RB Leipzig hat im Rennen um die Rückkehr in die Champions League einen empfindlichen Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner kam im Nachholspiel beim abstiegsbedrohten FC St. Pauli nicht über ein 1:1 hinaus. Der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit – und traf die Sachsen ins Mark.
Vor 29.147 Zuschauern am Millerntor-Stadion glich Martijn Kaars in der 90.+3 Minute per Elfmeter aus. David Raum hatte ihn zuvor unglücklich zu Fall gebracht. Leipzig hatte die Partie bis dahin eigentlich unter Kontrolle, musste sich am Ende aber mit nur einem Punkt begnügen.
Die Führung für RB Leipzig hatte der 19-jährige Shootingstar Yan Diomande in der 66. Minute erzielt. Nach einer Ecke kam er an der Strafraumgrenze zum Abschluss, der Ball prallte vom Rücken von Eric Smith unhaltbar ins Tor. Leipzig ließ in der Folge weitere Chancen liegen – ein Fehler, der sich rächte.
„Das ist hinten raus natürlich bitter, geht auch ein bisschen auf meine Kappe“, sagte Raum nach dem Spiel bei Sky. Der Verteidiger sprach von „zwei verlorenen Punkten“. Für Leipzig ist es bereits das nächste enttäuschende Ergebnis am Millerntor, wo man erneut nicht gewinnen konnte.
Dabei hatte RB früh Druck gemacht. Xaver Schlager traf bereits in der Anfangsphase den Pfosten. Doch auch St. Pauli versteckte sich keineswegs und setzte über den schnellen Ricky-Jade Jones immer wieder offensive Akzente. Die Blessin-Elf verteidigte leidenschaftlich und zwang Leipzig zu Geduld.
In der Tabelle bleibt Leipzig auf Rang fünf und verpasst es, den Abstand zu den Champions-League-Plätzen zu verkürzen. St. Pauli bleibt Vorletzter, kann sich nach dem torlosen Stadtderby zuletzt aber über den zweiten Punktgewinn in Folge freuen.
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OZD-Kommentar – Ein Punkt, der beiden weh tutLeipzig wollte Dominanz zeigen – und zeigte stattdessen Nerven. Wer im Kampf um die Champions League solche Spiele nicht über die Zeit bringt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende Zentimeter fehlen. St. Pauli hingegen lebt von genau solchen Momenten. Leidenschaft, Glaube und ein spätes Geschenk hielten die Hoffnung am Millerntor am Leben. Für RB ist es mehr als ein Ausrutscher – es ist ein Warnsignal.
Historischer HintergrundRB Leipzig tut sich traditionell schwer am Millerntor. Schon in den vergangenen Jahren ließen die Sachsen dort mehrfach Punkte liegen. Für St. Pauli wiederum sind Auftritte gegen Topteams oft emotionale Höhepunkte, bei denen die Mannschaft regelmäßig über sich hinauswächst – besonders im Abstiegskampf.
ZukunftsprognoseLeipzig bleibt zwar im Rennen um die Champions League, darf sich aber keine weiteren Ausrutscher erlauben. Die Konkurrenz schläft nicht. St. Pauli hingegen schöpft neuen Mut. Gelingt es, diese Energie mitzunehmen, könnte der Kampf um den Klassenerhalt bis zuletzt offen bleiben.
Gewinnspiel
Wer erzielte den späten Ausgleich für den FC St. Pauli gegen RB Leipzig?
A) Eric Smith
B) Ricky-Jade Jones
C) Martijn Kaars
D) Elias Saad
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– 1:1 im Nachholspiel
– Elfmeter in der Nachspielzeit
– Leipzig bleibt Fünfter
– St. Pauli weiter Vorletzter
– Zweiter Punkt in Folge für den Aufsteiger
1. Leipziger Probleme
a) Chancenverwertung mangelhaft
b) Nerven in der Schlussphase
c) Auswärtsschwäche am Millerntor
2. St. Paulis Stärken
a) Hohe Laufbereitschaft
b) Mutiger Offensivansatz
c) Glaube bis zur letzten Minute
3. Tabellarische Folgen
a) Leipzig verpasst Sprung nach oben
b) St. Pauli hält Anschluss
c) Druck auf beide Teams steigt
Die UEFA Champions League ist der prestigeträchtigste Vereinswettbewerb Europas. In der Bundesliga qualifizieren sich in der Regel die ersten vier Mannschaften für die Teilnahme.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-Extras
RB Leipzig konnte auch im fünften Pflichtspiel am Millerntor keinen Sieg feiern.
