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Zwölf Jahre Haft nach 22 Vergewaltigungen in Berlin

Das Landgericht Berlin verurteilt einen 69-Jährigen wegen 22 Vergewaltigungen zu zwölf Jahren Haft und ordnet Sicherungsverwahrung an.

Fakten im Überblick

Das Landgericht Berlin verhängte zwölf Jahre Haft.

Der Mann wurde in 22 Fällen schwerer Vergewaltigung schuldig gesprochen.

Zusätzlich ordnete das Gericht Sicherungsverwahrung und Entschädigungen an.

Das Landgericht Berlin hat einen 69-Jährigen wegen schwerer Vergewaltigung in 22 Fällen zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Nach den gerichtlichen Feststellungen betäubte er Frauen, die er über Datingportale kennengelernt hatte, und missbrauchte sie in seiner Wohnung. Das Gericht ordnete außerdem Sicherungsverwahrung an.

Die Kammer sah zudem gefährliche Körperverletzungen und teilweise unzulässige Filmaufnahmen des höchstpersönlichen Lebensbereichs als erwiesen an. Die sedierenden Substanzen versetzten die Frauen nach Darstellung des Gerichts in einen Zustand, in dem sie keinen freien Willen bilden konnten. Das Urteil ist als gerichtliche Feststellung wiedergegeben; Angaben zur Rechtskraft lagen zunächst nicht vor.

Die Taten ereigneten sich zwischen 2016 und 2022. Ermittler kamen dem Mann durch einen Hinweis aus Niedersachsen auf die Spur. Die Staatsanwaltschaft geht von weiteren möglichen Opfern aus; diese Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

OZD/AFP

OZD-Kommentar - Einordnung

Das Urteil benennt ein systematisches Vorgehen gegen besonders verletzliche Frauen. Entscheidend bleiben Schutz, Beratung und langfristige Unterstützung der Betroffenen sowie sorgfältige Ermittlungen zu weiteren Fällen.

Historischer Hintergrund

Der Fall erinnert in seinem Muster an international bekannt gewordene Taten mit heimlicher Betäubung. Das Gericht betonte jedoch, dass jeder Fall eigenständig zu bewerten ist.

Zukunftsprognose

Nach dem Strafvollzug kann die Sicherungsverwahrung greifen, wenn weiterhin erhebliche Gefährlichkeit festgestellt wird. Weitere Ermittlungen könnten neue Verfahren auslösen.

Was ist Sicherungsverwahrung?

Sie ist eine präventive Maßnahme nach der Haft und setzt eine fortbestehende erhebliche Gefahr schwerer Straftaten voraus.

OZD-Extra - Digitale Forensik war entscheidend

Beschlagnahmte Datenträger und die aufwendige Auswertung von Bildmaterial führten zur Identifizierung zahlreicher Taten.

Gewinnspiel

Wie hoch ist die Haftstrafe?

A: Acht Jahre

B: Zehn Jahre

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Alle Angaben ohne Gewähr. Mit KI unterstützt. Titelbild AFP.