Der VfB Stuttgart muss in der UEFA Europa League den ungeliebten Umweg über die Play-offs nehmen. Trotz eines 3:2-Erfolgs gegen die BSC Young Boys zum Abschluss der Ligaphase reichte es für die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß nicht für die angestrebten Top acht. Als Tabellenelfter verpasste der VfB die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale knapp – vor allem wegen drei Auswärtsniederlagen im Wettbewerb.
Stuttgart erwischte einen Traumstart. Deniz Undav traf bereits in der sechsten Minute, nur eine Minute später erhöhte Ermedin Demirovic. Die bis dahin überforderten Young Boys meldeten sich kurz vor der Pause durch Armin Gigovic zurück. Nach dem Seitenwechsel glich Sandro Lauper mit einem sehenswerten Treffer aus. Erst Chema sorgte in der 90. Minute für den späten Stuttgarter Sieg – der Jubel blieb jedoch gedämpft.
„Wir hatten die Qualifikation von Beginn an nicht in unserer eigenen Hand. Unser Spiel war ab der 35. Minute nicht mehr gut. So was müssen wir schnell abstellen“, sagte Undav bei RTL selbstkritisch. Auch ein Patzer von Keeper Fabian Bredlow, der den geschonten Alexander Nübel vertrat, brachte Bern zwischenzeitlich zurück ins Spiel.
Die Auslosung der Play-off-Duelle findet am Freitag in der UEFA-Zentrale in Nyon statt. Mögliche Gegner sind Celtic Glasgow oder Ludogorez Rasgrad. Gespielt wird am 19. und 26. Februar, das Rückspiel steigt in Stuttgart. Für die Young Boys und ihren Trainer Gerardo Seoane ist die Europapokalsaison beendet.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus traut dem VfB trotz des Dämpfers weiterhin viel zu. Stuttgart gehöre für ihn auch nach dem Verpassen der Top acht zu den Favoriten, sagte er bei RTL.
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OZD-Kommentar – Sieg ohne ErlösungDer VfB hat geliefert – und trotzdem verloren. Nicht auf dem Platz, aber in der Gesamtrechnung. Drei Auswärtsniederlagen lassen sich in Europa nicht kaschieren, selbst wenn man zuhause Moral zeigt. Die Play-offs sind kein Drama, aber ein unnötiges Risiko. Stuttgart muss lernen, europäische Spiele über 90 Minuten konsequent zu kontrollieren – sonst wird der Umweg schnell zur Sackgasse.
Historischer HintergrundDer VfB Stuttgart blickt auf eine lange Europapokal-Historie zurück, hatte zuletzt aber immer wieder Probleme, Konstanz auf internationalem Niveau zu zeigen. Gerade in Übergangsphasen zwischen Bundesliga-Alltag und Europacup fehlte häufig die letzte Abgeklärtheit. Die aktuelle Europa-League-Saison zeigt erneut: Talent ist da – Stabilität auswärts nicht immer.
ZukunftsprognoseIn den Play-offs wartet ein unangenehmer Gegner, doch Stuttgart bleibt klarer Favorit. Gelingt es, die Defensive zu stabilisieren und Aussetzer zu vermeiden, ist auch das Achtelfinale realistisch. Langfristig entscheidet sich jedoch, ob der VfB bereit ist, europäisch dauerhaft zu bestehen – oder weiter Lehrgeld zahlt.
Gewinnspiel
Welchen Tabellenplatz belegte der VfB Stuttgart nach der Ligaphase der Europa League?
A) Platz acht
B) Platz neun
C) Platz elf
D) Platz zwölf
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– 3:2-Sieg gegen Young Boys Bern
– VfB endet Ligaphase auf Platz elf
– Play-offs im Februar
– Mögliche Gegner: Celtic oder Ludogorez
– Heimrecht im Rückspiel
1. Gründe für Platz elf
a) Drei Auswärtsniederlagen
b) Unkonstante Spielphasen
c) Individuelle Fehler
2. Bedeutung der Play-offs
a) Zusätzliche Belastung
b) Erhöhtes Risiko
c) Chance zur Reifeprüfung
3. Schlüssel für den weiteren Weg
a) Stabilere Defensive
b) Bessere Spielkontrolle
c) Reife in Drucksituationen
In den Europa-League-Play-offs kämpfen die Teams auf den Plätzen neun bis 24 der Ligaphase um den Einzug ins Achtelfinale. Gespielt wird in Hin- und Rückspiel, die besten acht Teams der Ligaphase sind direkt qualifiziert.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
OZD-Extras
Der VfB gewann alle Heimspiele in der Europa League – verlor jedoch jedes Auswärtsspiel.
