Fakten im Überblick
Luiz Inácio Lula da Silva gewann die Stichwahl nach dem offiziellen Ergebnis mit 51,8 Prozent der Stimmen.
Flávio Bolsonaro erreichte 48,2 Prozent und unterlag damit knapp.
Donald Trump bezeichnete die Wahl als möglicherweise "manipuliert", nannte dafür in der vorliegenden Meldung jedoch keine Belege.
Nach dem Wahlsieg des linksgerichteten brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva hat US-Präsident Donald Trump Zweifel am Ergebnis der Stichwahl geäußert. Es sehe nach einer "manipulierten Wahl" aus, sagte Trump am Montag nach der Niederlage des rechtsgerichteten Flávio Bolsonaro. Konkrete Belege für eine Manipulation führte der US-Präsident in den wiedergegebenen Äußerungen nicht an.
"Wahlen müssen unanfechtbar sein, und für mich sah das wirklich sehr schlecht aus", sagte Trump auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews. "Es wirkte so korrupt, so schrecklich", fügte er hinzu. Dabei verwies Trump auf die kurzfristige Verlängerung der Öffnungszeiten der brasilianischen Wahllokale.
Nach dem offiziellen Wahlergebnis gewann Lula die Stichwahl am Sonntag mit 51,8 Prozent der Stimmen. Flávio Bolsonaro kam auf 48,2 Prozent. Für Lula bedeutet der Sieg eine vierte Amtszeit. Bolsonaro hatte zuvor die erste Wahlrunde gewonnen. Trump hatte dessen damaliges Ergebnis Anfang Oktober als "sehr großen Sieg" bezeichnet.
Auf die Frage von Journalisten, ob er Schritte gegen das brasilianische Wahlergebnis plane, gab Trump keine konkrete Antwort. "Ich kandidiere nicht in Brasilien, ich kandidiere in den Vereinigten Staaten", sagte der 80-Jährige. Gleichzeitig betonte er sein gutes Verhältnis zum Wahlsieger: "Ich mag Lula."
Trump erklärte zudem, er habe bei der brasilianischen Wahl "keine Partei ergriffen". Flávio Bolsonaro hatte er zwar nicht offiziell unterstützt, allerdings Ende Mai im Weißen Haus empfangen. Auch zu dessen Vater Jair Bolsonaro unterhält Trump seit Jahren politische Verbindungen. Jair Bolsonaro war von 2019 bis Anfang 2023 Präsident Brasiliens und wurde von Trump unterstützt.
Politische Gemeinsamkeiten zwischen Trump und der Bolsonaro-Familie bestehen nach Angaben der Meldung unter anderem beim Vorgehen gegen Drogenkriminalität und in ihrer Kritik an "politischen Eliten". Die Niederlage Flávio Bolsonaros bedeutet für Trump zugleich einen politischen Rückschlag, nachdem mit ihm verbündete Politiker zuvor Wahlen in mehreren lateinamerikanischen Staaten gewonnen hatten.
OZD/AFP
OZD-Kommentar - Zweifel ohne vorgelegte Belege
Donald Trump stellt das offizielle Ergebnis der brasilianischen Präsidentschaftswahl infrage. Seine Wortwahl ist deutlich: Er spricht von einer "manipulierten Wahl" und bezeichnet den Vorgang als "korrupt".
In der vorliegenden Meldung werden jedoch keine Belege genannt, mit denen Trump seinen Manipulationsvorwurf untermauert.
Das offizielle Ergebnis weist Luiz Inácio Lula da Silva mit 51,8 Prozent als Sieger aus. Flávio Bolsonaro erreichte 48,2 Prozent.
Bemerkenswert ist zugleich Trumps widersprüchlich wirkende politische Botschaft. Einerseits stellt er Zweifel am Wahlverfahren in den Raum, andererseits betont er sein gutes Verhältnis zu Lula und sagt ausdrücklich: "Ich mag Lula."
Ob Trumps Äußerungen über die politische Debatte hinaus Konsequenzen haben werden, ist derzeit offen.
Historischer Hintergrund
Luiz Inácio Lula da Silva sicherte sich mit dem Wahlsieg eine vierte Amtszeit als brasilianischer Präsident.
Sein Gegenkandidat Flávio Bolsonaro hatte zunächst die erste Wahlrunde gewonnen.
Trump bezeichnete dieses Ergebnis Anfang Oktober als "sehr großen Sieg".
Die politische Verbindung Trumps zur Familie Bolsonaro reicht weiter zurück. Bereits Jair Bolsonaro, der Brasilien von 2019 bis Anfang 2023 regierte, wurde von Trump unterstützt.
Flávio Bolsonaro wurde im Mai vor der Wahl von Trump im Weißen Haus empfangen.
Zukunftsprognose
Entscheidend wird sein, ob die von Trump geäußerten Zweifel am Wahlergebnis durch weitere politische oder rechtliche Schritte begleitet werden.
Auf eine entsprechende Frage von Journalisten legte sich der US-Präsident nicht fest.
Gleichzeitig betonte Trump sein gutes Verhältnis zum wiedergewählten brasilianischen Präsidenten Lula.
Damit bleibt zunächst offen, welche Auswirkungen die Äußerungen auf die Beziehungen zwischen Washington und Brasilia haben werden.
Wie endete die Wahl in Brasilien?
Nach dem offiziellen Ergebnis gewann Luiz Inácio Lula da Silva die Stichwahl mit 51,8 Prozent.
Flávio Bolsonaro erreichte 48,2 Prozent.
Damit sicherte sich Lula eine weitere Amtszeit als brasilianischer Präsident.
Was wirft Trump Brasilien vor?
Trump erklärte, die Abstimmung habe für ihn wie eine "manipulierte Wahl" ausgesehen.
Er verwies dabei auf die kurzfristig verlängerten Öffnungszeiten der Wahllokale.
Konkrete Belege für eine Manipulation werden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
Wie steht Trump zu Lula?
Trotz seiner Zweifel am Wahlablauf äußerte sich Trump persönlich positiv über den Wahlsieger.
Er verstehe sich sehr gut mit Lula, sagte der US-Präsident.
"Ich mag Lula", betonte Trump.
Gleichzeitig erklärte er, bei der brasilianischen Wahl keine Partei ergriffen zu haben.
OZD-Extra - Politischer Rückschlag für Trump in Lateinamerika
Die Niederlage Flávio Bolsonaros hat auch eine internationale politische Dimension.
Trump hatte zuvor Wahlerfolge verbündeter Politiker in mehreren lateinamerikanischen Ländern erlebt.
Nach Angaben der Meldung gehören dazu Argentinien, Kolumbien und Chile.
Mit Bolsonaros Niederlage gewinnt nun Lula die brasilianische Präsidentschaftswahl mit 51,8 Prozent.
Für Trump bedeutet das Ergebnis damit auch einen Rückschlag für sein politisches Netzwerk in Lateinamerika.
Gewinnspiel
Mit welchem Stimmenanteil gewann Lula laut offiziellem Ergebnis die brasilianische Stichwahl?
A: 48,2 Prozent
B: 49,8 Prozent
C: 51,8 Prozent
D: 55,1 Prozent
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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.