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DHB-Frauen schlagen Dänemark 26:21 – starkes Signal vor der EM

Deutschlands Handballerinnen feiern 40 Tage vor der Europameisterschaft einen wichtigen Testspielsieg. Beim Golden-League-Turnier in Dänemark bezwingen die Vizeweltmeisterinnen den Gastgeber mit 26:21. Vor allem die Abwehr und Torhüterin Katharina Filter überzeugen.

Fakten im Überblick

Die deutschen Handballerinnen gewinnen zum Auftakt der Golden League in Odense mit 26:21 gegen Dänemark. Zur Halbzeit führt das DHB-Team bereits mit 15:10.

Torhüterin Katharina Filter überzeugt mit starken Paraden. Nieke Kühne, Nina Engel und Emily Vogel erzielen jeweils vier Tore für Deutschland.

Am Sonntag trifft Deutschland auf die Niederlande. Die Europameisterschaft beginnt am 3. Dezember, das erste deutsche Spiel findet am 4. Dezember gegen Schweden statt.

Die deutschen Handballerinnen haben 40 Tage vor Beginn der Europameisterschaft ein deutliches Zeichen gesetzt. Beim Auftakt des Einladungsturniers Golden League in Odense besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch Gastgeber Dänemark mit 26:21 (15:10). Vor 3500 Zuschauern in der gut gefüllten SJF Arena überzeugten die deutschen Vizeweltmeisterinnen besonders mit einer konzentrierten Abwehrleistung und einer starken Torhüterin Katharina Filter. Der Erfolg gegen den dreimaligen Olympiasieger ist ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf die EM im Dezember.

Von Beginn an präsentierte sich die deutsche Mannschaft aufmerksam und entschlossen. Die Defensive stand kompakt, verschob konsequent und erschwerte den Däninnen immer wieder den Weg zum Tor. Auch im Angriff nutzte das DHB-Team seine Möglichkeiten zunächst effektiv. Die Gastgeberinnen fanden gegen die gut organisierte deutsche Abwehr nur selten Lösungen, sodass Deutschland bereits zur Halbzeit mit fünf Toren führte.

Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich nach der Begegnung insbesondere mit der Defensivarbeit zufrieden. „Insgesamt haben wir über 60 Minuten eine richtig gute Deckung gestellt, das ist für uns immer eine gute Grundlage“, sagte der Coach bei ProSieben MAXX. Er betonte außerdem die Bedeutung der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft: „Wenn wir so leidenschaftlich verteidigen, ist es eine gute Basis, um erfolgreich Handball zu spielen“.

Eine Schlüsselrolle übernahm Torhüterin Katharina Filter. Mit zahlreichen Paraden unterstützte sie die starke Abwehr und verhinderte, dass Dänemark seine offensiven Möglichkeiten konsequent nutzen konnte. Besonders in der zweiten Halbzeit, als die Gastgeberinnen den Rückstand deutlich verkürzten, wurde Filter zu einer wichtigen Stütze des deutschen Teams. Ihre Leistung trug entscheidend dazu bei, dass Deutschland die Führung behauptete.

Auch die Torhüterin selbst lobte das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft. „Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Filter nach dem Erfolg. Sie hob vor allem die gegenseitige Unterstützung in der Defensive hervor: „Wir standen kompakt, haben uns sehr geholfen. Ich bin sehr stolz auf diese Abwehr.“ Die Aussagen verdeutlichen, dass die Mannschaft ihren Erfolg vor allem als Ergebnis einer geschlossenen Leistung betrachtete.

Im Angriff verteilte sich die Verantwortung auf mehrere Spielerinnen. Nieke Kühne, Nina Engel und Emily Vogel waren mit jeweils vier Treffern die erfolgreichsten deutschen Werferinnen. Damit zeigte das DHB-Team, dass es nicht ausschließlich von einer einzelnen Torschützin abhängig war. Unterschiedliche Spielerinnen übernahmen in wichtigen Situationen Verantwortung und sorgten für die notwendigen Treffer.

Auch Viola Leuchter wusste zu überzeugen. Für die deutsche Nationalspielerin war die Begegnung in Odense besonders, da sie beim dänischen Klub Odense BK unter Vertrag steht. Sie spielte damit vor einem Publikum, das sie auch aus dem Vereinsalltag kennt. Ihre Leistung fügte sich in den insgesamt überzeugenden deutschen Auftritt ein.

Die erste Halbzeit verlief weitgehend nach den Vorstellungen des deutschen Trainerteams. Deutschland kontrollierte mit seiner stabilen Defensive große Teile des Spiels und setzte die Däninnen mit konsequenten Angriffsaktionen unter Druck. Die 15:10-Führung zur Pause spiegelte den Verlauf der ersten 30 Minuten wider. Die Gastgeberinnen fanden zunächst kaum Mittel, um den deutschen Abwehrverbund regelmäßig zu überwinden.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings. Dänemark kam deutlich entschlossener aus der Kabine und erhöhte den Druck. Die Gastgeberinnen kämpften sich Tor um Tor heran und verkürzten den Rückstand bis zur 45. Minute auf 16:17. Damit war die Begegnung wieder völlig offen. Für Deutschland begann eine Phase, in der die Mannschaft ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellen musste.

