Der WM-Traum lebt: Deutschlands Box-Hoffnung Agit Kabayel hat seine Pflichtaufgabe souverän gelöst und darf weiter auf einen baldigen WM-Kampf im Schwergewicht hoffen. Der 33 Jahre alte Bochumer besiegte in Oberhausen den Polen Damian Knyba durch technischen K.o. in der dritten Runde und verteidigte damit erfolgreich seinen Titel als WBC-Interimsweltmeister.
Vor 13.000 Zuschauern in der ausverkauften Rudolf-Weber-Arena setzte Kabayel ein deutliches Zeichen. „Was für eine Atmosphäre. Wir haben ein Statement gesetzt. Wir haben gezeigt, dass das deutsche Boxen lebt“, rief er nach dem Abbruch in den Ring und machte unmissverständlich klar: „Wir sind jetzt ready für die WM.“
Mit dem 27. Sieg im 27. Profikampf unterstrich Kabayel eindrucksvoll seinen Anspruch auf einen WM-Fight. Ein Duell mit dem ungeschlagenen Schwergewichts-Champion Oleksandr Usyk kam bislang noch nicht zustande, scheint aber näher zu rücken. Kabayels Promoter George Warren kündigte bereits an, den Druck auf den Weltverband WBC massiv zu erhöhen, um seinem Schützling zeitnah einen Titelkampf zu ermöglichen.
Im Kampf selbst tat sich Kabayel zunächst schwer. Knyba nutzte seine Reichweite, verpasste dem Deutschen früh einen Cut über dem rechten Auge und versuchte, Distanz zu halten. Doch Kabayel blieb seinem Stil treu, arbeitete konsequent zum Körper und steigerte den Druck Runde für Runde. Als die Treffer zunehmend Wirkung zeigten, griff der Ringrichter in der dritten Runde ein und beendete den einseitig gewordenen Kampf. OZD
OZD-Kommentar:
Agit Kabayel ist mehr als nur ein Pflichtsieger. Er ist derzeit das
stärkste deutsche Argument im internationalen Schwergewicht. Während
viele Talente stagnieren, liefert Kabayel konstant ab – ohne Ausreden,
ohne Umwege. Wer 27 Kämpfe gewinnt und dabei seinen Stil durchzieht, hat
sich einen WM-Fight verdient. Jetzt liegt der Ball beim Weltverband.
Alles andere wäre kaum noch zu erklären.
Historischer Hintergrund:
Das deutsche Schwergewichtsboxen blickt auf eine ruhmreiche, aber lange
zurückliegende Geschichte zurück. Der letzte deutsche Weltmeister in der
Königsklasse war Max Schmeling
in den frühen 1930er-Jahren. Seitdem scheiterten zahlreiche Hoffnungen
auf internationaler Ebene. Kabayels aktueller Lauf gilt als die
realistischste Chance seit Jahrzehnten, diese historische Lücke zu
schließen.

Erklärungen zum Text:
– WBC-Interimsweltmeister: Titel, der einem Boxer den Anspruch auf einen offiziellen WM-Kampf sichert.
– Technischer K.o.: Kampfabbruch durch den Ringrichter, wenn ein Boxer nicht mehr verteidigungsfähig ist.
– Schwergewicht: Höchste Gewichtsklasse im Boxen ohne Obergrenze.
Schnellanalyse:
Sportliche Form
– Ungeschlagen in 27 Profikämpfen
– Klare Leistungssteigerung in den letzten Jahren
Strategische Position
– Interims-Titel erhöht WM-Druck
– International anerkannte Gegner
Perspektive
– WM-Kampf realistisch im kommenden Jahr
– Großevent in Deutschland möglich

Lernbox:
– Konstanz ist im Profiboxen entscheidend.
– Interims-Titel sind Sprungbretter zu WM-Kämpfen.
– Heimkämpfe können enorme psychologische Vorteile bringen.
Quizfrage:
In welcher Runde gewann Agit Kabayel seinen Kampf gegen Damian Knyba?
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