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Rote Karte und Elfmeter und Enttäuschung: Der HSV stolpert auch 2026 in der Fremde

Der Hamburger SV bleibt auswärts weiter ohne Sieg. Trotz Führung verliert der Aufsteiger beim SC Freiburg mit 1:2 – eine Gelb-Rote Karte bringt die Wende. Der Auswärtsfluch lebt, die Sorgen wachsen.

Der Hamburger SV ist auch im neuen Jahr nicht aus seiner Auswärtsmisere herausgekommen. Beim 1:2 beim SC Freiburg verspielte der Aufsteiger eine Führung und wartet weiter auf den ersten Bundesliga-Auswärtssieg seit fast acht Jahren. Besonders bitter: Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Daniel Elfadli kippte die Partie komplett zugunsten der Gastgeber.

Dabei begann die zweite Halbzeit vielversprechend. Luka Vuskovic brachte den HSV kurz nach Wiederanpfiff per Kopfball in Führung. Doch nur Minuten später folgte der Wendepunkt: Elfadli sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot, Vincenzo Grifo verwandelte den fälligen Elfmeter, und der eingewechselte Igor Matanovic entschied die Partie spät für Freiburg.

Freiburg bleibt damit zu Hause seit elf Pflichtspielen ungeschlagen. Der HSV hingegen ist weiterhin das einzige Team der Liga ohne Auswärtssieg und holte bislang nur zwei von 24 möglichen Punkten auf fremdem Platz.

OZD 



OZD-Kommentar – Der HSV lernt es einfach nicht

Der Hamburger SV hat erneut gezeigt, warum der Klassenerhalt kein Selbstläufer wird. Es fehlt nicht an Einsatz, aber an Reife, Cleverness und Stabilität. Wer auswärts immer wieder Führungen verspielt, Platzverweise kassiert und unter Druck zerfällt, darf sich über Tabellenprobleme nicht wundern. Der HSV wirkt in der Fremde mental blockiert – und genau das ist in der Bundesliga tödlich. Wenn sich daran nichts ändert, wird die Rückkehr ins Oberhaus schneller zur Zitterpartie als zur Erfolgsgeschichte.



Der historischer Hintergrund

Der HSV wartet seit 2018 auf einen Bundesliga-Auswärtssieg. Schon in den letzten Erstligajahren galt der Klub als auswärtsschwach, ein Makel, der selbst nach Aufstieg und personellen Veränderungen geblieben ist. Trainerwechsel, neue Kader und frische Ansätze änderten bislang nichts an diesem Muster. Die Partie in Freiburg reiht sich damit nahtlos in eine lange Serie verpasster Chancen ein.




Erklärungen

Wer ist Merlin Polzin?
Merlin Polzin ist Cheftrainer des Hamburger SV. Er übernahm die Mannschaft mit dem klaren Ziel Klassenerhalt und gilt als detailversessener Arbeiter, der auf Disziplin und klare Abläufe setzt.

Was bedeutet Gelb-Rot?
Eine Gelb-Rote Karte erhält ein Spieler nach zwei Verwarnungen im selben Spiel. Sie führt automatisch zum Platzverweis und zu einer Sperre für die nächste Partie.



Mini-Infobox

Ergebnis: SC Freiburg – HSV 2:1

Platzverweis: Daniel Elfadli (51.)

HSV-Auswärtspunkte: 2 von 24

Freiburg: 11 Heimspiele ungeschlagen


OZD-Analyse

Der HSV startet ordentlich, verliert aber nach Führungen die Kontrolle
– Fehlende Ruhe im Spielaufbau
– Kaum Entlastung in Unterzahl

Die Auswärtsschwäche bleibt ein strukturelles Problem
– Nur zwei Punkte aus acht Auswärtsspielen
– Mentale Unsicherheit bei gegnerischem Druck

Freiburg nutzt Routine und Heimstärke eiskalt aus
– Effektive Einwechslungen
– Hohe Effizienz in entscheidenden Momenten


OZD-Extras

Fun Fact: Der HSV hat in dieser Saison auswärts mehr Platzverweise als Auswärtstore gesammelt – ein statistisches Sinnbild der Probleme in fremden Stadien.

Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.