Die DHB-Frauen ließen sich von der dänischen Aufholjagd jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Besonders körperlich hielten sie dagegen und verhinderten, dass die Gastgeberinnen die Partie drehen konnten. Katharina Filter steigerte sich in dieser Phase nochmals und sorgte mit wichtigen Paraden dafür, dass Deutschland die knappe Führung verteidigte.

In der 52. Minute stellte Nina Engel mit ihrem Treffer zum 21:18 wieder einen Vorsprung von drei Toren her. Damit verschaffte sie ihrer Mannschaft etwas Luft in einer entscheidenden Phase. Die deutsche Defensive blieb weiterhin aufmerksam und ließ Dänemark nicht mehr entscheidend herankommen.

Die Vorentscheidung fiel schließlich in der 57. Minute. Alina Grijseels traf zweimal hintereinander und erhöhte zunächst auf 23:19 und anschließend auf 24:19. Der Fünf-Tore-Vorsprung kurz vor Schluss nahm den Gastgeberinnen die Möglichkeit, das Spiel noch einmal zu drehen. Deutschland brachte die Führung sicher über die Zeit und gewann verdient mit 26:21.

Auf dänischer Seite war Trine Östergaard Jensen mit acht Treffern die erfolgreichste Werferin. Die frühere Bundesliga-Spielerin zeigte eine starke individuelle Leistung, konnte die Niederlage ihrer Mannschaft aber nicht verhindern. Die deutsche Abwehr hatte die übrigen Angriffsmöglichkeiten der Gastgeberinnen über weite Strecken erfolgreich begrenzt.

Für Bundestrainer Markus Gaugisch liefert der Erfolg wichtige Erkenntnisse. Die deutsche Mannschaft hat gezeigt, dass sie gegen einen international etablierten Gegner über längere Phasen stabil verteidigen und auch schwierige Spielabschnitte überstehen kann. Gleichzeitig verdeutlichte die dänische Aufholjagd nach der Halbzeit, dass es in der Vorbereitung weiterhin Ansatzpunkte für Verbesserungen gibt.

Bereits am Sonntag wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Um 13.30 Uhr trifft Deutschland auf den WM-Vierten Niederlande. Die Partie wird bei ProSieben MAXX und Dyn übertragen. Auch dieses Duell soll dem Trainerteam wichtige Hinweise auf die Leistungsfähigkeit der Mannschaft liefern.

Vor dem Beginn der Europameisterschaft stehen zudem zwei weitere Testspiele gegen Frankreich auf dem Programm. Die deutschen Handballerinnen treffen am 26. und 28. November in Ulm auf die Olympiazweiten von Paris. Die Begegnungen bilden einen weiteren wichtigen Bestandteil der unmittelbaren Turniervorbereitung.

Die Europameisterschaft findet vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei statt. Deutschland startet am 4. Dezember in Bratislava gegen Schweden in das Turnier. Der Erfolg gegen Dänemark zeigt, dass die DHB-Frauen bereits Wochen vor dem ersten EM-Spiel eine konkurrenzfähige Leistung abrufen können. Ob sie diese Form auch bei der Europameisterschaft bestätigen, werden die kommenden Wochen zeigen.

OZD/SID

OZD-Kommentar – Eine starke Abwehr als Grundlage für den EM-Erfolg

Ein Sieg gegen Dänemark ist für die deutschen Handballerinnen ein wertvoller Erfolg in der EM-Vorbereitung. Besonders die Art und Weise, wie das DHB-Team verteidigte, dürfte Bundestrainer Markus Gaugisch zufriedenstellen. Eine kompakte Abwehr kann gerade bei großen Turnieren ein entscheidender Faktor sein.

Katharina Filter spielte dabei eine herausragende Rolle. Ihre Paraden halfen der Mannschaft besonders in der zweiten Halbzeit, als Dänemark den Rückstand auf ein Tor verkürzte. Das Zusammenspiel zwischen Torhüterin und Abwehr funktionierte über weite Strecken überzeugend.

Gleichzeitig zeigte die Begegnung, dass Deutschland auch unter Druck handlungsfähig blieb. Nach der dänischen Aufholjagd fand die Mannschaft wieder zu mehr Stabilität und setzte in der Schlussphase die entscheidenden Treffer. Diese Fähigkeit kann bei engen Turnierspielen wichtig werden.

Allerdings sollte der Sieg nicht überbewertet werden. Ein Vorbereitungsturnier bietet wertvolle Erkenntnisse, bildet aber nicht sämtliche Bedingungen einer Europameisterschaft ab. Die Belastung mehrerer Spiele, unterschiedliche Gegner und der Druck einer Endrunde stellen zusätzliche Anforderungen.

Deutschland hat mit dem 26:21 ein positives Signal gesetzt. Entscheidend wird sein, die defensive Qualität zu bewahren und gleichzeitig die offensive Konstanz weiterzuentwickeln. Die kommenden Testspiele bieten dafür wichtige Möglichkeiten.

