Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben den Meisterschaftskampf faktisch aufgegeben. Nach der deutlichen 1:4-Niederlage beim FC Bayern München (Frauenfußball) sprach Trainer Stephan Lerch Klartext: „Das Kräfteverhältnis ist klar. Der FC Bayern steht an Nummer eins und wird auch deutscher Meister werden.“ Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: „So weit lehne ich mich aus dem Fenster.“
Tatsächlich sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache. 14 Punkte Vorsprung bei noch acht ausstehenden Partien – auch wenn Wolfsburg ein Spiel weniger absolviert hat – lassen kaum Zweifel. Der 17. Sieg im 18. Ligaspiel unterstreicht die Dominanz der Münchnerinnen.
Auch bei den Bayern ist das Selbstbewusstsein spürbar. „Klar, es ist geil“, sagte Doppeltorschützin Jovana Damnjanovic. Und sie ergänzte selbstbewusst: „Wenn wir das nicht bis zum Ende bringen, sind wir auf jeden Fall sehr dumm.“
Doch in München denkt man längst weiter. „Es gibt auch noch Pokal und Champions League“, betonte Damnjanovic. Im DFB-Pokal wartet im Viertelfinale der Hamburger SV (Frauenfußball), in der Champions League geht es im Viertelfinale gegen Manchester United W.F.C..
Nationalspielerin und DFB-Kapitänin Giulia Gwinn wollte trotz der komfortablen Tabellenlage nicht abheben. Der aktuelle Stand sei „eine schöne Momentaufnahme“. Man wolle „die Hausaufgaben weitermachen“ und die „super Saison“ konsequent fortführen. Der klare Sieg gegen Wolfsburg gebe jedenfalls „Rückenwind“. Ihr Fazit: „Es liegt nur an uns.“
OZD
OZD-Kommentar – Bayern in eigener Liga14 Punkte Vorsprung – das ist kein Zufall mehr, das ist Dominanz. Die Bayern-Frauen spielen eine Saison, die kaum Schwächen offenbart. Tempo, Effizienz, mentale Stabilität – alles greift ineinander.
Wolfsburgs öffentliche Kapitulation wirkt ehrlich, aber auch ernüchternd. Der einstige Serienmeister scheint aktuell nicht mehr auf Augenhöhe. Das 1:4 war kein Betriebsunfall, sondern Ausdruck eines Machtwechsels.
Doch gerade im Frauenfußball kann sich Dynamik schnell verändern. Verletzungen, englische Wochen, Champions-League-Druck – ein kleiner Einbruch könnte Spannung zurückbringen. Bayern muss die Konzentration hochhalten.
Eines steht fest: Wenn München dieses Polster verspielt, wäre es eine der größten Überraschungen der Liga-Geschichte. Aktuell aber wirkt das Team wie eine Maschine mit Titelgarantie.
Historischer HintergrundWolfsburg und Bayern prägen seit Jahren die Spitze der Frauen-Bundesliga. Während Wolfsburg in den 2010er-Jahren dominierte, hat Bayern in den vergangenen Spielzeiten zunehmend die Führungsrolle übernommen und sich auch international etabliert.
ZukunftsprognoseSollte Bayern die Form konservieren, ist nicht nur die Meisterschaft realistisch, sondern auch ein erneuter Double- oder sogar Triple-Traum. Wolfsburg hingegen muss im Sommer strukturelle und sportliche Antworten finden, um wieder konkurrenzfähig zu werden.

Frage: Wie groß ist der Vorsprung des FC Bayern an der Tabellenspitze?
A) 8 Punkte
B) 10 Punkte
C) 12 Punkte
D) 14 Punkte
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17 Siege in 18 Liga-Spielen
14 Punkte Vorsprung
Pokal-Viertelfinale gegen HSV
Champions League: Viertelfinale gegen Manchester United
OZD-Analyse1. Machtverschiebung in der Liga
a) Bayern mit beeindruckender Konstanz
– Kaum Punktverluste
b) Wolfsburg mit Defiziten
– Deutliche Niederlage im direkten Duell
2. Titelperspektive
a) Meisterschaft fast entschieden
– Nur noch theoretische Gefahr
b) Internationale Ambitionen
– Champions League als nächstes Ziel
3. Mentale Komponente
a) Selbstbewusste Aussagen
– „Es liegt nur an uns“
b) Drucksituation
– Hohe Erwartungshaltung in München
Giulia Gwinn ist deutsche Nationalspielerin und Kapitänin der DFB-Auswahl. Die vielseitige Außenbahnspielerin gehört zu den Führungspersönlichkeiten beim FC Bayern und ist bekannt für ihre Dynamik sowie Torgefahr.
OZD-ExtrasMit 17 Siegen aus 18 Spielen steuern die Bayern-Frauen auf eine der erfolgreichsten Spielzeiten der Bundesliga-Geschichte zu.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.