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3:1 in Freiburg: FC Bayern widmet emotionalen Sieg Kompany und Kimmich

Nach einer außergewöhnlich belastenden Woche gewinnt der FC Bayern 3:1 in Freiburg. Danach sprechen die Münchner vor allem über Zusammenhalt.

Fakten im Überblick

Der FC Bayern gewinnt nach einer schwierigen Woche mit 3:1 beim SC Freiburg und übernimmt wieder die Tabellenführung.

Trainer Vincent Kompany fehlte nach seinem Zusammenbruch am Freitag, Co-Trainer Aaron Danks betreute die Mannschaft.

Der Sieg wurde von den Bayern Vincent Kompany, Joshua Kimmich, dessen Familie und den fehlenden Spielern gewidmet.

Der FC Bayern hat nach einer außergewöhnlich schwierigen Woche beim SC Freiburg sportlich die richtige Antwort gegeben. Mit 3:1 gewann der deutsche Rekordmeister auswärts im Breisgau und kehrte damit vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund an die Tabellenspitze zurück. Doch unmittelbar nach dem Schlusspfiff spielten Tabellenplatz und Meisterschaft für die Münchner zunächst nur eine Nebenrolle. Zu sehr hatten die Ereignisse der vergangenen Tage Mannschaft, Trainerstab und Verantwortliche beschäftigt.

"Der Sieg ist für Vinnie. Der Sieg ist für Jo, für seine Familie. Der Sieg ist für Lucho", sagte Sportvorstand Max Eberl nach der Partie. Vor allem aber sei es ein Sieg "für den FC Bayern und für diese Zusammengehörigkeit, die wir einfach jetzt brauchen". Seine Worte machten deutlich, unter welchen besonderen Umständen die Mannschaft in Freiburg angetreten war. Nach einem Trauerfall von Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hatte am Freitag auch der Zusammenbruch von Trainer Vincent Kompany den Verein erschüttert. Hinzu kamen die Ausfälle mehrerer Spieler, darunter Luis Díaz.

Kompany konnte die Mannschaft deshalb in Freiburg nicht betreuen. Co-Trainer Aaron Danks übernahm an der Seitenlinie, während Eberl den Kontakt zum Cheftrainer bewusst auf ein Minimum reduzierte. Kompany solle sich entspannen und erholen. Eberl hatte ihn zwar besucht, Fußball spielte bei diesem Treffen jedoch bewusst keine Rolle. "Außer, dass ich ihn gestern besucht habe und wir über ganz andere Dinge, über das Leben gesprochen haben. Das ist der Kontakt, den wir hatten", berichtete der Sportvorstand.

Auch nach dem Sieg ließ man Kompany zunächst seine Ruhe. Eberl zeigte sich sogar erleichtert, dass sich der Trainer nicht unmittelbar bei ihm gemeldet hatte. "Gott sei Dank", sagte er und fügte hinzu: "Ich weiß auch nicht, wie er das Spiel gesehen hat." Ganz ohne Kontakt zur Mannschaft blieb Kompany allerdings nicht. Bei Co-Trainer Danks meldete er sich nach dem Abpfiff mit einer kurzen Nachricht.

Auf dem Platz hatte die Mannschaft zuvor gezeigt, dass sie mit der außergewöhnlichen Situation umgehen konnte. Auch im Tor musste Bayern umstellen. Für den angeschlagenen Manuel Neuer spielte Jonas Urbig. Nach dem Abpfiff rückte auch der junge Torhüter weniger seine eigene Leistung als die Reaktion der gesamten Mannschaft in den Mittelpunkt. "Wir haben natürlich für den Trainer gespielt, auch für Joshua Kimmich und unsere angeschlagenen Spieler. Wie wir das diese Woche als Mannschaft und Verein aufgefangen haben, war wirklich außergewöhnlich."

Urbig sei deshalb "sehr stolz" auf alle Beteiligten. Es war ein Satz, der den Nachmittag aus Sicht der Bayern treffender zusammenfasste als das Ergebnis. Der 3:1-Erfolg brachte drei wichtige Punkte, doch für Mannschaft und Verantwortliche ging es nach dieser Woche offensichtlich um mehr als Fußball.

Erst mit etwas Abstand rückte auch die sportliche Bedeutung des Sieges wieder in den Vordergrund. "Kurz nach dem Schlusspfiff hat das keine so große Rolle gespielt, weil was anderes gezählt hat", sagte Eberl über die zurückeroberte Tabellenführung. Schon am kommenden Samstag wartet allerdings die nächste große sportliche Aufgabe. Dann empfängt der FC Bayern Borussia Dortmund zum Topspiel.

"Wir freuen uns sehr, dass wir dann als Tabellenführer dieses Spiel bestreiten dürfen", sagte Eberl. Dass dies möglich sein würde, sei zuletzt keineswegs selbstverständlich gewesen. Die Münchner hätten sich diese Ausgangsposition in den vergangenen Wochen erarbeitet. Nach den Ereignissen der vergangenen Tage dürfte die Begegnung mit Dortmund nun nicht nur sportlich zu einem besonderen Spiel werden.

