Die Entscheidung ist gefallen: Der Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada steht endgültig fest. Der Deutsche Fußball-Bund verzichtet auf Änderungen und meldete genau jene 26 Spieler bei der FIFA, die Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits am 21. Mai vorgestellt hatte.
Damit beginnt für den viermaligen Weltmeister die heiße Phase der Mission fünfter Stern. Als zusätzlicher Trainingstorhüter wird Jonas Urbig vom FC Bayern München die Mannschaft begleiten.
„Alle haben sich sportlich und menschlich qualifiziert, sie passen zueinander“, hatte Nagelsmann bereits bei der Präsentation seines WM-Aufgebots erklärt. Bis Montag musste der endgültige Kader bei der FIFA eingereicht werden. Nachnominierungen sind danach nur noch in Ausnahmefällen möglich, etwa bei nachgewiesenen Verletzungen oder Erkrankungen, die von der medizinischen Abteilung der FIFA bestätigt werden.
Nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg gegen Finnland im vorletzten WM-Test reist die deutsche Mannschaft nun mit viel Selbstvertrauen in die Vereinigten Staaten. Am Dienstag startet der Flug von Frankfurt nach Chicago. Dort wartet am Samstag die Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA.
Der WM-Auftakt erfolgt am 14. Juni in Houston gegen Außenseiter Curaçao. Anschließend trifft Deutschland in der Gruppenphase auf die Elfenbeinküste in Toronto sowie auf Ecuador in East Rutherford. Die Erwartungen sind hoch, denn nach Jahren der Enttäuschungen bei großen Turnieren soll die Nationalmannschaft wieder zur Weltspitze zurückkehren.
Im Tor setzt Nagelsmann auf die Erfahrung von Manuel Neuer, unterstützt von Oliver Baumann und Alexander Nübel. Die Defensive wird unter anderem von Antonio Rüdiger, Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck angeführt.
Im Mittelfeld ruhen große Hoffnungen auf Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Florian Wirtz und Aleksandar Pavlovic. Im Angriff sollen Kai Havertz, Deniz Undav, Nick Woltemade und Maximilian Beier für die entscheidenden Tore sorgen.
Der Kader
TOR:
Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Manuel Neuer (Bayern München), Alexander Nübel (VfB Stuttgart)
ABWEHR/MITTELFELD:
Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Joshua Kimmich (Bayern München), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Aleksandar Pavlovic (Bayern München), David Raum (RB Leipzig), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Angelo Stiller (VfB Stuttgart), Jonathan Tah (Bayern München), Malick Thiaw (Newcastle United)
ANGRIFF:
Nadiem Amiri (FSV Mainz 05), Maximilian Beier (Borussia Dortmund), Leon Goretzka (Bayern München), Kai Havertz (FC Arsenal), Lennart Karl (Bayern München), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Jamal Musiala (Bayern München), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul), Deniz Undav (VfB Stuttgart), Florian Wirtz (FC Liverpool), Nick Woltemade (Newcastle United)
OZD/AFP
OZD-Kommentar – Nagelsmanns mutigste Wette
Julian Nagelsmann geht bei dieser Weltmeisterschaft einen riskanten, aber konsequenten Weg. Statt kurzfristiger Überraschungen setzt er auf Kontinuität, Teamgeist und ein klar definiertes Gerüst. Das ist mutig, denn die Erinnerung an die enttäuschenden Turniere der vergangenen Jahre ist noch frisch.
Die Qualität im Kader ist zweifellos vorhanden. Mit Musiala, Wirtz und Kimmich verfügt Deutschland über Spieler, die Spiele allein entscheiden können. Gleichzeitig fehlen in einigen Bereichen die absolute internationale Dominanz und die Breite früherer Weltmeistergenerationen.
Entscheidend wird sein, ob Nagelsmann aus den vielen Talenten eine verschworene Einheit formen kann. Gelingt das, ist eine Rückkehr in die Weltspitze möglich. Scheitert das Zusammenspiel, droht erneut ein frühes Turnier-Aus. Die WM wird zur Bewährungsprobe für eine ganze Fußballgeneration.
Historischer Hintergrund
Deutschland gehört mit vier Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Fußballnationen der Welt. Die Titelgewinne 1954, 1974, 1990 und 2014 prägten die Fußballgeschichte. Nach dem Triumph in Brasilien folgten jedoch schwierige Jahre mit enttäuschenden Auftritten bei Welt- und Europameisterschaften.
Mit der Verpflichtung von Julian Nagelsmann begann ein Neuaufbau. Die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada soll nun den Beweis liefern, dass Deutschland wieder zur internationalen Elite gehört.
Zukunftsprognose
Die Gruppenphase erscheint auf dem Papier lösbar. Gegen Curaçao, Ecuador und die Elfenbeinküste geht Deutschland als Favorit ins Rennen. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch in den K.o.-Spielen.
Sollten Musiala, Wirtz und Havertz ihr Potenzial abrufen und die Defensive stabil bleiben, könnte Deutschland weit kommen. International gelten Mannschaften wie France, Argentina und Spain weiterhin als größte Konkurrenten im Kampf um den WM-Titel.
Gewinnspiel
Wer ist Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026?
A) Jürgen Klopp
B) Hansi Flick
C) Julian Nagelsmann
D) Thomas Tuchel
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Mini-Infobox
WM 2026: 11. Juni bis 19. Juli
Austragungsorte: USA, Mexiko und Kanada
Deutschland reist mit 26 Spielern an
Generalprobe gegen die USA in Chicago
Auftaktspiel gegen Curaçao am 14. Juni
OZD-Analyse
Kaderstrategie – Kontinuität statt Überraschungen
– Beschreibung: Nagelsmann verzichtet auf kurzfristige Änderungen
– a) Frühzeitige Kaderfestlegung
– b) Fokus auf Teamchemie
– c) Klare Rollenverteilung
– Folgen: Mehr Stabilität, aber weniger Flexibilität
Offensive Qualität – Deutschlands größte Stärke
– a) Musiala als Kreativmotor
– b) Wirtz als Spielgestalter
– c) Havertz und Woltemade als Torhoffnungen
– Folgen: Hohes Potenzial für spielerische Dominanz
Titelchance – abhängig von der Konstanz
– Beschreibung: Talent ist vorhanden, Erfahrung teilweise begrenzt
– Folgen: Viertelfinale realistisch, Halbfinale und mehr bei optimalem Turnierverlauf möglich
Erklärungen
Wer ist Julian Nagelsmann?
Julian Nagelsmann
ist seit 2023 Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Der
ehemalige Trainer von Bayern München und RB Leipzig gilt als einer der
innovativsten Fußballtrainer Europas.
Was ist die FIFA?
Die FIFA organisiert Weltmeisterschaften und ist der höchste internationale Verband des Fußballs mit Sitz in Zürich.
OZD-Extras
Mit Jamal Musiala und Florian Wirtz verfügt Deutschland über zwei der wertvollsten jungen Fußballspieler der Welt. Viele Experten sehen in diesem Duo die Zukunft des internationalen Spitzenfußballs.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.