Fakten im Überblick
Englische, französische, italienische und spanische Medien würdigen Harry Kanes Ballon-d'Or-Sieg.
Mehrere Zeitungen heben neben seiner Torquote besonders seine Entwicklung beim FC Bayern und seine unaufgeregte Persönlichkeit hervor.
Mit seinem Triumph beendet Kane eine 25-jährige englische Wartezeit seit Michael Owens Ballon-d'Or-Sieg 2001.
Harry Kanes Gewinn des Ballon d'Or sorgt international für große Anerkennung. Nach seiner außergewöhnlichen Saison für den FC Bayern München und der englischen Nationalmannschaft würdigen Medien aus England, Frankreich, Italien und Spanien den 33-Jährigen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur seine Tore, sondern auch seine Entwicklung zu einem vielseitigeren Spieler und seine Persönlichkeit abseits des Platzes.
Besonders groß ist die Begeisterung naturgemäß in England. Die BBC verweist darauf, dass Kane die 25-jährige englische Durststrecke beim Ballon d'Or beendet habe. Seine bisher beste Platzierung sei Rang zehn gewesen, in der vergangenen Saison sei er hinsichtlich seiner individuellen Leistung jedoch "unübertroffen" gewesen. Die Daily Mail bringt den Triumph knapp auf den Punkt: "Kane, der Eroberer." Der Telegraph erinnert ebenfalls an die 25-jährige Wartezeit Englands.
Auch der Guardian bewertet Kane als verdienten Gewinner. Der Bayern-Stürmer setzte sich bei der Wahl unter anderem gegen Lamine Yamal vom FC Barcelona und Kylian Mbappé von Real Madrid durch. Die Sun wiederum hebt die lange Karriere des früheren Tottenham-Stürmers hervor und betont, dass Kane auch mit 33 Jahren noch für Furore sorgt.
In Frankreich wird besonders Kanes Entwicklung beim FC Bayern gewürdigt. L'Équipe feiert den Engländer mit den Worten "König Harry!" Le Parisien beschreibt seinen Erfolg als Krönung eines Torjägers, der lange auf seine Qualitäten als klassischer Stürmer reduziert worden sei und sich in München neu erfunden habe. Le Monde blickt dagegen auf die historische Dimension: Seit Michael Owen 2001 hatte kein Engländer mehr den Ballon d'Or gewonnen.
Auch die italienische Sportpresse hebt Kanes Vielseitigkeit hervor. Die Gazzetta dello Sport würdigt ihn als Torjäger, der zugleich gut am Spielaufbau beteiligt sei. Außerdem wird seine unprätentiöse Art hervorgehoben. In einer Fußballwelt voller Superstars und großer Egos sei Kane jemand, der normal geblieben sei. Tuttosport erinnert daran, dass der Bayern-Stürmer mit seinem Erfolg die Nachfolge des Vorjahressiegers Ousmane Dembélé antritt.
In Spanien richtet sich der Blick besonders auf Kanes Weg vom lange titellosen Torjäger zum Weltfußballer. AS schreibt: "Weder Lamine noch Mbappé - Kane!" und erinnert daran, dass dem Engländer lange nachgesagt wurde, er könne keine Titel gewinnen. Marca erklärt Harry Kane zum "Namen des Tages und des Jahres". Damit fällt die internationale Reaktion auf den Triumph des Bayern-Stars über Länder- und Vereinsgrenzen hinweg deutlich anerkennend aus.
OZD/AFP
OZD-Kommentar - Mehr Anerkennung als nur für Tore
Harry Kane war schon lange vor seinem Wechsel nach München einer der besten Torjäger Europas. Die internationalen Pressestimmen zeigen jedoch, dass sein Ballon-d'Or-Sieg inzwischen mit mehr verbunden wird als mit seiner Trefferquote.
Immer wieder geht es um seine Entwicklung beim FC Bayern. Kane wird als kompletterer Spieler beschrieben, der Tore erzielt, sich am Spielaufbau beteiligt und Verantwortung übernimmt.
Hinzu kommt ein zweiter Aspekt: seine Persönlichkeit. Gerade die italienische Presse hebt hervor, dass Kane trotz seines Status als Weltstar vergleichsweise unaufgeregt auftritt.
Aus dem Torjäger, dem lange die großen Titel fehlten, ist damit ein Ballon-d'Or-Gewinner geworden.
Historischer Hintergrund
England musste lange auf einen weiteren Ballon-d'Or-Sieger warten.
Michael Owen gewann die Auszeichnung im Jahr 2001.
25 Jahre später beendet Harry Kane diese Serie.
Der erste Gewinner des Ballon d'Or überhaupt war ebenfalls Engländer: Stanley Matthews erhielt die Auszeichnung 1956.
Kane führt damit eine traditionsreiche Reihe englischer Preisträger fort.
Was schreibt die englische Presse?
Die BBC hebt besonders die historische Bedeutung des Erfolgs hervor und verweist auf die 25-jährige Wartezeit Englands.
Die Daily Mail bezeichnet Kane kurz und prägnant als "Kane, der Eroberer."
Der Telegraph stellt ebenfalls das Ende der langen englischen Wartezeit heraus.
Der Guardian bewertet den Bayern-Star als verdienten Sieger.
Was schreibt die französische Presse?
L'Équipe feiert Kane als "König Harry!"
Le Parisien konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung des Stürmers.
Kane sei lange auf seine Rolle als Torjäger reduziert worden, habe sich beim FC Bayern aber neu erfunden.
Le Monde erinnert an Michael Owens Sieg von 2001 und die historische Bedeutung des neuen englischen Ballon-d'Or-Gewinners.
Was schreibt die spanische Presse?
Die spanischen Medien betrachten Kanes Erfolg auch vor dem Hintergrund seiner Konkurrenten.
AS schreibt: "Weder Lamine noch Mbappé - Kane!"
Besonders hervorgehoben wird, dass Kane lange der Ruf begleitete, keine großen Titel gewinnen zu können.
Marca stellt den Engländer ins Zentrum des Fußballjahres und erklärt ihn zum "Namen des Tages und des Jahres".
OZD-Extra - Vom vermeintlich Titellosen zum Weltfußballer
Über Jahre gehörte Harry Kane zu den erfolgreichsten Torjägern Europas, ohne die ganz großen Mannschaftstitel zu gewinnen.
Genau dieser Umstand wurde immer wieder Teil der öffentlichen Diskussion über seine Karriere.
Die spanische Zeitung AS greift dieses alte Bild nach seinem Ballon-d'Or-Sieg noch einmal auf: Kane sei "nicht länger verflucht".
Sein Wechsel zum FC Bayern und seine Entwicklung in München spielen deshalb auch in den internationalen Pressestimmen eine zentrale Rolle.
Aus dem herausragenden Torjäger ist ein Spieler geworden, der nun auch mit den größten persönlichen und sportlichen Auszeichnungen verbunden wird.
Gewinnspiel
Welcher Engländer gewann vor Harry Kane zuletzt den Ballon d'Or?
A: David Beckham
B: Wayne Rooney
C: Michael Owen
D: Steven Gerrard
Zum großen OZD-Gewinnspiel 2026
Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.