Fakten im Überblick
Ben Simmons hat sich im Training einen Achillessehnenriss zugezogen.
Der 30-Jährige muss operiert werden und fällt lange aus.
Sein Klub, die Sacramento Kings, hatte zuvor auf ihn gesetzt.
Die Hoffnungen der Sacramento Kings auf einen Aufschwung erhielten einen herben Dämpfer. Ben Simmons, Star des Teams und einst als große Basketball-Hoffnung gehandelt, hat sich im Training einen Achillessehnenriss zugezogen. Diese Nachricht teilte der Klub am Donnerstag mit und bestätigte damit den erneuten Rückschlag für den 30-jährigen Australier. Die Verletzung bedeutet, dass Simmons nun operiert werden muss und für einen langen Zeitraum nicht zur Verfügung stehen wird – ein schwerer Schlag sowohl für ihn persönlich als auch für die Kings, die viel auf die Verpflichtung gesetzt hatten.
Simmons' Karriere war schon bisher von zahlreichen gesundheitlichen Rückschlägen geprägt. Nach seinem spektakulären Einstieg in die NBA 2016, als erster Pick der Philadelphia 76ers, verpasste Simmons seine eigentliche Debütsaison komplett wegen eines Fußbruchs. Dennoch wurde der talentierte Point Guard beim Wiedereinstieg 2018 als "Rookie of the Year" gefeiert und präsentierte sich als Ausnahmeathlet mit einem vielseitigen Spiel. Doch immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück und schließlich endete seine Zeit in Philadelphia 2022 im Streit. Daraufhin setzte Simmons die Saison 2021/22 aus und wurde wenig später zu den Brooklyn Nets transferiert. Auch dort wurde er von Verletzungen geplagt und kam Anfang 2025 als Reservespieler bei den Los Angeles Clippers zum Einsatz, ehe er nach Saisonende entlassen wurde.
Im August hatte Simmons nach einer starken Vorbereitung mit der australischen Nationalmannschaft eine letzte Chance erhalten. Die Kings, die mit nur 22 Siegen bei 60 Niederlagen die NBA-Vorsaison beendet hatten, entschieden sich für den Einjahresvertrag mit ihm – in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Seit 2006 war dem Team nur ein einziges Mal der Einzug in die Playoffs gelungen. Gerade jetzt, kurz vor dem Saisonstart, trifft diese Entwicklung das Team und den Spieler mit voller Wucht. Die Leidensgeschichte von Ben Simmons geht somit weiter, und der Traum von einer erfolgreichen Rückkehr auf das große Basketballparkett muss erneut verschoben werden.
Simmons absolvierte in insgesamt acht NBA-Saisons durchschnittlich 13,1 Punkte, 7,4 Rebounds und 7,2 Assists pro Spiel. Seine besten Leistungen zeigte er bei den 76ers, doch die Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner Karriere bleiben jetzt vorerst unerfüllt. Für die Sacramento Kings beginnt eine weitere schwierige Spielzeit – ohne ihren Schlüsselspieler.
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Ben Simmons und der endlose Kampf
Wieder einmal trifft es Ben Simmons und wieder ist es eine schwere Verletzung, die seinen Weg in der NBA jäh unterbricht. Die Geschichte dieses einstigen Hoffnungsträgers steht sinnbildlich für die gnadenlose Realität des Leistungssports: Talent allein genügt nicht, wenn der Körper eine eigene Geschichte schreibt. Besonders dramatisch ist in diesem Fall, wie eng Hoffnung und Rückschlag beieinanderliegen. Die Kings hatten sich nur zögerlich an einen Comeback-Plan für den Australier gewagt, auch weil die Verletzungshistorie bedenklich erschien. Dennoch schien nach einem vielversprechenden Trainingslager für einen Moment alles möglich. Jetzt, nach der Achillessehnenruptur, bleibt Ernüchterung. Die Mannschaft aus Sacramento dürfte sich auf einen schwierigen Auftakt einstellen und muss das jüngste Drama auch psychologisch verkraften. Für Simmons ist es eine Mutprobe – und vielleicht auch die letzte Chance, es noch einmal zu versuchen. Es bleibt fraglich, ob er den Kampf gegen die eigenen körperlichen Grenzen noch einmal aufnehmen kann. Wahrscheinlich wird sich erst nach der Operation und Reha zeigen, ob eine Rückkehr überhaupt realistisch ist.
Historischer Hintergrund
Die Sacramento Kings blicken auf eine lange Zeit sportlicher Schwierigkeiten zurück. Seit 2006 gelang es dem Team nur ein einziges Mal, die Playoffs zu erreichen – zuletzt 2023. Der Australier Ben Simmons galt jahrelang als außergewöhnliches Talent, nachdem ihn die Philadelphia 76ers 2016 an erster Stelle im NBA-Draft ausgewählt hatten. Allerdings war seine Profikarriere von Beginn an von schweren Verletzungen begleitet – schon seine Premierensaison musste er komplett aussetzen. Die Kings hofften mit der Verpflichtung von Simmons auf frischen Wind, nachdem sie in der vergangenen Saison eine der schlechtesten Bilanzen der NBA hingelegt hatten.
Zukunftsprognose
Nach dieser schweren Verletzung steht Simmons vor einer langen Rehabilitationsphase. Seine sportliche Zukunft ist ungewiss, zumal bereits mehrere Verletzungen seine Karriere unterbrochen haben. Für die Sacramento Kings bedeutet der Ausfall eines Schlüsselspielers eine erschwerte Ausgangslage. Der ohnehin schwache Kader muss Alternativen finden und die Playoff-Chancen sinken weiter. Für die NBA im internationalen Wettbewerb ist der Rückschlag ein weiteres Beispiel für die Verletzungsanfälligkeit vieler Topstars. Es ist möglich, dass Simmons’ Karriere dadurch ihr Ende findet – ein erneutes Comeback dürfte schwer werden.
Erklärungen
Was ist eine Achillessehnenruptur?
Eine Achillessehnenruptur bezeichnet einen Riss der Achillessehne, die die Verbindung zwischen Wadenmuskulatur und Fersenbein bildet. Zu den typischen Symptomen zählen plötzliche, starke Schmerzen am hinteren Unterschenkel und ein deutlicher Funktionsverlust. Im Leistungssport führt ein solcher Riss meist zu einer mehrmonatigen Pause und erfordert in der Regel eine Operation, gefolgt von intensiver Rehabilitation.
Wer ist Ben Simmons?
Ben Simmons ist ein australischer Basketballspieler, der 2016 von den Philadelphia 76ers als Nummer eins im NBA-Draft ausgewählt wurde. Er gilt als variabler Point Guard, wurde 2018 als "Rookie of the Year" ausgezeichnet und spielte zuletzt für die Sacramento Kings.
OZD-Extras
Ein besonderer Aspekt der Geschichte: Simmons musste bereits seine komplette Premierensaison aufgrund eines Fußbruchs aussetzen und kämpfte sich nach Rückenproblemen gerade erst wieder zurück ins Profi-Geschehen.
Für die Aktien oder Wertentwicklung der Sacramento Kings werden kurzfristig keine unmittelbaren Börseneffekte erwartet, da NBA-Teams nicht börsennotiert sind. Die Verletzung könnte sich langfristig auf die Vermarktung und Sponsoringeinnahmen des Teams auswirken, sofern die Kings durch weitere sportliche Rückschläge weniger attraktiv für Partner werden.
Gewinnspiel
Wie häufig waren die Sacramento Kings seit 2006 in den Playoffs?
A) Nur einmal
B) Fünfmal
C) Ständig
D) Kein einziges Mal
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.