Es war ein Moment für die Ewigkeit. Daniela Maier raste über die Ziellinie, riss beide Arme hoch und schrie ihre Freude in die Winterluft von Livigno. Vier Jahre nach der lange umstrittenen Bronzemedaille von Peking hat die 29-jährige Skicrosserin aus dem Schwarzwald ihre Karriere mit Olympiagold gekrönt. Für den Deutschen Skiverband war es erst die zweite Goldmedaille bei den Spielen von Mailand und Cortina.
Im Ziel wurde Maier von Betreuern förmlich erdrückt. Der Jubel kannte keine Grenzen nach einem Finale, das sie souverän und fehlerfrei dominierte. Silber gewann Weltmeisterin Fanny Smith, die gemeinsam mit Maier 2022 Bronze geholt hatte. Der scheinbar unbezwingbaren Titelverteidigerin Sandra Näslund blieb diesmal nur Bronze.
Maier war vom ersten Lauf an in bestechender Form. Schnellste im Platzierungslauf, danach jeweils Bestzeit in Achtel-, Viertel- und Halbfinale – auch im Endlauf lag sie nicht einen Moment zurück. Den Vorteil des besten Start-Gates, das sie sich als Zeitschnellste gesichert hatte, nutzte sie eiskalt. „Ich bin einfach sprachlos“, sagte sie im Zielraum.
Der Kurs kam ihr entgegen. „Da ist viel Action drin“, berichtete Maier. Vor allem am Start – sonst nicht ihre Paradedisziplin – verschaffte sich die WM-Dritte von 2025 diesmal regelmäßig entscheidende Vorteile. Ihre Läufe bis ins Finale gewann sie jeweils mit großem Vorsprung.
Von der Erkältung, mit der sie angereist war, war nichts mehr zu spüren. Noch zwei Tage zuvor hatte sie erklärt: „Ich fühle mich nicht ganz so hundertprozentig fit.“ Am Tag X war davon nichts zu sehen. Es war der perfekte Zeitpunkt für das perfekte Rennen.
OZD

OZD-Kommentar – Wenn alles zusammenpasst
Olympia schreibt Geschichten – und Daniela Maier hat ihre eigene neu geschrieben. 2022 war sie Teil einer Jury-Debatte, diesmal war sie unantastbar. Keine Zweifel, keine Diskussion, kein Zentimeter Unsicherheit. Wer vom ersten Lauf an dominiert, beweist nicht nur Klasse, sondern Reife. Dieser Sieg war kein Zufall, sondern das Resultat jahrelanger Arbeit. Und er kommt genau zur richtigen Zeit für einen DSV, der jede Goldmedaille dringend braucht.
Historischer Hintergrund
Bei den Winterspielen 2022 in Peking war Maier zunächst auf Rang drei zurückgestuft worden, ehe sie nach Protest doch wieder Bronze zugesprochen bekam. Das Rennen ging als einer der umstrittensten Skicross-Wettkämpfe der letzten Jahre in die Geschichte ein.
Zukunftsprognose
Mit diesem Triumph setzt Maier ein Zeichen für die nächste Generation im deutschen Freestyle-Sport. Ihr Gold könnte dem Skicross in Deutschland neuen Auftrieb verleihen.
OZD-Gewinnspiel 2026
Welche Platzierung erreichte Daniela Maier 2022 in Peking nach dem Jury-Wirbel?
A) Vierte
B) Silber
C) Bronze
D) Fünfte
Richtige Antwort: C) Bronze
Jetzt teilnehmen und gewinnen:
https://www.online-zeitung-deutschland.de/a/46220/das-tolle-gewinnspiel-2026-gutscheine-zu-gewinnen
Mini-Infobox – Maiers Gold-Tag
Schnellste im Platzierungslauf
Siege in allen K.o.-Runden
Start-Ziel-Sieg im Finale
Zweite DSV-Goldmedaille in Mailand/Cortina

OZD-Analyse
Technische Dominanz
– a) Bestzeiten in allen entscheidenden Läufen
– b) Optimal genutztes Start-Gate
– c) Fehlerfreie Linienwahl
Mentale Komponente
– a) Revanche für Peking 2022
– b) Sieg trotz Erkältung
– c) Souveränität im Finale
Bedeutung für Deutschland
– a) Seltene Goldmedaille
– b) Stärkung des Freestyle-Bereichs
– c) Motivation für Nachwuchs
Wer ist Daniela Maier?
Daniela Maier ist eine deutsche Skicrosserin aus dem Schwarzwald. Nach einer umstrittenen Bronze bei Olympia 2022 gewann sie bei den Winterspielen in Mailand und Cortina die Goldmedaille.
OZD-Extras
Skicross zählt zu den spektakulärsten Wintersportarten: Vier Athletinnen gleichzeitig auf einer technisch anspruchsvollen Strecke mit Sprüngen, Wellen und engen Kurven – Fehler werden sofort bestraft.
Alle Angaben ohne Gewähr. Titelbild AFP.