OZD/AFP

OZD-Kommentar - Wenn Fußball plötzlich zweitrangig wird

Es gibt Wochen, in denen Tabellen, Tore und Punkte für einen Moment ihre Bedeutung verlieren. Beim FC Bayern war dies offenbar eine solche Woche.

Der Trauerfall in der Familie von Joshua Kimmich, der Zusammenbruch von Vincent Kompany und weitere personelle Ausfälle stellten Mannschaft und Verein vor eine Situation, die sich mit sportlichen Routinen allein nicht bewältigen lässt. Dass die Bayern anschließend in Freiburg gewinnen, ist sportlich wichtig. Bemerkenswerter ist aber, wie Spieler und Verantwortliche danach über diesen Erfolg sprechen.

Max Eberls Entscheidung, Kompany nicht mit Fußballfragen zu belasten, sondern mit ihm "über das Leben" zu sprechen, zeigt dabei eine andere Seite des Profifußballs. Ein Trainer ist nicht nur Trainer, ein Spieler nicht nur Spieler. Hinter jeder Funktion steht ein Mensch.

Am kommenden Wochenende wird beim Duell mit Borussia Dortmund wieder über Tabellenführung, Taktik und Tore gesprochen werden. Das gehört zum Profifußball. Die Tage vor dem Freiburg-Spiel haben den Bayern allerdings in Erinnerung gerufen, dass manchmal etwas anderes wichtiger ist.

Historischer Hintergrund

Der FC Bayern München ist mit Abstand deutscher Rekordmeister und steht deshalb nahezu permanent unter großem sportlichem Erfolgsdruck. Niederlagen, Verletzungen und personelle Veränderungen werden beim Münchner Spitzenklub besonders intensiv beobachtet.

Gerade deshalb sind Situationen ungewöhnlich, in denen sportliche Fragen bewusst in den Hintergrund treten. Nach den Ereignissen der vergangenen Tage stand für den Verein zunächst die Unterstützung der unmittelbar Betroffenen im Mittelpunkt.

Der Erfolg in Freiburg bekommt dadurch eine Bedeutung, die über die drei Punkte hinausgeht. Die Mannschaft musste innerhalb weniger Tage mehrere Belastungen auffangen und gleichzeitig ihre sportliche Aufgabe erfüllen.

Zukunftsprognose

Sportlich richtet sich der Blick nun schnell auf das kommende Topspiel gegen Borussia Dortmund. Bayern geht als Tabellenführer in die Begegnung und hat sich mit dem Erfolg in Freiburg eine gute Ausgangsposition geschaffen.

Mindestens ebenso wichtig dürfte allerdings die gesundheitliche Situation von Vincent Kompany sein. Wann der Trainer wieder vollständig zur Mannschaft zurückkehren kann, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor. Hier sollte der Verein dem Trainer die notwendige Zeit zur Erholung geben.

Auch bei den angeschlagenen und fehlenden Spielern wird sich zeigen müssen, wer für das Spiel gegen Dortmund wieder zur Verfügung steht. Belastbare Aussagen dazu lassen sich auf Grundlage der bisherigen Informationen noch nicht treffen.

Was ist mit Vincent Kompany passiert?

Bayern-Trainer Vincent Kompany war am Freitag zusammengebrochen und konnte die Mannschaft beim Auswärtsspiel in Freiburg deshalb nicht betreuen. Weitere medizinische Einzelheiten werden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.

Wer betreute Bayern in Freiburg?

Co-Trainer Aaron Danks übernahm die Mannschaft beim 3:1 gegen den SC Freiburg. Nach dem Spiel erhielt er eine kurze Nachricht von Vincent Kompany.

Warum fehlte Joshua Kimmich?

Der FC Bayern hatte vor dem Spiel einen Trauerfall bei Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich zu verkraften. Weitere private Einzelheiten werden nicht genannt. Sportvorstand Max Eberl widmete den Sieg ausdrücklich Kimmich und seiner Familie.

Was bedeutet der Sieg für die Bundesliga?

Durch das 3:1 beim SC Freiburg setzte sich der FC Bayern wieder an die Spitze der Bundesliga. Bereits am kommenden Samstag steht das Topspiel gegen Borussia Dortmund an. Die Partie beginnt um 18.30 Uhr.

OZD-Extra - Ein Besuch ohne Fußball

Eine kleine Aussage von Max Eberl erzählt möglicherweise mehr über diese außergewöhnliche Bayern-Woche als viele sportliche Analysen.

Nach dem Zusammenbruch von Vincent Kompany besuchte Eberl den Trainer. Über das Spiel, die Mannschaft oder die nächste Aufstellung wurde dabei offenbar nicht gesprochen. Stattdessen hätten beide "über ganz andere Dinge, über das Leben gesprochen".

Im leistungsorientierten Profifußball ist das eine bemerkenswerte Momentaufnahme. Die nächste Begegnung, die Tabelle und der sportliche Druck können warten. In diesem Moment ging es nicht um den Trainer Vincent Kompany, sondern um den Menschen.

Gewinnspiel

Mit welchem Ergebnis gewann der FC Bayern beim SC Freiburg?

A: 1:0

B: 2:1

C: 3:1

D: 4:2

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.