Fakten im Überblick
Alexander Prass erzielte beim 3:0 der TSG Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen kurz vor Schluss das 2:0.
Beim Torjubel zog der bereits verwarnte 25-Jährige sein Trikot aus und sah dafür Gelb-Rot.
Prass fehlt der TSG damit im kommenden Bundesliga-Spiel bei Werder Bremen.
Alexander Prass wird seinen Treffer gegen Bayer Leverkusen wohl aus mehreren Gründen nicht so schnell vergessen. Der Mittelfeldspieler der TSG Hoffenheim erzielte beim 3:0-Erfolg kurz vor Schluss das 2:0 und wollte seinen Treffer ausgelassen feiern. Dabei zog der Österreicher sein Trikot aus. Das Problem: Prass war zu diesem Zeitpunkt bereits verwarnt. Die Folge war die zweite Gelbe Karte und damit der Platzverweis.
Dass ihm seine erste Verwarnung noch während des Jubels wieder einfiel, war in diesem Moment bereits zu spät. "Man sieht auch, dass ich einen Richtungswechsel mache, weil es mir eingefallen ist, doch da war es halt leider zu spät", erklärte Prass in einem von der TSG Hoffenheim in den Sozialen Medien veröffentlichten Video.
Der 25-Jährige versuchte noch hastig, sein Trikot wieder anzuziehen. Doch auch das misslang. "Doch das ging irgendwie nicht so gut, weil es komplett durcheinander war", erzählte Prass. Die Entscheidung des Schiedsrichters konnte er damit nicht mehr verhindern.
Auf dem Weg in die Kabine bekam schließlich auch das Trikot den Ärger seines Besitzers zu spüren. Es sei "auf dem Weg in die Kabine etwas in Mitleidenschaft gezogen" worden, berichtete Prass. Er habe "irgendwie daran gerissen. Da ist ein schöner Riss entstanden". Inzwischen hat das beschädigte Kleidungsstück einen besonderen Platz bekommen. "Jetzt hängt es in der Kabine am Kleiderhaken an der Decke oben", erzählte der Österreicher.
Mit etwas Abstand kann Prass über seinen ungewöhnlichen Platzverweis lachen. "Weil es gut ausgegangen ist, sage ich mal: halb so wild", sagte der Mittelfeldspieler. Ganz ohne Folgen bleibt die Aktion allerdings nicht. Wegen seiner Sperre kann er beim nächsten Bundesligaspiel der Hoffenheimer nicht mitwirken.
Das ärgert Prass dann doch. Es störe ihn, "dass ich am Samstag nicht spielen kann". Dann tritt die TSG Hoffenheim auswärts bei Werder Bremen an. So wird aus einem erfolgreichen Abend mit Tor und 3:0-Sieg zugleich eine Erinnerung daran, dass ein ausgelassener Torjubel manchmal sportliche Konsequenzen haben kann.
OZD/AFP
OZD-Kommentar - Wenn die Freude schneller ist als der Kopf
Es gibt Platzverweise, über die lange diskutiert wird. Und es gibt Platzverweise, bei denen der Spieler selbst ziemlich genau weiß, was schiefgelaufen ist.
Alexander Prass gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Das Tor zum 2:0, die Freude, das Trikot - und erst einen Moment später die Erinnerung an die bereits vorhandene Gelbe Karte.
Dass Prass inzwischen selbst darüber lachen kann, macht aus dem Missgeschick eine dieser kleinen Geschichten, die zum Fußball dazugehören.
Ärgerlich bleibt die Sperre trotzdem. Beim nächsten Spiel in Bremen muss Prass zuschauen.
Was ist passiert?
Prass erzielte gegen Bayer Leverkusen kurz vor dem Ende das 2:0 für Hoffenheim.
Anschließend zog er beim Jubel sein Trikot aus.
Da er bereits verwarnt war, erhielt er eine weitere Gelbe Karte.
Damit musste der 25-Jährige mit Gelb-Rot vom Platz.
Hoffenheim gewann die Partie dennoch mit 3:0.
Warum gibt es für das Ausziehen des Trikots Gelb?
Das Ausziehen des Trikots beim Torjubel wird im Fußball mit einer Gelben Karte geahndet.
Für einen bereits verwarnten Spieler kann das unmittelbar zum Platzverweis führen.
Genau das passierte Alexander Prass gegen Bayer Leverkusen.
Sein Versuch, das Trikot schnell wieder anzuziehen, änderte daran nichts mehr.
Was wurde aus dem Trikot?
Auch das Trikot selbst hat den Abend nicht unbeschadet überstanden.
Prass berichtete, dass er auf dem Weg in die Kabine daran gerissen habe.
Dabei entstand ein Riss.
Inzwischen hängt das beschädigte Trikot nach Angaben des Spielers in der Kabine an einem Kleiderhaken an der Decke.
Damit dürfte es zumindest vorerst als Erinnerung an den ungewöhnlichen Abend erhalten bleiben.
Zukunftsprognose
Sportlich hat der Platzverweis für Prass eine unmittelbare Konsequenz.
Der Österreicher kann im kommenden Bundesligaspiel bei Werder Bremen nicht eingesetzt werden.
Danach kann er wieder sportlich in den Mittelpunkt rücken.
Dass er beim nächsten Torjubel seine Verwarnungen genauer im Blick behalten dürfte, liegt zumindest nahe.
OZD-Extra - Ein Tor mit ungewöhnlichem Nachspiel
Alexander Prass trifft zum 2:0.
Er zieht sein Trikot aus.
Dann erinnert er sich an seine erste Gelbe Karte.
Er versucht, das Trikot wieder anzuziehen.
Es ist zu spät.
Prass sieht Gelb-Rot.
Auf dem Weg in die Kabine bekommt das Trikot einen Riss.
Und am Ende gewinnt Hoffenheim trotzdem mit 3:0.
"Halb so wild", findet Prass inzwischen.
Gewinnspiel
Warum sah Alexander Prass nach seinem Treffer Gelb-Rot?
A: Weil er den Ball wegschoss
B: Weil er beim Jubel sein Trikot auszog
C: Weil er den Schiedsrichter beleidigte
D: Weil er das Spielfeld unerlaubt betrat
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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.