Historischer Hintergrund

Die deutsche Frauen-Handballnationalmannschaft gehört seit Jahrzehnten zum internationalen Wettbewerb. Ihren größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft feierte sie 1993 mit dem Gewinn des WM-Titels.

Auch bei Europameisterschaften war Deutschland mehrfach vertreten. Der Wettbewerb wird seit 1994 ausgetragen und zählt zu den wichtigsten internationalen Turnieren im Frauenhandball.

Dänemark gehört traditionell zu den erfolgreichen Nationen im internationalen Frauenhandball. Die dänische Auswahl gewann dreimal olympisches Gold und konnte auch bei Welt- und Europameisterschaften bedeutende Erfolge feiern.

Die Golden League ist ein internationales Einladungsturnier, das den teilnehmenden Mannschaften Begegnungen mit starken Gegnern ermöglicht. Solche Wettbewerbe dienen häufig der Vorbereitung auf große Meisterschaften.

Markus Gaugisch ist seit 2022 Bundestrainer der deutschen Frauen-Handballnationalmannschaft. Unter seiner Leitung arbeitet das Team an einer stabilen Spielstruktur und der Weiterentwicklung seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Zukunftsprognose

Der Erfolg gegen Dänemark liefert dem deutschen Trainerteam wichtige Hinweise auf den aktuellen Leistungsstand. Besonders die defensive Stabilität dürfte ein zentraler Bestandteil der weiteren EM-Vorbereitung bleiben.

Mit den Niederlanden wartet bereits der nächste starke Gegner. Das Spiel kann zeigen, ob Deutschland seine Abwehrleistung auch gegen eine Mannschaft mit anderen offensiven Qualitäten bestätigen kann.

Die beiden Testspiele gegen Frankreich Ende November bieten eine weitere Gelegenheit, taktische Abläufe zu überprüfen und die Mannschaft auf die Belastungen einer Europameisterschaft vorzubereiten.

Für die EM selbst lassen sich aus einem einzelnen Vorbereitungsspiel noch keine verlässlichen Schlussfolgerungen über das Abschneiden ziehen. Der Sieg gegen Dänemark ist jedoch ein positives Ergebnis auf dem Weg zum Turnierstart.

Wie endete das Handballspiel zwischen Deutschland und Dänemark?

Die deutschen Handballerinnen gewannen beim Golden-League-Turnier in Odense mit 26:21. Zur Halbzeit führte das DHB-Team bereits mit 15:10.

Wer war die beste deutsche Spielerin gegen Dänemark?

Torhüterin Katharina Filter überzeugte mit zahlreichen wichtigen Paraden. Die erfolgreichsten deutschen Werferinnen waren Nieke Kühne, Nina Engel und Emily Vogel mit jeweils vier Treffern.

Wann spielen die deutschen Handballerinnen gegen die Niederlande?

Das nächste Spiel findet am Sonntag um 13.30 Uhr statt. Die Begegnung wird bei ProSieben MAXX und Dyn übertragen.

Wann beginnt die Handball-Europameisterschaft der Frauen?

Die EM findet vom 3. bis 20. Dezember statt. Deutschland bestreitet sein erstes Spiel am 4. Dezember in Bratislava gegen Schweden.

OZD-Extra – Warum eine starke Abwehr im Handball so wichtig ist

Im Handball entscheidet nicht allein die Anzahl der erzielten Tore über die Qualität einer Mannschaft. Eine gut organisierte Defensive kann den Gegner zu schwierigen Abschlüssen zwingen und damit die Erfolgsaussichten erheblich verbessern.

Eine kompakte Abwehr zeichnet sich durch abgestimmte Bewegungen und gegenseitige Unterstützung aus. Die Spielerinnen müssen auf Angriffe reagieren, Räume schließen und gleichzeitig auf mögliche Durchbrüche vorbereitet sein.

Besonders wichtig ist das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüterin. Wenn die Defensive bestimmte Wurfpositionen erschwert, kann sich die Torhüterin besser auf die verbleibenden Abschlussmöglichkeiten einstellen.

Erfolgreiche Abwehraktionen können zudem schnelle Gegenangriffe ermöglichen. Nach einem Ballgewinn oder einer Parade besteht häufig die Gelegenheit, die gegnerische Mannschaft vor ihrer vollständigen defensiven Neuordnung unter Druck zu setzen.

Auch die körperliche Belastung spielt eine wichtige Rolle. Eine konsequente Abwehrarbeit erfordert Konzentration, Beweglichkeit und eine gute Abstimmung über die gesamte Spielzeit.

Das deutsche Team zeigte gegen Dänemark, wie wirkungsvoll eine solche Zusammenarbeit sein kann. Selbst als die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit auf ein Tor herankamen, fand Deutschland wieder zu defensiver Stabilität und sicherte sich den Sieg.

Gewinnspiel

Mit welchem Ergebnis gewannen die deutschen Handballerinnen beim Golden-League-Turnier gegen Dänemark?

A: 28:27

B: 26:21

C: 31:29

D: 24:24

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.