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Goldrausch in Rot-Weiß: Dänemark feiert – Deutschland mit Silber

Dänemark feiert den EM-Titel, doch mitten in der Gold-Euphorie richtet Superstar Mathias Gidsel den Blick nach Deutschland – und warnt vor einer neuen Macht im Welthandball.

Mit Goldmedaille um den Hals und spürbarer Erschöpfung in der Stimme schwang sich Mathias Gidsel nach dem EM-Finale zu einem bemerkenswerten Lobgesang auf den unterlegenen Gegner auf. Während seine Teamkollegen nach dem 34:27 (18:16)-Sieg gegen Deutschland bereits Hot Dogs und Tuborg-Bier genossen, nahm sich der Welthandballer Zeit für Worte, die in der Hitze des Triumphs ungewöhnlich ehrlich wirkten.

„Wenn ich Deutscher wäre, wäre ich auch stolz auf die Leistung, wie sie dieses Turnier gespielt haben. Das ist unfassbar“, sagte der Rückraumstar der Füchse Berlin. Besonders der Blick in die Zukunft bereitete ihm Respekt – fast Sorge. „Es macht mir ein bisschen Angst, dass sie nächstes Jahr den Heimvorteil haben. Ich glaube, jetzt ist die deutsche Mannschaft unser größter Gegner.“

Gidsel ging sogar noch weiter. Ohne den Heimvorteil in Herning, so seine Einschätzung, wäre der Titel womöglich nicht nach Dänemark gegangen. „Wenn wir den Heimvorteil nicht gehabt hätten, glaube ich nicht, dass wir Europameister geworden wären“, erklärte er offen.

Für die dänische Auswahl markierte der Titel dennoch einen historischen Meilenstein. Nach Olympiagold, vier WM-Titeln in Folge und nun erstmals seit 14 Jahren wieder EM-Gold vollendete das Team den sogenannten Golden Slam – als erst zweite Nation nach Frankreich. Gidsel selbst krönte das Turnier mit der Auszeichnung zum MVP und einem EM-Rekord von 68 Toren in neun Spielen.

„Es fühlt sich unfassbar an“, sagte der 25-Jährige. „Dieses Turnier hat unglaublich viel Energie gekostet. Das war das schwerste Turnier, das wir je gespielt haben.“ Noch in der Nacht zog die Mannschaft zur spontanen Siegessause durch Herning, am Montag folgt der offizielle Empfang auf dem Rathausplatz in Kopenhagen.

OZD 

OZD-Kommentar – Der Sieger, der den Verlierer fürchtet

Wenn ein frisch gekrönter Europameister den Finalgegner zum größten Rivalen erklärt, ist das mehr als Sportsgeist. Es ist ein Warnsignal. Deutschland hat dieses Finale verloren – aber an Ansehen gewonnen. Gidsels Worte zeigen: Die Dominanz Dänemarks ist nicht mehr unangreifbar. Die deutsche Mannschaft ist jung, hungrig und rückt näher. Wer heute Gold feiert, denkt bereits an morgen. Und genau das macht diese Aussagen so bemerkenswert.

Historischer Hintergrund

Dänemark gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zur absoluten Weltspitze im Handball. Nach dem letzten EM-Titel 2012 folgten zahlreiche WM-Triumphe und Olympiagold, doch der EM-Titel blieb lange aus. Deutschland wiederum erlebte nach dem EM-Sieg 2016 eine Phase des Umbruchs, geprägt von Trainerwechseln und verpassten Medaillen. Die aktuelle Generation markiert nun sichtbar den nächsten Entwicklungsschritt.

Zukunftsprognose

Der Machtkampf im Welthandball spitzt sich zu. Deutschland wird mit Heimvorteil bei der kommenden EM zum echten Titelkandidaten. Dänemark bleibt Maßstab, doch der Abstand schrumpft. Die kommenden Turniere dürften von einem Duell geprägt sein, das an die großen Rivalitäten des Handballs erinnert – mit offenem Ausgang.


Gewinnspiel

Welcher dänische Superstar wurde bei der EM als MVP ausgezeichnet?

A) Niklas Landin
B) Mikkel Hansen
C) Mathias Gidsel
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Mini-Infobox

EM-Finale: Dänemark – Deutschland 34:27

Titel: Erster EM-Sieg für Dänemark seit 2012

MVP: Mathias Gidsel

Rekord: 68 Tore in 9 Spielen

Besonderheit: Vollendung des Golden Slam

OZD-Analyse

1. Dänische Dominanz
a) Heimvorteil als Schlüssel –
b) individuelle Klasse –
c) taktische Reife.

2. Deutsche Entwicklung
a) junge Kernmannschaft –
b) mentale Stabilität –
c) wachsendes internationales Standing.

3. Signalwirkung
a) Respekt des Champions –
b) neue Rivalität –
c) offene Titelkämpfe.

Wer ist Mathias Gidsel?

Mathias Gidsel ist ein dänischer Handball-Nationalspieler und gilt als einer der besten Rückraumspieler der Welt. Der Linkshänder spielt für die Füchse Berlin, wurde mehrfach Welthandballer und prägte die jüngsten Titelgewinne Dänemarks entscheidend.

OZD-Extras

Fun-Fact:
Gidsels 68 Tore bei dieser EM sind die höchste Ausbeute eines einzelnen Spielers in der Geschichte des Turniers.



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