem frühen Stadium erkannt worden. Während des 90-minütigen Eingriffs wurde der Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt. Weitere Untersuchungen laufen, um auszuschließen, dass sich Metastasen in anderen Körperteilen gebildet haben.

Die Genesung des Papstes begleitet eine Welle der Anteilnahme. Kinder, die ebenfalls im Gemelli-Krankenhaus behandelt werden, schrieben und zeichneten dem Kirchenoberhaupt Mutmachendes. Ein siebenjähriger Junge berichtet, wie er gemeinsam mit seiner Mutter jeden Tag für den Papst bete. Eine 18-Jährige sandte Leo XIV. die hoffnungsvollen Worte: "Bessere Tage werden für uns beide kommen." Der Vatikan bestätigte, dass der Papst am Sonntag das traditionelle Angelusgebet sprechen will. Ob er dies noch aus dem Krankenhaus oder bereits zurück aus dem Vatikan tun kann, blieb offen. Auch der genaue Entlassungstermin ist noch nicht bekannt. Während Papst Franziskus und Johannes Paul II. das Angelusgebet während Klinikaufenthalten ebenfalls vom Gemelli aus sprachen, wird nun auf das Genesungstempo von Leo XIV. geschaut. Bis zum 20. Oktober entfallen alle Audienzen, und offen bleibt, ob die für November geplanten Reisen nach Südamerika stattfinden können.

OZD/AFP

OZD-Kommentar – Die stille Stärke des Papstes gibt Zuversicht

Papst Leo XIV. setzt mit seiner Messe nach der Krebsoperation ein leises, aber kraftvolles Zeichen für Glauben und Hoffnung. Inmitten persönlicher Not und gesundheitlicher Unsicherheit wendet er sich den Menschen zu, die ihn umsorgen, und spricht ihnen seinen Dank aus – ein Vorbild an Demut und Dankbarkeit. Es beeindruckt, wie das katholische Oberhaupt in einer verletzlichen Phase seinen Dienst fortführt, die Heilung sichtbar macht und zugleich Anteilnahme empfängt. Besonders die Briefe junger Patienten unterstreichen, wie sehr das Schicksal des Papstes bewegt und verbindet. Zwar bleibt die Unklarheit über seine bevorstehenden Reisen und seinen weiteren Genesungsverlauf bestehen, doch die Bilder aus Rom stiften Zuversicht. Es ist wahrscheinlich, dass Leo XIV. in den kommenden Wochen weiter Erholung benötigt, aber schon jetzt steht seine Rückkehr zur Öffentlichkeit für einen Aufbruch in schwieriger Zeit.

Historischer Hintergrund

Das Gemelli-Krankenhaus in Rom ist der traditionelle Ort medizinischer Behandlungen für Päpste. Schon Johannes Paul II. und Franziskus verbrachten hier nach operativen Eingriffen Zeit. Das Angelusgebet, üblicherweise auf dem Petersplatz, wurde ebenfalls mehrfach aus der Klinik übertragen. Die Gesundheit amtierender Päpste prägt regelmäßig die öffentliche Wahrnehmung des Vatikans und weckt weltweite Anteilnahme.

Zukunftsprognose

Die anhaltende Genesung des Papstes könnte dem Vatikan Stabilität verleihen und Gläubigen weltweit Zuversicht spenden. Politisch könnten international die geplanten Reisen als Signal der Erholung empfunden werden, während anhaltende Unsicherheiten auch zu einer Neubewertung von Reiseplänen führen könnten. Gesellschaftlich dürfte das Mitgefühl weltweit anhalten. Der weitere Gesundheitsverlauf wird sowohl den kirchlichen als auch diplomatischen Alltag beeinflussen. Sollte Leo XIV. schneller als erwartet genesen, wäre auch eine baldige Rückkehr zu seinen regulären Aufgaben im Vatikan möglich; bei gesundheitlichen Rückschlägen könnten zudem Diskussionen über künftige päpstliche Amtsführung aufkommen.

Erklärungen

Was ist das Angelusgebet?

Das Angelusgebet ist ein traditionelles Mittagsgebet der katholischen Kirche, das Gläubige an das Gebet Mariens erinnert. Der Papst spricht es üblicherweise sonntags vor Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom.

Wer ist Papst Leo XIV.?

Papst Leo XIV. ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und damit spiritueller Führer von mehr als einer Milliarde Katholiken weltweit.

OZD-Extras

Ein besonderer Aspekt ist die emotionale Symbolik: Der Austausch zwischen den Patienten des Gemelli-Krankenhauses und dem Papst hat in der Vergangenheit schon mehrfach international Aufmerksamkeit erregt.

Die Gesundheit von Staats- und Religionsoberhäuptern kann indirekt Auswirkungen auf politische Stabilität sowie auf das öffentliche Vertrauen in Institutionen haben. Börsentechnische Effekte, Währungen oder Rohstoffmärkte sind nach aktuellem Stand jedoch nicht direkt betroffen.

Gewinnspiel

Wie heißt das Krankenhaus, in dem Papst Leo XIV. operiert wurde?

A) Gemelli-Krankenhaus

B) San Pietro-Klinik

C) Santa Croce

D) Sacro Cuore

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.