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Chinas Wirtschaft wächst im Quartal stärker als erwartet

Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 4,5 Prozent – und liegt damit leicht über der Prognose der Experten und dem offiziellen Ziel.

Fakten im Überblick

Das Bruttoinlandsprodukt Chinas stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent.

Experten hatten mit 4,4 Prozent Wachstum gerechnet.

Der Einzelhandelsumsatz wuchs im September um 1,1 Prozent zum Vorjahr.

Die chinesische Wirtschaft ist im dritten Quartal dieses Jahres etwas stärker gewachsen als von Experten erwartet. Nach Angaben des nationalen Statistikamts legte das Bruttoinlandsprodukt von Juni bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent zu. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AFP unter Wirtschaftsexperten war mit einem Wachstum von 4,4 Prozent gerechnet worden. Das von der Volksrepublik ausgegebene Jahresziel für das Wirtschaftswachstum liegt laut Statistikamt bei 4,5 bis 5,0 Prozent.

Auch im Einzelhandel war ein positiver Trend erkennbar. Nach Angaben des Statistikamts stieg der Umsatz im Einzelhandel im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent an und damit so stark wie seit sechs Monaten nicht mehr. Im März hatte das Plus bei 1,7 Prozent gelegen. Im August legte der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 0,4 Prozent zu. Die Entwicklung im Konsum bleibt für die Wirtschaft ein wichtiger Gradmesser. Wie nachhaltig die jetzige Erholung ist, bleibt jedoch offen. China bewegt sich damit weiterhin im Rahmen der eigenen Zielsetzungen – ob das obere Ende des Jahresziels erreichbar ist, bleibt abzuwarten.

OZD/AFP

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OZD-Kommentar – Nüchternes Plus für Chinas Wirtschaft

Chinas Wirtschaft überzeugt mit Wachstumszahlen, die leicht über den Erwartungen liegen. Dennoch zeigen die Daten, dass die Herausforderungen nicht kleiner werden. Die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts und die Zunahme beim Einzelhandelsumsatz zeugen von einer leichten Erholung, aber auch die Schwankungen der letzten Monate werden deutlich. Die Regierung bleibt vorsichtig optimistisch, denn der Weg zum oberen Rand des selbst gesteckten Wachstumsziels ist weiterhin steinig.

Im Umfeld global schwankender Märkte sind selbst kleine Abweichungen wie jetzt beim BIP von großer Bedeutung. Es ist wahrscheinlich, dass China zur Vorsicht mahnt, um Flexibilität für weitere wirtschaftliche Impulse zu behalten. Ein echter Befreiungsschlag ist dieses Plus jedoch nicht – eine stabile Entwicklung bleibt das Fernziel.

Historischer Hintergrund

Die Veröffentlichung der Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt und weiteren Konjunkturdaten durch das nationale Statistikamt dient in der Volksrepublik regelmäßig als wichtiger Gradmesser für die Zielerfüllung und den wirtschaftspolitischen Kurs. Die von der Regierung vorgegebenen Ziele sowie die Prognosen von Wirtschaftsexperten werden in China und weltweit genau beobachtet. Schwankungen beim Einzelhandelsumsatz spiegeln häufig Veränderungen in der Binnennachfrage und Konsumstimmung wider.

Zukunftsprognose

Für den weiteren Jahresverlauf könnte die chinesische Regierung weiter auf Stabilisierung setzen, um das angestrebte Wachstum zu erreichen. Wirtschaftliche Impulse für den Einzelhandel könnten dazu beitragen, das Ziel zu stützen, wobei Unsicherheiten bleiben. Die internationalen Märkte beobachten Chinas Entwicklung mit Aufmerksamkeit und reagieren oft sensibel auf neue Daten aus der Volksrepublik.

Erklärungen

Was ist das Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellt werden. Es dient als Maßstab für die wirtschaftliche Leistung und den Wohlstand eines Landes.

OZD-Extras

Stärkere als erwartete Wirtschaftsleistungen Chinas werden an internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten meist mit kurzfristigen Kursreaktionen honoriert, wobei das Bild mittelfristig von weiteren Wirtschaftsdaten abhängt.

Gewinnspiel

Wie hoch war das Wirtschaftswachstum Chinas im dritten Quartal laut Statistikamt?

A) 4,5 Prozent

B) 5,0 Prozent

C) 4,0 Prozent

D) 3,5 Prozent

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.