Der FC Liverpool hat in der englischen Premier League den nächsten herben Rückschlag kassiert. Die Mannschaft von Trainer Arne Slot verlor beim formschwachen AFC Bournemouth mit 2:3 (1:2) – und das mit der letzten Aktion der Partie. Für Liverpool war es das fünfte Ligaspiel in Folge ohne Sieg.
Dabei schien sich das Blatt nach einem frühen Rückstand noch zu wenden. Die Gastgeber waren durch Evanilson (26.) und Alejandro Jimenez (33.) in Führung gegangen, ehe Virgil van Dijk kurz vor der Pause (45.+1) verkürzte. Nach dem Seitenwechsel gelang dem ehemaligen Leipziger Dominik Szoboszlai in der 80. Minute der Ausgleich.
Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit folgte der Schock: Der frühere Leverkusener Amine Adli traf aus dem Gewühl heraus zum 3:2 für Bournemouth. Es war erst der zweite Sieg der Cherries aus den vergangenen 14 Ligaspielen – und ein weiterer Tiefschlag für Liverpool.
Florian Wirtz stand über die volle Spielzeit auf dem Platz, blieb jedoch wie schon in den Wochen zuvor weitgehend wirkungslos. Auch Mohamed Salah, der nach seinem Champions-League-Comeback gegen Olympique Marseille erneut in der Startelf stand, konnte der ideenlosen Offensive keine Impulse verleihen.
Nach zuvor 13 Pflichtspielen ohne Niederlage droht Liverpool nun der freie Fall: Statt um die Champions-League-Plätze zu kämpfen, könnten die Reds vom vierten auf den achten Tabellenplatz abrutschen.
Parallel gelang Manchester City zumindest eine kleine Stabilisierung. Das Team von Pep Guardiola besiegte Schlusslicht Wolverhampton Wanderers mit 2:0. Omar Marmoush und Antoine Semenyo sorgten für den ersten Ligaerfolg im neuen Jahr. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Arsenal beträgt vorerst vier Punkte.
OZD
OZD-Kommentar – Die Krise ist real
Fünf Spiele ohne Sieg, keine Kontrolle, keine Ideen – Liverpool steckt tiefer in der Krise, als viele wahrhaben wollen. Die späte Niederlage in Bournemouth ist kein Unfall, sondern das logische Resultat eines Spiels ohne Struktur. Wirtz wirkt isoliert, Salah gehemmt, die Defensive anfällig. Slot verliert erstmals sichtbar den Zugriff. Wenn jetzt keine klare Reaktion folgt, wird aus einer Delle schnell ein handfestes Problem.
Historischer HintergrundDer FC Liverpool war über Jahre für mentale Stärke und späte Siege bekannt. Unter Jürgen Klopp galten Nachspielzeit-Tore als Markenzeichen. Seit dem Trainerwechsel fehlt diese Selbstverständlichkeit zunehmend – enge Spiele kippen nun regelmäßig gegen die Reds.
ZukunftsprognoseBleibt die aktuelle Form bestehen, droht Liverpool das Abrutschen aus den internationalen Plätzen. Besonders für Florian Wirtz wird die Situation heikel: Ohne funktionierendes Kollektiv kann auch individuelle Klasse kaum Wirkung entfalten. Die kommenden Spiele entscheiden, ob die Saison noch zu retten ist.
Gewinnspiel
Wer erzielte den Siegtreffer für Bournemouth in der Nachspielzeit?
A) Evanilson
B) Alejandro Jimenez
C) Amine Adli
D) Dominic Solanke
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Wissensblock OZD-Analyse
1. Spielverlauf
– a) Früher Rückstand
– b) Aufholjagd durch Standards
– c) Entscheidung in der Nachspielzeit
2. Liverpool-Probleme
– a) Ideenlosigkeit im Angriff
– b) Fehlende defensive Stabilität
– c) Mentale Unsicherheit
3. Tabellenfolgen
– a) Fünf Spiele ohne Sieg
– b) Gefahr des Absturzes auf Rang acht
– c) Druck auf Trainer und Leistungsträger
Späte Gegentore sind selten Zufall – sie sind oft das Resultat fehlender Kontrolle und mentaler Ermüdung.
Mini-Infobox– Wettbewerb: Premier League
– Ergebnis: Bournemouth – Liverpool 3:2
– Entscheidung: 90.+5 Minute
– Serie Liverpool: 5 Ligaspiele ohne Sieg
Bournemouth holte mit dem Sieg erst den zweiten Dreier aus den letzten 14 Spielen – ausgerechnet gegen einen Champions-League-Aspiranten.
