Der VfB Stuttgart hat im Kampf um die Champions-League-Plätze überraschend gepatzt. Drei Tage nach dem starken Europa-League-Auftritt bei Celtic F.C. (4:1) kamen die Schwaben beim Schlusslicht 1. FC Heidenheim nicht über ein spektakuläres 3:3 (2:2) hinaus.
Tabellenplatz vier verteidigte der VfB zwar, doch der Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig beträgt nur noch zwei Punkte. Leipzig hatte am Samstagabend 2:2 gegen Borussia Dortmund gespielt.
Stuttgart startete furios. Chris Führich traf bereits in der 5. Minute nach einem Ballgewinn eiskalt zur Führung. Doch Heidenheim zeigte Moral. Eren Dinkci glich aus (20.), ehe ein kurioser Videobeweis für Wirbel sorgte. Zunächst hatte Ermedin Demirovic das vermeintliche 2:1 für Stuttgart erzielt, doch Schiedsrichter Sascha Stegemann nahm den Treffer nach VAR-Intervention zurück und entschied auf Foulelfmeter für Heidenheim. Arijon Ibrahimovic verwandelte (34.).
Kurz vor der Pause stellte Maximilian Mittelstädt per Strafstoß den Ausgleich her (44.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen. Sirlord Conteh brachte Heidenheim in der 82. Minute erneut in Führung, doch Deniz Undav konterte nur sechs Minuten später zum 3:3.
„Es war ein intensives Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Für uns war es ein unglücklicher Spielverlauf“, sagte Mittelstädt bei DAZN. Teamkollege Ermedin Demirovic ergänzte: „Wir haben genau das erwartet, Heidenheim macht es gut, sie kämpfen mit allem, was sie haben.“
Für Stuttgart ist das Remis ein Dämpfer nach der Europapokal-Euphorie. Heidenheim hingegen stoppte nach vier Niederlagen die Negativserie, bleibt aber weiter tief im Tabellenkeller – sechs Punkte fehlen auf Relegationsrang 16.
Trainer Sebastian Hoeneß hatte vor dem Spiel gewarnt: „Es ist ein neues Spiel, es fängt von vorne an.“ Seine Mannschaft war gewarnt – und stolperte dennoch.
OZD
OZD-Kommentar – Euphorie trifft RealitätDer VfB hat gezeigt, wie schmal der Grat zwischen Gala und Dämpfer ist. In Glasgow dominierend, in Heidenheim fahrig. Das ist kein Zufall, sondern eine Frage der Konstanz.
Topteams zeichnen sich dadurch aus, auch solche Spiele zu gewinnen. Stuttgart hatte Chancen, hatte Spielkontrolle – aber nicht die letzte Konsequenz. Der VAR-Moment war bitter, doch er erklärt nicht alles.
Heidenheim spielte mutig, kämpfte leidenschaftlich und nutzte Stuttgarts Nachlässigkeiten eiskalt aus. Genau diese Widerstandsfähigkeit brauchen Teams im Abstiegskampf.
Für Stuttgart bleibt Platz vier – aber das Rennen ist enger denn je. Wer in die Champions League will, darf solche Spiele eigentlich nicht herschenken.
Historischer HintergrundDer VfB Stuttgart erlebt unter Sebastian Hoeneß eine sportliche Renaissance und kämpft erstmals seit Jahren wieder ernsthaft um die Königsklasse. Heidenheim hingegen spielt als kleiner Klub mit begrenzten Mitteln gegen den Abstieg und setzt vor allem auf Teamgeist und Kampfbereitschaft.
ZukunftsprognoseStuttgart muss schnell zurück in die Spur finden, um den Champions-League-Platz zu sichern. Die Belastung durch Europa League und Bundesliga wird zur Bewährungsprobe. Heidenheim braucht weitere Punktgewinne, um den Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze zu verkürzen.

OZD-Gewinnspiel
Frage: Wie lautete das Endergebnis zwischen Heidenheim und Stuttgart?
A) 2:2
B) 3:2
C) 3:3
D) 4:3
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Stuttgart bleibt Vierter
3:3 beim Tabellenletzten
VAR-Entscheidung dreht Partie
Heidenheim stoppt Niederlagenserie
OZD-Analyse1. Spielverlauf
a) Frühe Führung für Stuttgart
– Führich nutzt Fehler eiskalt
b) VAR-Schlüsselszene
– Elfmeter statt 2:1 für den VfB
2. Mentale Komponente
a) Europa-League-Euphorie
– Mögliche Konzentrationslücke
b) Heidenheimer Kampfgeist
– Hohe Intensität über 90 Minuten
3. Tabellenkonsequenz
a) Stuttgart verteidigt Platz vier
– Nur zwei Punkte Vorsprung auf Leipzig
b) Heidenheim bleibt Letzter
– Sechs Punkte Rückstand auf Rang 16

Sebastian Hoeneß ist Cheftrainer des VfB Stuttgart. Der Neffe von Uli Hoeneß führte die Schwaben nach schwierigen Jahren zurück in die Spitzengruppe der Bundesliga und setzt auf mutigen, offensiven Fußball.
OZD-ExtrasSeit Einführung des VAR in der Bundesliga sorgen Elfmeter-Überprüfungen regelmäßig für hitzige Diskussionen – auch dieses 3:3 war stark vom Videobeweis geprägt.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.